#GOPDebate: Debatte ohne Verlierer

Nur 13 Tage nach der denkwürdigen TV-Debatte bei CNBC kam es am Dienstag Abend schon zum nächsten republikanischen Aufeinandertreffen. Nach der chaotischen Debattenführung  vor knapp zwei Wochen sollten nun bei der vierten Debatte ernsthaft wirtschafts- und außenpolitische Themen diskutiert werden.

Mit Erfolg. Denn der veranstaltende Sender FOX Business beschränkte sich weitestgehend auf politische Fragen, so dass mehr über Inhalte gesprochen werden konnte. Im Duell mit CNBC ein klarer Punktsieg für die konservative Fernsehanstalt.

Die Kleine Debatte

Hatte Chris Christie einen starken Auftritt bei der dritten Debatte, konnte der Gouverneur an diesen Erfolg kurz danach mit einem starken Statement zu Drogenabhängigkeit anknüpfen – das Video sahen mehr als 7 Millionen Menschen im Internet. Eigentlich ein perfekter Start in den November, wären da nicht die aktuellen Umfragen gewesen. Denn Christies „Goldener Herbst“ spiegelt sich (noch) nicht in Umfragen wider. Er kommt derzeit auf weniger als 2,5% der Stimmen und qualifizierte sich somit erstmals nicht für die Hauptdebatte.

Doch dies könnte sich nach Christies Vorstellung im Milwaukee Theatre ändern. Christie dominierte die kleine Debatte mit einer klaren Strategie, in dem er sich durchgehend mit smarten Angriffen auf Hillary Clinton von seinen Konkurrenten absetzte – #Blog1600Penn zählte zehn (!!!) solcher Attacken: ein Rekordwert im bisherigen Vorwahlkampf. Im Wettbewerb mit Huckabee, Jindal und Santorum stach Christie somit klar heraus.

Jeb Bush’s Duell mit sich selbst

Bei der Hauptdebatte lag das Augenmerk insbesondere bei Jeb Bush. Konnte sich der 62-jährige alte ehemalige Gouverneur von Florida von seinem miserablen Auftritt bei der letzten Debatte, dem Verlust von finanzstarken Spendern und weiter sinkenden Umfragen erholen?

Wenngleich der Durchbruch für Bush abermals ausblieb, trat er diesmal zweifelsohne selbstbewusster auf und konnte ein weiteres worst-case-scenario wie vor zwei Wochen, als Marco Rubio ihn perfekt auskonterte, verhindern. Dies war auch nötig, findet die nächste Debatte erst Mitte Dezember statt.

Der Schlagabtausch des Abends I

Einen guten Moment hatte Bush, als es um das Thema der illegalen Einwanderung ging. Als Donald Trump zunächst seine Vorstellungen eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko und der Deportation von 11 Millionen Menschen mit illegalem Aufenthaltsstatus vorstellte, schritt John Kasich ein und bezeichnete Trumps Ideen als „naiv und dumm“. Kasichs Realismus traf auf Trumps Populismus.

Jeb Bush sprang letztendlich Kasich zur Seite und erörterte die Unmöglichkeit einer solchen Massendeportation. Ebenso griff Bush Trump indirekt an, indem er ihm vorwarf, dass sich Hillary  Clinton über solche unrealistischen Vorschläge sicherlich freuen würde.

Der Schlagabtausch des Abends II

Im zweiten grossen Schlagabtausch des Abends kam es zur Wiederauferstehung des Rand Paul. Als es um die zukünftige Strategie in Syrien und im Irak ging, besann sich Paul auf seine Stärke zurück: die Verbreitung libertärer Positionen.

Paul argumentierte, dass die Ausrüstung von Rebellen kontraproduktiv sei, wie auch schon die Historie gezeigt hat. Ebenso sprach er sich gegen eine Flugverbotszone über Syrien aus. Schließlich „dürfe man keinen großen Krieg mit Russland provozieren“. Vielmehr sollte mit allen – potentiellen – Partnern gesprochen werden, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Freilich ist Paul im republikanischen Bewerberfeld der einzige Kandidat, der solche Positionen vertritt. Widerspruch kam folglich prompt – von Bush, Fiorina und insbesondere von Rubio. Während Rubio für ein verstärktes Engagement in Nahost und der Welt eintritt, spricht sich Paul zwar ebenso für eine starke Verteidigung aus, jedoch „ohne dabei bankrott zu gehen“. Bei diesem Duell standen sich zwei miteinander unvereinbare Philosophien gegenüber: außenpolitische Zurückhaltung (Paul) vs. Ausbau der weltweit stärksten Militärmacht (Rubio).
Themenbezogene Debatte

Im Gegensatz zu den vorherigen Debatten brachte der vierte Schlagabtausch keine klaren Gewinner und Verlierer hervor. Dies könnte auch daran gelegen haben, dass erstmals primär politische Themen debattiert und Unterschiede zwischen den Kandidaten herausgearbeitet wurden.

Dennoch schwebte der Geist einer bestimmten Person durch die Räume des Milwaukee Theatre. So lautete das Wifi-Passwort für die Medienvertreter „StopHillary“. Bei allen innerparteilichen Grabenkämpfen wird das große Ganze, die Rückeroberung des Weißen Hauses, der Verhinderung von Hillary Clinton, nicht außer Acht gelassen. An diesem Novemberabend hatte dies Chris Christie am besten verstanden.


Videos

 

Teil 1 der Debatte:


DIE BESTEN ZITATE DES DEBATTENABENDS

Hillary Clinton’s coming for your wallet, everybody. Don’t worry about Huckabee or Jindal. Worry about her. (Chris Christie)

She [Clinton] is the real adversary tonight, and we better stay focused. Don’t worry about Huckabee or Jindal. Worry about her. (Chris Christie)

I’ll give you a ribbon for participation and a juice box. (Bobby Jindal zu Christie)

I want to fire everybody in D.C. — both parties. (Bobby Jindal)

Do you know an American who will just stop spending? I don’t. (Mike Huckabee)

It may be the best Hillary Clinton can do, but it’s not the best America can do. (Jeb Bush)

It took the telephone to take 75 years to reach 100 million users. It took Candy Crush 1 year to reach 100 million users. (Marco Rubio)

[Dems] will be the party of the past, we will be the party of the 21st century. (Marco Rubio)

Welders make more money than philosophers. We need more welders and less philosophers. (Marco Rubio)

I want a government really really small, so small you can barely see it. (Rand Paul)

Marco, Marco, Marco! … How is it conservative to add a trillion dollars in military expenditure… You cannot be a conservative if you’re going to keep promoting programs that you’re not going to pay for. (Rand Paul)

There are more words in the IRS code than there are in the Bible. And none of them is as good. (Ted Cruz)

First of all, thank you for not asking me what I said in the 10th grade, I appreciate that. (Dr. Ben Carson)

For the 11 million people — come on, folks. We all know you can’t pick them up and ship them back across the border. It’s a silly argument. It’s not an adult argument. (John Kasich)


REDEZEITEN DER KANDIDATEN IN DER HAUPTDEBATTE (IN MIN.)

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alle Angaben ohne Gewähr


KANDIDATENBEURTEILUNG Vordebatte

Chris Christie: Rhetorisch überzeugender Auftritt mit einer klaren Strategie: sich von Hillary Clinton abgrenzen und sich für die Hauptdebatte empfehlen; dominierte die kleine Debatte

Mike Huckabee: Gute Performance, jedoch mit Ausnahme seines Schlussstatements mit wenigen Höhepunkten

Bobby Jindal: Engagierter Aufritt, jedoch rhetorisch unterlegen

Rick Santorum: Versuchte die erzkonservative Wählerschaft für sich zu gewinnen; rhetorisch unterlegen


KANDIDATENBEURTEILUNG HauptDEBATTE

Jeb Bush: Solider Auftritt mit guten Momenten – aber noch kein Comeback

Dr. Ben Carson
: Gewohnt ruhiger Auftritt

Ted Cruz
: Solider Auftritt

Carly Fiorina: Durchschnittlich

John Kasich
: Hatte gute Momente indem er Diskussionen anregte und sich von anderen Kandidaten abgrenzte

Rand Paul
: Hat zu alter Stärke zurückgefunden: der Verkündung libertärer Thesen.

Marco Rubio
: Gewohnt rhetorisch brillant; humorvoll; starker Schlagabtausch mit Rand Paul

Donald Trump
: Gewohnt populistischer Auftritt; weniger Angriffe auf seine Mitkonkurrenten, als bei den vorherigen Debatten


Bildquelle: https://www.facebook.com/FoxBusiness/photos/pb.12795435237.-2207520000.1447174222./10153693021235238/?type=3&theater

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#GOPDebate: Zurück in die Zukunft

Jeb Bush hat sichtlich an Gewicht verloren. Körperlich wie politisch. Sein Wahlkampf hat bislang nicht an Fahrt aufgenommen. In Umfragen hält er sich in einstelligen Prozentbereichen auf, abgeschlagen auf die bislang führenden Trump und Dr. Carson.

Der einstige große Vorteil von Bush, eine dick gefüllte Wahlkampfkasse zu besitzen, hat sich zudem nahezu marginalisiert. Die Wahlkampforganisation musste umorganisiert, Kosten eingespart werden. Ein Familienrat wurde einberufen, alles sollte nun besser werden, drei Monate vor dem ersten Urnengang in Iowa.

Und so lastete der Druck auf die schmäler wirkenden Schultern von Jeb Bush am Abend der dritten republikanischen TV-Debatte. Nichts weniger als ein Befreiungsschlag wurde vom einstigen Gouverneur von Florida erwartet. Thema des Abends beim veranstaltenden Sender CNBC: „Dein Geld, Deine Entscheidung“ – Wirtschaftspolitik.

Doch über Wirtschaftspolitik ging es nur am Rande, zu inkompetent und einseitig agierten die CNBC-Moderatoren. Anstatt die Kandidaten über deren wirtschaftspolitischen Konzepte tiefgehend zu befragen, agierte das Moderatorenteam mit persönlichen Fragen á la „Warum sinken ihre Umfrageergebnisse“ (an Bush gerichtet) oder „Warum treten sie nicht zurück“ (Rubio). Ted Cruz nutzte diese Fragestellungen, um eine grundlegende Medienschelte zu betreiben – und bekam den größten Applaus des Abends.

Mit kritischem Journalismus hatten die Fragen wenig zu tun, vielmehr um Parteinahme gegen die republikanische Partei. Diese hat nun die Konsequenzen gezogen und NBC die Erlaubnis für die Austragung der neunten GOP-Debatte entzogen.

Nicht nur kam es zu wenig tiefgehenden politischen Auseinandersetzungen, auch kamen Republikaner selten in einen echten Schlagabtausch – von Duellen zwischen Kandidaten und Moderatoren abgesehen. Dennoch: Ein Rededuell zwischen zwei Republikanern sollte in Erinnerung bleiben – weit über den Abend hinaus.

Etwas mehr als 21 Minuten waren vergangen, als Jeb Bush mit einem Angriff auf seinen einstigen politischen Ziehsohn Marco Rubio ob dessen seltener Senats-Anwesenheit seit dessen Kandidatur in die Offensive ging. Eigentlich wäre es eine gute Chance für Jeb gewesen, zeigt doch beispielsweise Senator Rand Paul, der bisher lediglich ein Prozent aller Abstimmungen verpasste, dass eine Präsidentschaftskandidatur und das Amt des Senators miteinander zu vereinbaren sind.

Doch Marco Rubio spielte in dieser Situation sein gesamtes politisches Talent aus und blies zum Gegenangriff. Bush „greife ihn nur an“, so Rubio, „da ihm seine politischen Berater hierzu geraten hätten“. Er, Rubio, hingegen trete nicht gegen jemanden an, sondern stehe für seine Überzeugungen im Präsidentschaftswahlkampf ein.

Ein Duell, welches ungleicher nicht hätte sein können. Bush konnte Rubio nichts entgegensetzen, sollte sich von diesem Schlagabtausch nicht mehr erholen. Während Bush wie ein Relikt aus vergangenen Tagen wirkte und sich sichtlich unwohl fühlte, verkörperte Rubio die Zukunft. Einen besseren Auftritt hätte Rubio nicht haben können, unterstrich er in diesem Moment zudem sein Wahlkampfmotto „A New American Century“.

Schon zum Kampagnenstart hatte sich Rubio optimistisch bezüglich der Zukunft seines Landes geäußert und vergangene Polit-Dynastien offensiv und smart kritisiert. Ein Konzept, das Rubio bislang nahezu perfekt verinnerlicht und bei der dritten republikanischen Debatte einen ersten Punktsieg landen konnte.

Eine Strategie, die nicht nur gegen Bush, sondern auch bei einer möglichen general election gegen Hillary Clinton vielsprechend sein könnte. Bush jedenfalls muss sich von diesem Abend und der ihm erteilten Lektion erst einmal erholen. Viel Zeit bleibt ihm nicht, denn erste Spender ziehen sich aus Bushs Kampagne zurück und die nächste TV-Debatte steht kurz bevor (10.11.15).


Die republikanische CNBC-Debatte in voller Länge:

Werbespot von Ted Cruz mit seiner Medienkritik aus der Debatte:


DIE BESTEN ZITATE DES DEBATTENABENDS

The only reason I have an iPhone is cause I gave my number to Donald Trump. Don’t do that. (Lindsey Graham in der Vordebatte)

If you’re looking for good beer policy, I’m your best bet. My dad owned a bar. I know beer. (Lindsey Graham)

The No. 1 candidate says she was flat broke even though she spent eight years in the White House. The No. 2 guy went to the Soviet Union on his honeymoon and I don’t think he ever came back. (Lindsey Graham)

Are we really talking about getting the federal government involved in fantasy football? (Chris Christie)

I’m against anything that’s bad for my mother. (Marco Rubio)

You know the Democrats have the ultimate Super PAC, it’s called the mainstream media. (Marco Rubio)

Find me a Democrat that will cut $10 and I’ll give them a warm kiss. (Jeb Bush)


REDEZEITEN DER KANDIDATEN in der hauptdebatte (IN MIN.)

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alle Angaben ohne Gewähr


KANDIDATENBEURTEILUNG

Jeb Bush: Neben CNBC der Verlier des Abends. Marco Rubio konterte ihn gekonnt aus, zudem blieb Bush über die ganze Debatte hinweg blass

Dr. Ben Carson
: Gewohnt ruhige Performance

Chris Christie: Guter, engagierter Auftritt

Ted Cruz
: Guter, engagierter Aufritt

Carly Fiorina: Solide Vorstellung

Mike Huckabee
: Hatte in einer insgesamt durchschnittlichen Vorstellung auch kleine starke Momente

John Kasich
: Konnte im Verlauf der Debatte nicht an seinen starken Beginn anknüpfen

Rand Paul
: Blieb weitestgehend blass

Marco Rubio
: Konterte Jeb Bush gekonnt aus, staatsmännischer Auftritt, rhetorisch überzeugend – der Gewinner des Abends

Donald Trump
: Sprach mit seinem bislang „ruhigsten“ Auftritt insbesondere seine bisherigen Unterstützer an



Bildquelle: http://i2.cdn.turner.com/cnnnext/dam/assets/151028213203-marco-rubio-jeb-bush-cnbc-gop-debate-confrontation-senate-voting-rate-vstan-orig-00003329-full-169.jpg

Stimmungsbarometer 10/2015: Clinton schafft die Trendwende

Keine Frage, für Hillary Clinton war der Oktober der bislang erfolgreichste Monat ihrer Wahlkampagne. Zunächst konnte HRC bei der ersten demokratischen TV-Debatte punkten, dann erfreute sie sich zweier Konkurrenten weniger – Jim Webb und Lincoln Chafee zogen ihre Kandidaturen zurück. Vizepräsident Joe Biden gab zudem bekannt, erst gar nicht in den Vorwahlkampf einzusteigen. Den Benghazi-Untersuchungsausschuss überstand Clinton ebenso ohne großen Schaden. Diese Entwicklung spiegelt sich folgerichtig auch in den neuesten Umfragen wider.

Die Grundlage für das Stimmungsbarometer 10/15 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 10.10. und 25.10.2015. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr. (Grün/ Rot = Zum vorherigen Stimmungsbarometer an Prozentpunkten gewonnen/ verloren)


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Hillary Clinton hat die Trendwende geschafft und baut ihren Vorsprung in nationalen Umfragen auf Bernie Sanders erstmals wieder aus.

NATIONAL

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VORWAHL IOWA – TOP 3

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VORWAHL NEW HAMPSHIRE – TOP 3

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REPUBLIKANER

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Bei den Republikanern konnte Dr. Ben Carson seinen Rückstand in nationalen Umfragen auf Donald Trump verringern. In der letzten CBS-Umfrage kann Dr. Carson sogar vier Prozentpunkte mehr auf seinem Konto verbuchen, als Trump. Die Vorwahl in Iowa führt Dr. Carson erstmals an.

Die Verliererin des Monats ist Carly Fiorina, die sechs Prozentpunkte im Vergleich zum letzten Stimmungsbarometer verloren hat.

NATIONAL

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VORWAHL IOWA – TOP 3

GOPIowa1015

VORWAHL NEW HAMPSHIRE – TOP 3

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GENERAL ELECTION – HILLARY CLINTON VS. TOP 3 DER GOP

Bei möglichen Duellen in der general election zwischen Hillary Clinton und den derzeit in nationalen Umfragen führenden Republikanern sieht es weiterhin nach einem engen Rennen aus – sieht man vom Vergleich zwischen Dr. Carson und HRC ab.

Nachfolgend der Vergleich zwischen Hillary und den derzeit führenden Republikanern:

CLINTON VS. TRUMP

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CLINTON VS. DR. CARSON

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CLINTON VS. Rubio

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Stimmungsbarometer 9/15: Politische Außenseiter dominieren das GOP-Rennen

Nachdem der Vorwahlkampf mit dem Besuch von Papst Franziskus im US-Kongress für einen Moment inne gehalten hat, wird nun der heiße Herbst eingeläutet. Im Oktober findet nicht nur die dritte republikanische TV-Debatte statt, sondern auch Hillary Clinton, Bernie Sanders & Co. müssen sich erstmals miteinander messen. Ob Vizepräsident Joe Biden an der ersten demokratischen Debatte teilnehmen wird, ist weiterhin fraglich.

Die Grundlage für das Stimmungsbarometer 9/15 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 26.08. und 22.09.2015. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr. (Grün/ Rot = Zum vorherigen Stimmungsbarometer an Prozentpunkten gewonnen/ verloren)


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Hillary Clintons Vorsprung auf Bernie Sanders und Joe Biden ist auch in diesem Monat weiter geschmolzen. Im wichtigen Vorwahlstaat New Hampshire liegt Sanders mittlerweile sogar in Führung. Ob Hillary mit ihrer neuen Strategie, mehr TV-Auftritte und mehr Menschlichkeit zu zeigen, eine Trendwende einleiten kann?

NATIONAL

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VORWAHL IOWA – TOP 3

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VORWAHL NEW HAMPSHIRE – TOP 3

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REPUBLIKANER

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Das republikanische Bewerberfeld wird derzeit von politischen Außenseitern bestimmt. Mit dem Immobilienmogul Donald Trump, dem Neurochirurg Dr.
Ben Carson
und der ehemaligen CEO von HP, Carly Fiorina, haben sich gleich drei politische Neulinge an die Spitze der Republikaner gesetzt.

NATIONAL

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Rick Perry und Scott Walker haben ihre Kandidaturen zurückgezogen.

VORWAHL IOWA – TOP 3

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VORWAHL NEW HAMPSHIRE – TOP 3

GOPNH915


GENERAL ELECTION – HILLARY CLINTON VS. TOP 3 DER GOP

Auch bei möglichen Duellen in der general election zwischen Hillary Clinton und den derzeit in nationalen Umfragen führenden Republikanern muss die Demokratin an Prozentpunkten einbüßen. Zwar liegt sie gegenüber Trump und Fiorina weiterhin in Front. Den Vergleich mit Dr. Carson würde Hillary aktuell jedoch knapp verlieren.

Nachfolgend der Vergleich zwischen Hillary und den derzeit führenden Republikanern:

CLINTON VS. TRUMP

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CLINTON VS. Dr. Carson

ClintonCarson915

CLINTON VS. Fiorina

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#GOPDebate: Fiorina zählt Trump an

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In Kooperation mit Bildmaterial von CNN International

Rund um die zweite Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber schwebte der Geist von Ronald Reagan, dem Säulenheiligen aller US-Konservativen. Wie könnte es auch anders sein, fand das Aufeinandertreffen doch  in der Ronald Reagan Presidential Library in Simi Valley, Kalifornien, statt.

Doch beim Wettstreit um die Nachfolge des 40. Präsidenten wurde Reagans geistlicher Nachlass schon im Vorfeld von dessen Nachfahren wenig Beachtung geschenkt. Als elftes Gebot ging Reagans „Du sollst nicht schlecht über deine republikanischen Parteifreunde reden“ in die Geschichte ein.

Doch spätestens seit dem Einstieg von Donald Trump ist von diesem Rat in der republikanischen Partei wenig zu spüren. Zumal sich dieser Eindruck verstärkt, nachdem Jeb Bush, Bobby Jindal und Co. in den vergangenen Wochen zum Gegenangriff übergegangen sind.

Und wie könnte es anders sein sahen 22,9 Millionen Amerikaner, eine Rekordeinschaltquote für CNN, zum Auftakt eine Attacke von Trump auf Paul. Der Multi-Milliardär stellte in herablassender Art die Anwesenheit von Paul bei der Hauptdebatte auf Grund derzeitiger schlechter Umfragewerte in Frage. Doch überraschenderweise sollte dies eine der wenigen Offensivaktionen von Trump werden.

SIMI VALLEY, CA - SEPT 15: The CNN Republican Candidate Debate at the Reagan Presidential Library on September 16, 2015. Jake Tapper will be the moderator for the CNN Republican Presidential Candidate Debate from the Library on the 17th.

Carly Fiorina überzeugte mit smarten Angriffen auf Donald Trump

Zum ersten Mal im noch frühen Vorwahlkampf geriet Donald in die Defensive. Insbesondere Jeb Bush und Carly Fiorina setzten Attacken auf den derzeit in nationalen Umfragen führenden Republikaner. Fiorina, die nach ihrem starken Auftritt bei der ersten Debatte erstmals bei der Hauptdebatte teilnehmen durfte, genoss den größten Applaus des Publikums.

Mit smart gestalteten Angriffen auf Trump und detaillierten Antworten konnte sich die ehemalige CEO von Hewlett-Packard von den restlichen Kandidaten absetzen. Spannend wird zu sehen sein, ob sich ihr positiver Auftritt auch in den Umfragen widerspiegeln wird.

Einen Aufschwung erhofft sich auch Lindsey Graham, der die kleine Debatte der in nationalen Umfragen zwölf bis 15 platzierten Republikaner dominierte. Im Gegensatz zu seinem blutleeren Auftritt bei der ersten TV-Debatte überzeugte Graham diesmal durch seinen ausgewiesenen Humor und Argumenten, die außenpolitische Falken wie auch das Establishment ansprechen dürften.

SIMI VALLEY, CA - SEPT 15: The CNN Republican Candidate Debate at the Reagan Presidential Library on September 16, 2015. Jake Tapper will be the moderator for the CNN Republican Presidential Candidate Debate from the Library on the 17th.

Marco Rubio (dritter von links) mit einem souveränen Auftritt

Weniger humorvolle Zeiten sieht sich der Gouverneur von Wisconsin, Scott Walker, gegenüber. Einst galt er als großer Mitfavorit auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur, sind in den letzten Wochen seine Umfragewerte stark gesunken. Ein enttäuschender Auftritt bei der Hauptdebatte, garniert mit der kürzesten Redezeit, werden seine Kampagne vor weiteren, vielleicht sogar unüberwindbaren, Herausforderungen stellen.

Anders stellte sich ein weiterer Hoffnungsträger dar: Marco Rubio. Überzeugte der junge Senator aus Florida schon in der ersten Debatte, konnte er nun auch in Kalifornien an seine souveräne Leistung anknüpfen. Schlussendlich werden von der zweiten GOP-Debatte neben einer lebendigen Diskussion die vielseitigen Angriffe auf Donald Trump in Erinnerung bleiben.

Dementsprechend wurde einerseits Trumps wenig tiefgründiger politischer Sachverstand mehrmals auf die Probe gestellt. Andererseits wurde der Immobilien-Mogul mit seinen eigenen Waffen geschlagen, indem Trumps Kritik an Kandidaten im Vorfeld der Debatte nun – vorwiegend von Bush und Fiorina – perfekt gekontert wurde.

SIMI VALLEY, CA - SEPT 15: The CNN Republican Candidate Debate at the Reagan Presidential Library on September 16, 2015. Jake Tapper will be the moderator for the CNN Republican Presidential Candidate Debate from the Library on the 17th.

Spannendes Duell: Donald Trump gegen Jeb Bush

So auch am Ende der Debatte, als sich die Kandidaten einen möglichen Codenamen beim Secret Service geben sollten. Bush nutzte diese Chance geschickt und ritt eine letzte Attacke auf Trump: „Mein Codename wäre Ever-ready [Immer-bereit], das ist sehr viel Energie, Donald“. Eine Anspielung auf Trumps Aussage, dass Bush energielos sei.

Trump reagierte souverän, lächelte und bot Bush einen Handschlag an. Jeb nahm dieses Angebot an und schlug – kräftig – ein. Der Geist von Ronald Reagan schien doch noch in die Präsidentenbibliothek eingekehrt zu sein. Oder war es von Seiten Bushs doch nur der Gedanke, dass die Entzauberung des Donald Trump an diesem Abend begonnen hatte?



Die besten Zitate des Debattenabends

Forty years ago I smoked marijuana, and I admit it. (Jeb Bush)

The marijuana that kids are smoking today is not the same as the marijuana that Jeb Bush smoked 40 years ago. (Carly Fiorina)

Your brother gave us Barack Obama. (Donald Trump zu Jeb Bush)

There will always be a Bush or Clinton for you if you want to go back to war in Iraq. (Rand Paul)

I think women all over this country heard very clearly what Mr. Trump said. (Carly Fiorina als Antwort auf Trumps sexistischen Kommentar über ihr Aussehen vor der Debatte)

One, thanks, CNN, for having people at this debate (Lindsey Graham; bei FOX News mussten die schlechterplatzierten Kandidaten ohne Publikum diskutieren)

I wasn’t the best law student. By the end of this debate it’d be the most time I’d spent in any library. (Lindsey Graham; die Debatte fand in Ronald Reagans Präsidentenbibliothek statt)

In my world, Hispanics are Americans. (Lindsey Graham)

That’s the first thing I’m going to do as president: We’re gonna drink more. (Lindsey Graham)


REDEZEITEN DER KANDIDATEN IN DER HAUPTDEBATTE (IN MIN.)

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alle Angaben ohne Gewähr


KANDIDATENBEURTEILUNG

Jeb Bush: Hatte zweifelsohne starke Momente, jedoch auch eine länger Schwächephase in der Mitte der Debatte

Dr. Ben Carson
: Gewohnt ruhiger, souveräner Auftritt

Chris Christie: Leidenschaftlich

Ted Cruz
: Eher unauffällig

Carly Fiorina: Souverän, mit smarten Angriffen auf Donald Trump

Mike Huckabee
: Wenig Redezeit, eher unauffällig

John Kasich
: Wenig Redezeit, eher unauffällig

Rand Paul
: Wenig Redezeit, hatte es schwer sich in die Debatten mit einzubringen

Marco Rubio
: Staatsmännisch, rhetorisch überzeugend, hielt sich aus persönlichen Angriffen gegenüber seinen Mitbewerbern heraus

Donald Trump
: Befand sich überwiegend in der Defensive, wenig inhaltliche Tiefe, schwieg zwischenzeitlich für 37 (!) Minuten

Scott Walker
: Enttäuschender, unauffälliger Auftritt


SIMI VALLEY, CA - SEPT 15: The CNN Republican Candidate Debate at the Reagan Presidential Library on September 16, 2015. Jake Tapper will be the moderator for the CNN Republican Presidential Candidate Debate from the Library on the 17th.

Arnold Schwarzenegger, ehemaliger Gouverneur von Kalifornien, gehörte zu den Gästen


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