Buchtipp: „Blind Spot: America and the Palestinians, from Balfour to Obama“ (Khaled Elgindy)

Der Nahe Osten wartet gespannt auf den Plan zur Befriedung der Region durch die Trump-Administration. Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, hat in den vergangenen beiden Jahren an einem Friedensplan gearbeitet, der eigener Beschreibung nach über bisherige Lösungsansätze hinaus denken soll.

In wie weit dies von Erfolg gekrönt sein wird, ist fraglich. Der Nahostkonflikt ist komplex und geht in der Historie viele Jahrzehnte zurück. Khaled Elgindy von der renommierten US-amerikanischen Denkfabrik Brookings Institution hat sich nun in „Blind Spot: America and the Palestinians, from Balfour to Obama“ mit der Thematik ausführlich befasst.

In dem 333 Seiten starken Werk befasst sich Elgindy mit der Rolle der Vereinigten Staaten im Nahostkonflikt sowie des Einflusses der Friedensbemühungen auf die palästinensische Politik. Das Ergebnis sind hochinteressante Hintergründe zu einem der am längsten andauernden Konfliktherde dieser Welt.

Die offizielle Buchbeschreibung

A critical examination of the history of US-Palestinian relations

The United States has invested billions of dollars and countless diplomatic hours in the pursuit of Israeli-Palestinian peace and a two-state solution. Yet American attempts to broker an end to the conflict have repeatedly come up short. At the center of these failures lay two critical factors: Israeli power and Palestinian politics.

While both Israelis and Palestinians undoubtedly share much of the blame, one also cannot escape the role of the United States, as the sole mediator in the process, in these repeated failures. American peacemaking efforts ultimately ran aground as a result of Washington’s unwillingness to confront Israel’s ever-deepening occupation or to come to grips with the realities of internal Palestinian politics. In particular, the book looks at the interplay between the U.S.-led peace process and internal Palestinian politics—namely, how a badly flawed peace process helped to weaken Palestinian leaders and institutions and how an increasingly dysfunctional Palestinian leadership, in turn, hindered prospects for a diplomatic resolution. Thus, while the peace process was not necessarily doomed to fail, Washington’s management of the process, with its built-in blind spot to Israeli power and Palestinian politics, made failure far more likely than a negotiated breakthrough.

Shaped by the pressures of American domestic politics and the special relationship with Israel, Washington’s distinctive “blind spot” to Israeli power and Palestinian politics has deep historical roots, dating back to the 1917 Balfour Declaration and the British Mandate. The size of the blind spot has varied over the years and from one administration to another, but it is always present.

Präsident Trump in Großbritannien

Auf der einen Seite königlicher Empfang mit viel Prunk und Geschichte. Auf der anderen Seite Demonstrationen mit einem riesigen Ballon in Form eines Trump-Babys, einem „Dumping Trump Robot“, der den US-Präsidenten auf einer Toilette sitzend darstellt, oder einem in Gras gemähten Trump-Riesenpenis.

Unterschiedlicher könnten die Bilder vom Staatsbesuch des US-Präsidenten Donald Trump, der zusammen mit seiner Ehefrau Melania und vier seiner insgesamt fünf Kindern anreiste, in Großbritannien nicht sein. Ein Sinnbild für die seit dem Brexit offensichtliche Spaltung des Vereinigten Königreichs. Aber auch über über die polarisierende Kraft des Mannes im Weißen Hauses.

„1600 Pennsylvania“ gibt einen Rückblick auf einen Staatsbesuch der besonderen Art. Ein Staatsbesuch, der nach George W. Bush und Barack Obama erst dem dritten US-Präsidenten zuteil wurde.

Am ersten Tag wurde Präsident Trump und First Lady Melania von Queen Elizabeth II im Buckingham Palace empfangen sowie zu einem Staatsbankett eingeladen.

Die Rede von Queen Elizabeth II beim Staatsbankett:

Tags darauf traf sich der US-Präsident mit seiner britischen Amtskollegin Theresa May, die nur noch bis zum 07. Juni 2019 im Amt ist, um an die Landung der Alliierten in der Normandie im Zweiten Weltkrieg zu gedenken.

Derweil demonstrierten tausende Briten gegen den Staatsbesuch. Präsident Trump hingegen bekam von diesen Demonstrationen nichts mit.

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Bildquelle: https://www.hellomagazine.com/royalty/gallery/2019060373696/donald-trump-melania-state-visit-day-1/1/