#GOPDebate: Trump im Kreuzfeuer

Lange Zeit verzichteten Marco Rubio und Ted Cruz auf Angriffe gegenüber Donald Trump. Nach den ersten vier Vorwahlen und drei Siegen für Trump standen jedoch die beiden jungen Senatoren unter Druck.

In der zehnten TV-Debatte kam es nun zu der seit langem erwarteten Offensive von Rubio und Cruz. Bei der von CNN ausgerichteten Debatte in Houston, Texas, geriet Trump in ein wahres Kreuzfeuer. Aber seht selbst – die Höhepunkte:

Die Debatte in 90 Sekunden:

Schlagabtausch Rubio vs. Trump I:

Schlagabtausch Rubio vs. Trump II:

 

Interview mit Donald Trump nach der Debatte:

Interview mit Ted Cruz nach der Debatte:


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Die Vorwahlen – Nevada (R): Trumps Hattrick

2Donald Trump polarisiert, überschreitet Grenzen, hält die republikanische Partei in Geiselhaft – und gewinnt. Und mit ihm die Demokratie. Denn auch bei der Vorwahl in Nevada, wenngleich diese von der Partei chaotisch organisiert wurde, kam es zu einer Rekordwahlbeteiligung. Trump hat daran einen nicht zu unterschätzenden Anteil.

Trumps Konkurrenten freilich wird dies von wenig Nutzen sein. Marco Rubio kam zwar wiederholt auf den zweiten Rang. Doch trotz enormer öffentlicher Unterstützung aus dem Kreise des republikanischen Establishments blieb er es in den bisherigen vier Vorwahlen schuldig, auch einen Staat für sich entscheiden zu können.

Trump konnte bislang lediglich bei der ersten Vorwahl in Iowa von Ted Cruz geschlagen werden. Doch seitdem hat auch der erzkonservative texanische Senator zu kämpfen. Die Angriffe auf seine Glaubwürdigkeit durch Trump und Rubio in den letzten Tagen haben ihre Spuren hinterlassen. Am Super Tuesday, bei dem vorwiegend Südstaaten wählen, steht für Cruz viel auf dem Spiel.

Trump wird in diesen großen Wahltag stärker als je zuvor gehen können. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich seine Konkurrenten vermehrt in gegenseitige Anschuldigungen und Beleidigungen wiederfinden, als sich auf den derzeit führenden Republikaner zu konzentrieren. Wenn zwei sich streiten, freut sich Trump.

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Die Vorwahlen – South Carolina (R) & Nevada (D): Trump und Clinton siegen – Bush gibt auf

Marco Rubios Mantra ist seit Beginn seiner Wahlkampagne, dass die besten Tage der Vereinigten Staaten noch vor ihr liegen werden. Rubio wirbt für ein neues amerikanisches Jahrhundert, welches durch eine politische Neuausrichtung, aber auch durch eine neue, jüngere Führungsgeneration geprägt sein soll.

Nach der republikanischen Vorwahl in South Carolina hat Rubio ein erstes Zwischenziel erreicht: Im Wettbewerb der Generationen ging „jung“ nämlich in Führung. Denn mit einem zweiten Rang konnte er seinen einstigen Mentor und Konkurrenten um die Gunst des Establishments, Jeb Bush, nicht nur hinter sich lassen.

Vielmehr gab Bush sodann enttäuscht auf. Nach George Herbert und George Walker wird Jeb nicht der dritte Bush im Weißen Haus sein. Dabei standen die Vorzeichen für den „etwas anderen“ Bush mit einer prall gefüllten Wahlkampfkasse, Einfluss durch den Familiennamen und seiner erfolgreichen Bilanz als Gouverneur von Florida sehr gut.

Doch der Wahlkampf des Jahres 2016 unterscheidet sich von vorherigen grundlegend. In beiden Parteien haben Anti-Establishment-Kandidaten enormen Zulauf, die den Ärger der Basis kanalisieren. Ausgearbeitete Programme, wie die von Bush, werden wenig gehört.

SC TrumpZudem erwies sich für Bush seine Introvertiertheit als immenser Nachteil im Wettkampf mit dem Lautsprecher Donald Trump. Die Präsidentschaftskandidatur des dritten Bush, der als Favorit auf die
republikanische Nominierung in das Rennen ging, ist nunmehr Geschichte.

Seinen Platz als Favorit des Establishments nimmt nun eben jener junge Senator aus Florida, Marco Rubio, ein. Mit der Unterstützung einflussreicher Politiker aus South Carolina – namentlich die Gouverneurin Nikki Halley, Senator Tim Scott und Rep. Trey Gowdy – konnte Rubio sein nach New Hampshire verloren gegangenes Momentum  zurückgewinnen.

Alle Zeichen stehen nun auf einen Dreikampf zwischen Donald Trump, Ted Cruz und Marco Rubio. Das NE HRCnächste Aufeinandertreffen der Republikaner gibt es bereits am Dienstag bei der Vorwahl in Nevada.

Die nächste demokratische Vorwahl findet hingegen erst am Samstag in South Carolina statt. Ein Staat, indem Hillary Clinton ihre sogenannte „Firewall“, der Beliebtheit bei Afroamerikanern, erstmals testen will. Ein Favoritensterben wie bei Republikanern ist – insbesondere nach Hillarys Sieg in Nevada – bei den Demokraten nicht absehbar.

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Wer schlägt Trump?

Nach den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire hat sich das republikanische Bewerberfeld ausgedünnt. Von einst 17 Kandidaten sind lediglich sechs Bewerber übrig geblieben. Wer von diesen die besten Aussichten auf die Nominierung hat, lest ihr nachfolgend!

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Trump führt seit Monaten jegliche Umfragen an. Dennoch verlor er in Iowa seinen Unbesiegbarkeitsnimbus. Ted Cruz vermochte es besser seine Wähler zu mobilisieren. Wer jedoch mit einem frühen Aus des extravaganten Immobilienmoguls rechnete, wurde enttäuscht. Mit einem Erdrutschsieg triumphierte Trump in New Hampshire.

Zwar hat sich das republikanische Bewerberfeld schon signifikant verringert. Doch die Kandidaten des Establishments – Bush, Kasich, Rubio und bis vor kurzem Christie – nehmen sich weiterhin die Stimmen gegenseitig weg. Je länger dies so Bestand hat, desto höher liegen Trumps Chancen am Ende als republikanischer Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden.

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Eine starke Wahlkampforganisation hat sich für Ted Cruz mit einem Sieg in Iowa und einem guten dritten Platz in New Hampshire ausgezahlt. Seine langfristig angelegte Wahlkampagne ist ebenso finanziell gut ausgestattet. Der ultra-rechte Senator dürfte sich mit Trump und einem bis dato unklaren Kandidaten des Establishments einen Dreikampf um die Nominierung liefern.

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Trotz zuletzt stark verbesserter Debattenauftritte kam Jeb Bushs Kampagne noch nicht richtig in Schwung. Bei der nächsten Vorwahl wird Jeb abliefern müssen, handelt es sich doch mit South Carolina um einen traditionell gut gesinnten Staat für die Familie Bush. Zudem bekommt er nun von seinem Bruder George W. Wahlkampfhilfe, der sich in South Carolina nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Jebs Vorteil gegenüber Rubio und Kasich liegt in seiner prall gefüllten Wahlkampfkasse.

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Marco Rubio hat sich sein Momentum nach einem starken dritten Rang in Iowa mit einer „gebrauchten“ TV-Debatte selbst zerstört. Die Folge: ein schlechtes Abschneiden in New Hampshire sowie ein weiterhin offenes Rennen der Establishment-Kandidaten.

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Der Überraschungs-Zweite in New Hampshire macht durch seine freundliche, unkonventionelle Art auf sich aufmerksam. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, versucht sich von seinen Konkurrenten durch einen Wahlkampf mit positiven Nachrichten abzusetzen. Gepaart mit einem aggressiven Super PAC an seiner Seite will Kasich langfristig der Kandidat des Establishments werden.

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Die Kampagne von Dr. Ben Carson hat seit Wochen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Folgerichtig wurde sein Wahlkampfteam abermals um mehr als 50 Mitarbeiter reduziert. Dr. Carson setzt nun auf ein starkes Ergebnis in South Carolina. Sollte dies nicht eintreten, dürfte sein Wahlkampf ein baldiges Ende finden.



Bildquelle: http://i2.cdn.turner.com/cnnnext/dam/assets/160213211503-gop-debate-candidates-feb-13-full-169.jpg

Die Vorwahlen – New Hampshire: Große Siege für Sanders und Trump

New Hampshire hat sich für die Revolution entschieden. Ein Misstrauensvotum gegenüber den demokratischen und republikanischen Parteiestablishments. Mit überwältigenden Ergebnissen konnten Bernie Sanders und Donald J. Trump ihre ersten Vorwahlsiege einfahren.

NHSandersDass auf Seiten der Demokraten Sanders gewinnen würde, war vorherzusehen. Auf Grund der Wählerstruktur und der Nähe zu seinem Heimatstaat Vermont hatte Sanders sicherlich einen kleinen Vorteil auf seiner Seite. Diesen Staat musste der selbsterklärte demokratische Sozialist gewinnen – sonst wäre seine Kampagne schon frühzeitig zum Scheitern verurteilt gewesen.

Mit einem Sieg in diesem Ausmaße, 20 Prozentpunkte Vorsprung auf Hillary Clinton, konnte dennoch niemand rechnen. Insbesondere junge (83%) und weibliche Wähler votierten für Sanders. Ein Problem, der sich Hillary in den kommenden Tagen und Wochen stellen muss. Sich alleine auf Minderheiten in den Südstaaten zu verlassen, wäre zu riskant.

NHTrumpBei den Republikanern durfte sich Donald Trump gleich doppelt freuen. Nicht nur errang er einen deutlichen Sieg. Auch die Tatsache, dass sich die Kandidaten des Establishments weiterhin gegenseitig die Stimmen wegnehmen, ist für seine Kampagne hocherfreulich.

Zwar schaffte es der Gouverneur von Ohio, John Kasich, auf einen respektablen zweiten Platz. Doch auf einen gemeinsamen Kandidaten dürfte sich das Establishment weiterhin nicht einigen können. Zu nah lagen Kasich, Bush, Rubio und Christie beieinander.

Je länger sich an diesem Zustand nichts ändert, desto größer werden die Chancen auf die Nominierung von Donald Trump. Alleine Chris Christie überdenkt seine Kandidatur, der alle seine Hoffnungen auf New Hampshire setzte – und für seine Präsenz vor Ort und starken Debattenauftritte nicht belohnt wurde.

UPDATE: Carly Fiorina und Chris Christie haben ihre Kandidaturen am 10.02.2016 zurückgezogen!

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