KANDIDATUR VERKÜNDET: Chris CHRISTIE (R)

Im Oktober 2012 erlebte New Jersey den schlimmsten Hurrikan seiner Geschichte. Der republikanische Gouverneur Chris Christie reagierte umgehend mit Hilfsmaßnahmen für die insbesondere an der Atlantikküste betroffenen Einwohner und sprach seiner Bevölkerung vor Ort Mut zu.

Christie konnte in dieser Tragödie seine größten Talente ausspielen: Bürgernähe und Direktheit. Folglich tangierte ihm auch die innerparteiliche Kritik wenig, als er sich kurz vor der Präsidentschaftswahl mit dem Demokraten Obama im Zerstörungsgebiet zeigte und den Präsidenten für dessen Hilfe lobte.

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Das TIME Magazine sah 2013 in Christie die Zukunft der GOP

Chris Christies Popularitätswerte stiegen, seine Gouverneurswiederwahl im Jahr 2013 avancierte zu einem Erdrutschsieg. Dass 60,3% der wählenden New Jerseyans dem moderaten Republikaner ihre Stimme gaben ist umso bemerkenswerter auf Grund der Tatsache, dass der Garden State ein sogenannter „blauer“ Staat ist, also bei (Präsidenschafts-)Wahlen seit Jahrzehnten die Kandidaten der demokratischen Partei unterstützt werden.

Christie bringt also eine wichtige Komponente für das Präsidentenamt mit sich: in Zeiten der zunehmenden Polarisierung zwischen Demokraten und Republikanern hat der 52-jährige das Talent überparteilich zu agieren – in Trenton hat er es  zudem mit einer demokratischen Parlamentsmehrheit zu tun.

Doch die Zeichen stehen für Chris Christie wieder einmal auf Sturm. Diverse Skandale haben den Höhenflug des Katholiken zunächst einmal gestoppt. Als Exempel ist vor diesem Hintergrund die Schließung von mehreren Fahrstreifen der Washington Gate Bridge nach New York City aus politischen Gründen zu nennen, die von engen Christie Mitarbeitern (ohne dessen Wissen) veranlasst wurde. Ein Megastau ereignete sich – ein Skandal, der noch heute hohe Wellen schlägt.

Hinzu kommen für Christie unerfreuliche politische Entwicklungen in seinem Heimatstaat. Christies Bildungspolitik ist umstritten, die Wirtschaft wächst im US-amerikanischen Vergleich unterdurchschnittlich und die Armutsrate ist von 9,4% in 2009 auf 11,4% in 2013 angewachsen.

Letztere Entwicklung ist sicherlich eine Nachwirkung von Hurrikan Sandy. Nichts desto trotz sind Christies Beliebtheitswerte auf einem Tiefststand angelangt: Nur noch 30 Prozent der Bevölkerung stimmen seiner Politik zu. Dem gegenüber stehen 55 Prozent Ablehnung.

Christies politische Zustimmungswerte mögen im Keller sein. Doch seine persönlichen Werte geben dem Vater von vier Kindern Hoffnung: 47 Prozent, und damit die Mehrheit, der New Jerseyans finden ihren Gouverneur weiterhin sympathisch.

Telling It Like It Is. (Wahlkampfmotto)

Ein Hoffnungsschimmer für den langen Wahlkampf, ist Christie doch als starker und bürgernaher Wahlkämpfer bekannt. Kaum jemand liebt Town Hall Meetings mehr als Christie. Er wird versuchen einen persönlichen Kontakt zur Wählerschaft aufzubauen und durch seine direkte Art Probleme ansprechen, die sich kein anderer Mitbewerber zu sagen traut.

Die erste erfolgreiche Kontaktaufnahme ist Christie in seiner ehemaligen High School in Livingston, NJ, schon gelungen. Dort war er einst Klassensprecher und hat nun mit einer rhetorisch brillanten Rede seine Bewerbung zur republikanischen Präsidentschaftkandidatur offiziell verkündet.


Offizielle Verkündung der Kandidatur von Chris Christie:

Erster Wahlwerbespot:


Website: www.chrischristie.com
Facebook: facebook.com/govchristie?fref=ts
Twitter: twitter.com/GovChristie


 


Kommentare

8 Antworten zu „KANDIDATUR VERKÜNDET: Chris CHRISTIE (R)“

  1. […] Zustimmungsquote liegt bei starken 60%. Seine Mitkonkurrenten Jindal (Gouverneur von Louisiana), Christie (New Jersey) oder Walker (Wisconsin) können hiervon nur […]

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  2. […] einzigen weiteren verbalen Schlagabtausch gab es zwischen Chris Christie und Rand Paul. Keine Überraschung, dauern ihre Streitigkeiten insbesondere in […]

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  3. […] Chris Christie ist hierbei zu nennen. Der Gouverneur von New Jersey ist für seine direkte Art und für die deutliche Aussprache von unbequemen Nachrichten bekannt. Folgerichtig lautet Christies Wahlkampfmotto “Telling It Like It Is“, frei übersetzt als “so sagen, wie es ist”. […]

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  4. […] Chris Christie einen starken Auftritt bei der dritten Debatte, konnte der Gouverneur an diesen Erfolg kurz danach […]

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  5. […] übernommen. Bei den Kandidaten des Establishments ist derzeit Marco Rubio am besten platziert. Chris Christie holt insbesondere in New Hampshire weiter […]

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  6. […] hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sich Chris Christie mehr in New Hampshire aufhält als in seinem Heimatstaat New Jersey, in dem er immerhin auch noch […]

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  7. […] auch Chris Christie wird vom “Conservative Solutions PAC” nicht […]

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  8. […] New Hampshire über das Schicksal der Moderaten. Marco Rubio, John Kasich, Jeb Bush und Chris Christie – am Ende kann nur eine Kampagne […]

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