#Blog1600Penn Update: Adventsstimmung im Weißen Haus

#Blog1600Penn bringt euch über die wichtigsten Ereignisse rund um US-amerikanische Politik der vergangenen Wochen auf den aktuellen Stand:

Trump spendet Gehalt an Drogenbekämpfung

Das Präsidentengehalt für das dritte Quartal 2017 hat Präsident Trump an die Bekämpfung von Drogenabhängigkeit gespendet.

Weißes Haus in Adventsstimmung

Das Weiße Haus hat sich für die Adventszeit herausgeputzt. Die Präsidentenfamilie nahm an der traditionellen  ersten Beleuchtung des Christbaums teil:

Trump verbreitet rechtsextreme Inhalte

Die Tweets von Präsident Trump sorgen seit jeher für Aufsehen. Oftmals wird sich zu leichtfertig aufgeregt, so dass ernstzunehmende Skandale untergehen. Dass Präsident Trump Videos von der britischen rechtsextremen Politikerin Jayda Fransen geteilt hat, wäre solch einer tiefgründigeren Diskussion zu unterziehen.

USA begehen Thanksgiving

Das Erntedankfest ist in den USA eines der beliebtesten Feiertage. Präsident Trump begnadigte zudem in einer schon seit 70 Jahren bestehenden Tradition einen Truthahn.

Steuerreform nimmt erste Hürde

Die größte Steuerreform seit Präsident Reagan hat die erste Hürde genommen. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 227 zu 205 Stimmen für den Reformvorschlag der Republikaner.

Leseempfehlung: „Kampagnenseite der Republikaner zur Steuerreform“ (GOP)

Trump setzt sich erfolgreich für gefangene US-Amerikaner ein

Die UCLA Basketballspieler LiAngelo Ball, Cody Riley und Jalen Hill wurden aus ihrer chinesischen Gefangenschaft entlassen. Kurz zuvor hatte sich Präsident Trump bei Chinas Staatspräsident Xi für deren Haftentlassung stark gemacht. Die drei US-Amerikaner wurden der Entwendung von Sonnenbrillen in Hangzhou beschuldigt.

Azar soll Gesundheitsminister werden

Der 50-jährige Pharmamanager und ehemalige stellvertretende Gesundheitsminister unter Präsident George W. Bush, Alex Azar II, wurde von Präsident Trump als neuer Gesundheitsminister nominiert. Er würde auf den zurückgetretenen Tom Price folgen.

Wahlsiege für Demokraten

Mit ihrem besten Wahlabend (exklusive Präsidentschaftswahlen) seit 2006 konnten Demokraten unter anderem wichtige Erfolge bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey verbuchen. Ralph Northam wird der neue Gouverneur von Virginia und Philip D. Murphy, von 2009 bis 2013 US-Botschafter in Deutschland, beerbt den Republikaner Chris Christie im Garden State.

Leseempfehlung: „Denkzettel für Trump“ (Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit)


Leseempfehlung

„Trumps Amtsenthebung wäre Pyrrhussieg“ (HuffPost Deutschland)
„Sean Spicer: After Trump’s year 1, GOP poised to dominate again in 2018“ (The Hill)
„Mike Pence: It has been a year of accomplishments“ (USA Today)
„Bernie Sanders: „How to Fix the Democratic Party“ (Politico)
„The Secret Correspondence Between Donald Trump Jr. and WikiLeaks“ (The Atlantic)


Buchempfehlung

„The Last Republicans: Inside the Extraordinary Relationship Between George H.W. Bush and George W. Bush“ (Mark K. Updegrove)

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Gelingt der große Steuerreformwurf?

Die letzte große Steuerreform in den Vereinigten Staaten geht auf Präsident Ronald Reagan in den 1980er Jahren zurück. Eine Anpassung an die Begebenheiten des 21. Jahrhunderts sind somit gegeben.

Insbesondere die republikanische Partei arbeitet seit langem an einer Modernisierung des Steuerrechts. Präsident Donald Trump und Speaker Paul Ryan haben nun ihre Pläne vorgestellt.

Diese beinhalten unter anderem Steuerkürzungen für die Mittelklasse und Kleinunternehmer, Vereinfachung des Steuersystems sowie Abbau von Regulierungen. Über die Finanzierbarkeit lassen die Vorschläge jedoch noch Fragen offen. Im Gegensatz zur Gesundheitsreform stehen Präsident sowie Republikaner im Repräsentantenhaus und im Senat hinter dem Vorhaben.

Leseempfehlung: „Six Charts That Help Explain the Republican Tax Plan“ (New York Times)

Die Rede von Präsident Trump zu seinen Steuerreformplänen:

Statement von Speaker Ryan:


Bildquelle: http://bit.ly/2hACU5o

Donald Trump – Ein Verrückter im Weißen Haus?

Die Berichterstattung über Donald Trump vermittelt oft den Eindruck, mit dem Unternehmer sei ein Wahnsinniger US-Präsident geworden. Ein Blick in die Geschichte und hinter die Kulissen verrät jedoch, dass er und seine Regierung durchaus rational agieren#Blog1600Penn mit einem Beitrag zur Präsidentschaft Trumps im renommierten politischen Magazin Cicero:

Ein Selbstdarsteller mit Schauspielerfahrung ist US-Präsident. Ausgestattet ist er mit einer ausgeprägten Dickköpfigkeit und einem Anti-Intellektualismus. Seine scharfen Worte an ausländische Mächte und seine sicherheitspolitischen Entscheidungen animieren Menschen weltweit zu Demonstrationen. Unter dieser Konstellation mutete es als eine Provokation an, dass der Präsident 345 Tage seiner Amtszeit in seinem Privatanwesen Rancho del Cielo verbrachte.

Auf Cicero Online weiterlesen…


Bildquelle: http://bit.ly/2wOy2jB

Mar-a-Lago – Das Southern White House

Rund 2540 National Historic Landmarks zieren die Vereinigten Staaten von Amerika. Stätten, die vom Innenministerium als bedeutend, zum Beispiel auf Grund ihrer Geschichte oder Wirkens eines Landsmannes, eingestuft wurden.

Das derzeit wohl berühmteste National Historic Landmark stellt Mar-a-Lago dar. Schon seit 1927 ist es mit seinem 35.000 m² großem Grundstück, 10.000 m² umfassendem Gebäude und mit 118 Zimmern ein herrschaftliches Domizil im spanischen Stil in Palm Beach, Florida.

Seiner Berühmtheit hat Mar-a-Lago jedoch nicht  alleine seiner Größe und prächtigen Lage zu verdanken. Vielmehr ist es der Besitzer Donald Trump, der dem Anwesen zu – neuer – Bekanntheit verholfen hat.

Abe und Trump in Mar-a-Lago.

Einst Ende der 1920er Jahre für die Cornflakes-Erbin Marjorie Merriweather Post erbaut, erwarb 1985 der Immobilienmogul Donald Trump das Anwesen. Wie mit erworbenen Immobilien typisch für Trump ließ er Mar-a-Lago aufwendig renovieren. Ein Luxusanwesen samt Privatclub, Aufnahmegebühr $200.000, und hochwertiger Golfanlage, Aufnahmegebühr $1 Million, entstand.

Als US-Präsident verbrachte Trump schon einige Wochenenden in Mar-a-Lago. Weltweites Interesse auf Trumps Domizil im Sunshine State wurde zudem durch hochrangige Gäste, wie dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping oder Japans Premierminister Shinzo Abe, gelegt.

Was für Bundeskanzler Helmut Kohl der Bungalow in Oggersheim, für Ronald Reagan Rancho del Cielo in Kalifornien war, ist für Donald Trump nun Mar-a-Lago: Ein heimischer Ort zum besseren Kennenlernen von ausländischen Spitzenpolitikern.

Damit erfüllt sich für die Cornflakes-Erbin, die nach ihrem Ableben 1973 Mar-a-Lago an den Staat übertragen ließ, doch noch ein letzter Wunsch: Mit mehr als vier Jahrzehnten Verspätung entwickelt sich Mar-a-Lago zu einem Southern White House.


Mar-a-Lago. (c) maralagoclub.com


Bildquelle: a.abcnews.com/images/Politics/GTY_mar_a_lago_as_160920_12x5_1600.jpg