Die Vorwahlen – der letzte Super Tuesday: Clinton erklärt sich zur Siegerin

Hillary Clinton hat einmal mehr Geschichte geschrieben. Die ehemalige Außenministerin wird die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin einer der beiden großen Parteien in den USA sein. Verlor sie im Jahr 2008 noch überraschend den Vorwahlkampf an Barack Obama, konnte sich Clinton acht Jahre später im demokratischen Bewerberfeld durchsetzen.

Gleichwohl tat sich Clinton auch in diesem Wahlzyklus schwer. In einer an quantitativ wie qualitativ schlecht besetzten innerparteilichen Konkurrenz war es zunächst nur eine Frage der Zeit, bis Clinton zur designierten demokratischen Präsidentschaftskandidatin gekürt werden würde.

Doch mit dem Aufstieg des bis vor kurzem noch unabhängigen Senators aus Vermont, Bernie Sanders, hatte niemand gerechnet. Der 74-jährige kämpfte und mobilisierte die Massen, mutierte zum Gegenstück der Kandidatin des Establishments, Hillary Clinton.

Die Folge waren unzählige Vorwahlsiege für den selbsternannten demokratischen Sozialisten. Sanders versuchte so lange wie möglich die Vorwahlen offen zu gestalten. Wenngleich er seit Wochen lediglich theoretische Chancen auf die Nominierung hatte, gab er nicht auf.

Für den letzten Super Tuesday des 2016er Vorwahlkampfes setzte Sanders alles auf Kalifornien. Das Ergebnis im Golden State wurde für ihn jedoch zu einer herben Enttäuschung. Mit 13 Prozentpunkten Unterschied unterlag er Clinton deutlich.

Am Ende standen am Dienstag den zwei Siegen von Sanders vier Siege von Clinton gegenüber. Neben Kalifornien entschied Clinton auch die Wahlen in New Jersey, New Mexico und South Dakota für sich.

Folgerichtig erklärte sich Hillary Clinton noch am Wahlabend zur Siegerin der demokratischen Vorwahlen. Clinton genoss sichtlich den Jubel ihrer Anhänger, die Glückwünsche des Präsidenten.

Derweil ignoriert Sanders den geschichtsträchtigen Triumph seiner Konkurrentin. Er plant den „Kampf bis zum Nominierungsparteitag“ im Juli fortzuführen. Ob er tatsächlich auf ein Wunder in Philadelphia in Form eines massenhaften „Umfallens“ der Superdelegierten hofft oder weitere Aufmerksamkeit für seine politischen Anliegen produzieren will, bleibt sein Geheimnis.

Am Donnerstag trifft sich Sanders mit Obama. Ob der Präsident den Senator zum Wohle der demokratischen Partei von einem Ausscheiden aus dem nahezu beendeten Vorwahlkampf, am Dienstag findet nur noch die Vorwahl in D.C. statt, überzeugen kann?


Alle Sieger der demokratischen Vorwahlen vom letzten Super Tuesday des Jahres hier…

und diese Staaten konnte Donald Trump für sich entscheiden…


Stimmungsbarometer 06/2016: Clinton kurz vor Nominierung

Am 7. Juni findet der letzte Super Tuesday des Vorwahlkampfes statt. Gewählt wird unter anderem in Kalifornien, New Jersey und New Mexico. Die Blicke richten sich insbesondere auf den Golden State, in dem Bernie Sanders mit einem weiteren Sieg seine Konkurrentin Hillary Clinton unter Druck setzen möchte.

Im Vorfeld dieser Vorwahlen versorgt euch #Blog1600Penn mit den aktuellen Delegierten-Zwischenständen sowie mit einem Ausblick auf die Hauptwahl, die aller Voraussicht nach zwischen Donald Trump und Hillary Clinton ausgefochten wird.

Die Grundlage für die Umfragewerte im Stimmungsbarometer 06/2016 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 19.05. und 02.06.2016. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.


Der Vorwahlkampf – Delegierten-Zwischenstände

Demokraten

DNCDelegierte

Die absolute Mehrheit liegt bei 2.383 Delegierten.
Hillary Clinton konnte schon 544 Superdelegierte für sich gewinnen und kommt somit auf insgesamt 2.313 Delegierte. Clinton steht somit kurz vor der nötigen absoluten Mehrheit.
Auf Bernie Sanders entfallen bislang lediglich 46 Superdelegierte, so dass der Senator insgesamt 1.547 Delegierte auf sich vereinen kann.

Republikaner

GOPDelegierte

Die absolute Mehrheit liegt bei 1.237 Delegierten.
Trump ist der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner.


DER VorWAHLKAMPF

Umfrage zur demokratischen Vorwahl in KALIFORNIEN am 7. Juni

DNCKalifornien


DER HauptWAHLKAMPF

Nationale Umfrage zu einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

General

Der Kandidat der Libertarian Party, Gary Johnson, liegt bei 10%.

Wahlmännerprognose bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

0001-259045591

Bekanntlich geht es bei der Präsidentschaftswahl nicht darum, eine nationale Mehrheit hinter sich zu bringen, sondern eine absolute Mehrheit der Wahlmänner zu erreichen. Clinton liegt diesbezüglich aktuell deutlich vor Trump.

Nationale Umfrage zu einem Duell Bernie Sanders versus Donald Trump

TrumpSanders


DER HAUPTWAHLKAMPF – Umfragen in wichtigen Staaten

Umfrage in FLORIDA bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

Florida

Umfrage in OHIO bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

Ohio