Auch US-Politiker sind nur Football-Fans

I_3067573n der Nacht von Sonntag auf Montag steigt in den USA wieder das größte Einzelsportereignis des Planeten: It’s time for Super Bowl LI! In Houston, Texas, treffen die New England Patriots um Quarterback-Legende Tom Brady auf die Atlanta Falcons und Matt Ryan.large

SAT.1 überträgt das Mega-Event am 05. Februar 2017 live ab 22:55 Uhr.
Die Countdown-Show beginnt schon um 20:15 Uhr auf ProSieben MAXX.

Als US-Sportart Nummer 1 sind folglich auch viele namhafte Politiker von American Football begeistert. #Blog1600Penn hat euch Beispiele zusammengestellt:

Speaker Paul Ryan – Fan der Green Bay Packers

Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, stammt nicht nur aus Wisconsin, sondern ist auch noch leidenschaftlicher Anhänger des Teams seines Heimatstaates, der Green Bay Packers. Ryans Kinder sind ebenso mit den „Cheeseheads“ infiziert.

Gouverneur Chris Christie – Fan der Dallas Cowboys

Chris Christie ist zwar Gouverneur des Ostküstenstaates New Jersey. Sein Football-Herz schlägt jedoch für das texanische Team der Dallas Cowboys.

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Senator Al Franken – Fan der Minnesota Vikings

Der demokratische U.S. Senator aus Minnesota, Al Franken, ist Fan der Vikings (rechts im Bild).

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Präsident Donald Trump – Sympathisant der New England Patriots

Trump hat zwar keine ganz so große Football-Leidenschaft wie Paul Ryan oder Chris Christie. Eine gewisse Nähe zum Super Bowl Teilnehmer der New England Patriots, dem Besitzer Robert Kraft (rechts im Bild) und Quarterback Tom Brady wird ihm dennoch nachgesagt.

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Politische Werbespots beim Super Bowl 2017

Werbespots beim Super Bowl sind legendär. In diesem Jahr nehmen Firmen auch indirekt politisch Stellung. Die Spots von Budweiser und 84 Lumber haben Einwanderung zum Thema, Audi hat sich Gleichberechtigung vorgenommen.


Bildquellen:
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Republikanischer Parteitag: Trumps Familienshow

13754177_1071380552898896_2908935413291779463_n100.000 Luftballons. 50.000 Besucher in und um der Quicken Loans Arena in Cleveland, Ohio. 15.000 akkreditierte Journalisten. 2.470 Delegierte. Ein von der republikanischen Partei offiziell nominierter Kandidat. Am Ende des viertägigen Parteitages gaben die Republikaner ein geeintes, harmonisches Bild ab.

Doch der Schein trog. Zahlreiche republikanische Ex-Präsidenten und -Kandidaten nahmen erst gar nicht am Parteitag teil. Selbst der gastgebende republikanische Gouverneur von Ohio, John Kasich, blieb der Veranstaltung fern.

Donald Trump versprach ein Spektakel. Unterhaltsam wurde es auf jeden Fall. Die #Blog1600Penn-Nachlese zu den denkwürdigsten Ereignissen:

Tag 1 – Make America Safe Again oder: Melanias Plagiat

Nachdem die Anti-Trump-Bewegung zu Beginn zwei Abstimmungen über die Regeln des Parteitages verlor und es zu kurzzeitigen Aufständen in der Arena kam, richteten sich die Augen schnell auf den Mann, der die republikanische Partei veränderte, wie kaum jemand zuvor: Donald Trump.

Entgegen der Tradition trat der Kandidat schon am ersten Tag auf. In Manier eines Wrestling-Champions betrat Trump zu den Klängen von „We Are The Champions“ die Bühne, um die Rede seiner Ehefrau Melania anzukündigen.

12342802_940117956025157_8444226116078445457_nMelania, geboren in Slowenien, erzählte von ihren Eltern, ihrer Arbeit in der Modeindustrie und ihren Träumen, die sie in den USA – auch durch und mit Donald Trump – erfüllen konnte. Die Rede erhielt positive Resonanzen – bis bekannt wurde, dass Teile des Textes mit Michelle Obamas Rede aus dem Jahr 2008 nahezu identisch sind.

Für dieses Desaster zeichnete sich die Redenschreiberin der Trump Organization, Meredith McIver, mitverantwortlich und bot Donald Trump ihren Rücktritt an. Dieser lehnte ab mit den Worten: „Menschen machen Fehler. Wir lernen daraus und gehen gestärkt hervor.“

Freilich wurde nahezu ausschließlich über die Plagiatsaffäre berichtet. Dabei geriet die emotionale Rede von Patricia Smith, Mutter des beim Terroranschlag auf das US-Konsulat in Benghazi ermordeten Diplomaten Sean Smith, in den Hintergrund.

Die Geschichte über Sean Smith rührte viele Personen zu Tränen. Neben Melania nahm auch Donald Trump selbst Aufmerksamkeit von dieser Rede. Als Patricia Smith das Rednerpult betrat, war Trump zu Gast in der TV-Show von Bill O’Reilly.

Tag 2 – Make America Work Again oder: Trumps Nominierung

8d36068c-701a-44db-ac69-a144935d1472Der zweite Tag wurde von der Stimmabgabe der Delegierten bestimmt. Donald Trump Jr. verkündete die Stimmen des Staates New York und brachte damit seinem Vater die absolute Mehrheit ein.

Es sollte nicht der einzige Auftritt des Sohnes mit dem gleichen Namen wie der republikanische Präsidentschaftskandidat sein. In einer knapp 15-minütigen Ansprache sang der Junior eine Lobeshymne auf seinen Vater.

Er veränderte die Skyline von New York.
(Donald Trump Jr. über seinen Vater)

Der Immobilienmogul sei ein Mann, der Potentiale in Menschen sieht, „die sie teils selbst nicht sehen“. Generell sei Trump eine Person der Basis, der sich nicht hinter seinem Schreibtisch versteckt.

Der aktuell einflussreichste Republikaner, da Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, nannte den Namen des Präsidentschaftskandidaten im Gegensatz zu seinem Vorredner kaum. Ryan, vor vier Jahren selbst noch VP-Kandidat, warb um seine konservative Agenda im Kongress: „Es ist ein Wettbewerb um Ideen.“

Nicht ganz so positiv war der Auftritt des Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie. Er benutzte seine Rede zur Anklage gegen Hillary Clinton – und ließ damit die Arena zum kochen bringen.

Clinton nannte Assad einen Reformer. Jetzt sind 400.000 Menschen tot.
(Chris Christie)

Christie nannte die „Anklagepunkte“ Libyen, ISIS, Al-Kaida, zu hohe Staatsausgaben, Syrien, Iran, Russland, Kuba und die eMail-Affäre. Das Publikum war sich bei jedem einzelnen Punkt einig und schrie lautstark: „Sperrt sie ein!“

Tag 3 – Make America First Again oder: Die Cruz-Revolte

Den Höhepunkt des dritten Tages in Cleveland sollte der Auftritt des VP-Kandidaten Mike Pence darstellen. Und in der Tat: In einer humorvollen Rede stellte sich der Gouverneur von Indiana selbst und seine Familie vor, erzählte von seinen Anfängen als Demokrat bis hin zum Anhänger von Ronald Reagan.

Also wer mich nicht kennt – und es sind die meisten von euch. (Mike Pence)

Attacken auf Clinton blieben ebenso wenig aus wie Werbung für Trump: „Er gibt nie auf.“ Doch die Hauptrede des Mittwochs sollte von Ted Cruz überschattet werden. Zur Erinnerung: Cruz lieferte sich mit Trump nicht nur einen erbarmungslosen Vorwahlkampf – der Senator machte auch immer wieder deutlich den Immobilienmogul nicht zu unterstützen.

Trump lud Cruz dennoch als Redner zum Parteitag ein. Und der Texaner nannte Trump nur einmal beim Namen, als er ihm zur Nominierung gratulierte. Cruz nutzte die Bühne um in seiner gewohnten Art in eine Anekdote verpackt für seine Prinzipien des Konservatismus, dem Kampf für die Freiheit und für die Verfassung ergo die Werte und Prinzipien der USA zu werben.

Kurz vor Ende der Redezeit wurde das Publikum sichtlich nervös. Sprechchöre à la „unterstütze Trump“ wurden laut. Würde Cruz Trump doch noch seine Unterstützung zuteil werden lassen? Im Gegenteil. Cruz rief die Amerikaner dazu auf im November nach ihrem Gewissen abzustimmen. Eine Wahlempfehlung zugunsten des republikanischen Parteikollegen sieht anders aus.

Die Arenagäste reagierten mit einem Pfeifkonzert. Cruz winkte unberührt dem Publikum zu und verließ das Podium. Wohlwissend, dass er sich schon jetzt für die Präsidentschaftswahl 2020 klar positioniert hat. Verliert Trump gegen Clinton, ist Senator Cruz der große Favorit auf die nächste republikanische Kandidatur.

Tag 4 – Make America One Again oder: Trumps finale Familienshow

Schadensbegrenzung hieß das inoffizielle Motto des letzten Tages. Bevor Trumps größter Joker, seine talentierte Tochter Ivanka, und er selbst die Bühne betraten, hatte der Mitgründer von Pay Pal, der deutschstämmige Peter Thiel einen kurzen, aber denkwürdigen Auftritt.

Ich bin stolz, schwul zu sein. Ich bin stolz, Republikaner zu sein. Ich bin stolz, Amerikaner zu sein. (Peter Thiel)

Worte, die auf einer republikanischen Veranstaltung eigentlich undenkbar sind. Und der erklingende Applaus noch weniger. Trump hat mit Thiel nicht nur einen der ansonsten wenigen republikanischen Unterstützer aus dem Silicon Valley für sich gewinnen können.

Ivanka Trump

Ivanka Trump

Ebenso versucht Trump offensichtlich ernsthaft die LGBT-Community teils für sich zu überzeugen. Schon nach dem Terroranschlag auf den homosexuellen Nachtclub in Orlando sprach Trump davon die Rechte der LGBT-Gemeinde verteidigen zu wollen.

Thiels Rede war nur der Anfang ungewöhnlicher – republikanischer – Parteitagsreden an diesem Tag. Denn Ivanka Trump verzauberte Cleveland nicht nur mit einer charmanten überparteilichen Rede. Auch überraschte sie mit progressiven Aussagen, die ebenso bei Demokraten hätten Applaus gefunden.

She does the princess thing very well, and she’s immensely close with my father
(Eric Trump über seine Schwester Ivanka)

Dem positiven, warmherzigen Auftritt von Ivanka folgte von Donald Trump eine der pessimistischsten Reden, welche die USA wohl je gesehen hatten. Trump malte ein Bild von Gewalt und Chaos im In- und Ausland. Diese Entwicklung könne nur von einer einzigen Person aufgehalten werden: ihm selbst.

Trumps Wahlkampftaktik wurde in seiner 76-minütigen Rede (Rekord!) einmal mehr deutlich: Er versucht die weiße Arbeiterschaft für sich zu mobilisieren. Es könnte die letzte Wahl sein, in dem diese Taktik – theoretisch – aufgehen könnte. Die weiße Mehrheit wandelt sich in eine Minderheit. Trump spielt sprichwörtlich mit dem Feuer. Einmal mehr.

Demokratischer Parteitag nächste Woche

Die Nominierungsparteitage der beiden großen Parteien sind das Megaspektakel des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes. An diesen Tagen wird der Hauptwahlkampf de facto offiziell eröffnet.  Nach dem republikanischen Parteitag ist vor der demokratischen Nominierungsveranstaltung.

Auf Hillary Clinton und Tim Kaine richten sich die Blicke vom 25. bis 28. Juli. 100.000 Luftballons werden auch bei den Demokraten mit von der Partie sein. Auch mehr innerparteiliche Geschlossenheit als bei Trumps Familienshow?


Ich bin bei euch. Ich werde für euch kämpfen. Und ich werde für euch gewinnen. Wir werden Amerika wieder stark machen. Wir werden Amerika wieder stolz machen. Wir werden Amerika wieder sicher machen. Wir werden Amerika wieder groß machen. Gott segne euch. Ich liebe euch. (Donald Trump am Ende seiner Rede)


Videos zu den wichtigsten Reden des Parteitages

Bildquellen: http://a.abcnews.com/images/Politics/gty_trump_rnc_18_er_160721_12x5_1600.jpg
https://www.facebook.com/GOPconvention

Pence gewinnt Trumps „The Apprentice – VP-Edition“

„The Apprentice“, auf Deutsch „Der Lehrling“, ist eine der erfolgreichsten US-amerikanischen Reality-TV-Shows. In einer Art mehrwöchigem Vorstellungsgespräch werben die Kandidaten um einen Arbeitsauftrag in einem Unternehmen von Donald Trump.

tp_newer_logoEin Format, in dem sich Trump einem noch breiteren Publikum bekannt machte. Mit seiner Direktheit sorgte der Immobilien-Mogul zehn Jahre als Gastgeber der NBC-Show für hohe Einschaltquoten.

Im Jahr 2016 hat er die Show auf eine neue Ebene gehievt: „The Apprentice – Vizepräsidentschaftskandidaten-Edition“. Verläuft die Suche nach einem geeigneten VP-Kandidaten in der Regel im geheimen ab, begibt sich Trump auch hier auf ungewöhnliche Wege.

Trump macht aus VP-Suche eine Show

Ähnlich seiner TV-Show hat Trump seinen Vizepräsidentschaftskandidaten öffentlich gesucht. Einer privaten Unterhaltung mit potentiellen Kandidaten im Trump Tower in New York folgten Lobpreisungen auf Twitter.

Abschließend hielt Trump mit ausgewählten Personen Wahlkampfveranstaltungen ab und stellte die Kandidaten seiner Familie vor. Ein wahrlich hartes wie neuartiges Rennen um den VP-Spot in der republikanischen Partei.

Der Immobilienmogul testete somit Reaktionen in den sozialen Medien und in der Realität auf seine jeweiligen Partner. Joni Ernst, Newt Gingrich, Chris Christie – eine kleine Auswahl getesteter Personen.

Gesucht hatte Trump eine Persönlichkeit mit exekutiven beziehungsweise legislativen Erfahrungen. Ein Politiker, der Trump im komplexen und oftmals behäbigen Alltag in Washington D.C. nachhaltig beistehen kann.

Pence soll konservative Basis mobilisieren

Die Entscheidung fiel letztendlich auf den lange Zeit lediglich mit Außenseiterchancen bedachten Mike Pence. Dass dem 57-jährigen Pence nicht die Favoritenrolle zufiel hatte zahlreiche Gründe.

Einerseits unterstützte Pence im Vorwahlkampf nicht Trump, sondern seinen stärksten Kontrahenten Ted Cruz. Andererseits kritisierte Pence den Vorschlag von Trump ein Einreisverbot für Muslime zu verhängen. Dass der Gouverneur von Indiana zudem als leidenschaftlicher Unterstützer jeglichen Freihandels gilt, rundet die Unterschiede zu Trump ab.

Dennoch macht Trumps Entscheidung Sinn. Pence verkörpert nämlich den sozialkonservativen Teil der republikanischen Partei wie kaum ein anderer. Eine Analyse der Internetseite FiveThirtyEight sieht in Pence gar den konservativsten VP-Kandidaten der vergangenen 40 Jahre.

Pence ist die risikoärmste Wahl

Trumps Plan dahinter ist den konservativen Parteiflügel für seine Kampagne zu begeistern. Im Vorwahlkampf entschieden sich diese nämlich noch mehrheitlich für den erzkonservativen Senator Ted Cruz.

Pence stellt folglich die logische – mögliche – Konsequenz dar. Zumal weitere potentielle Kandidaten heftigen Gegenwind bekommen hätten. Chris Christie wäre für viele Republikaner zu liberal gewesen und Newt Gingrich besitzt ein sehr schlechtes Ansehen in der Öffentlichkeit.

Im Gegensatz zu Christie und Gingrich ist Pence dem durchschnittlichen Amerikaner eher unbekannt. Einer repräsentativen Umfrage zufolge können sogar 67% der Bevölkerung keine Meinung über Indianas Gouverneur ausdrücken.

Legislative und exekutive Erfahrungen

Als VP-Kandidat wird Pence nun vermehrt ins Rampenlicht rücken. Doch wer ist eigentlich Mike Pence? Geboren in Columbus, Indiana, arbeitete Pence nach dem Studium zunächst als Anwalt und Radiomoderator.

Im Jahr 2000 wurde Pence in das US-Repräsentantenhaus gewählt, in dem er zwölf Jahre tätig war. 2006 kandidierte er für das Amt des Minderheitenführers im House, unterlag jedoch John Boehner. Da Pence unter anderem Mitglied des Auswärtigen Ausschusses war, verleiht der evangelikale Christ der Kampagne von Trump außenpolitische Kompetenzen.

Ebenso soll Pence als Brückenbauer zur Parteibasis fungieren – bei seinen republikanischen Kollegen am Capitol Hill genießt Pence noch immer ein hohes Ansehen. Zudem gilt der aktuelle Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, als Freund von Mike Pence. Seit 2013 ist Pence Gouverneur des Bundesstaates Indiana.

Kampf der Kulturen

Pence beschreibt sich selbst als „Christ, Konservativer, Republikaner – in dieser Reihenfolge“. Von seiner starken Religiosität macht Pence auch als Gouverneur keinen Hehl, als er beispielsweise den Religious Freedom Restoration Act unterzeichnete und damit heftige nationale Kontroversen auslöste, da das Gesetz – angeblich – die LGBT-Community diskriminiere.

Mike Pence spricht sich des Weiteren gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sowie eingetragene Partnerschaften aus. Als tiefgläubiger Christ lehnt Pence ebenso Abtreibungen ab. Der Ansiedlung von syrischen Flüchtlingen in Indiana erteilte Pence eine deutliche Absage.

Mit der Wahl von Mike Pence als VP-Kandidaten wird der Kampf der verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Kulturen in den USA von rechter Seite forciert. Rot gegen blau. Republikaner gegen Demokraten. Konservative gegen Liberale. Die Präsidentschaftswahl 2016 wird die Vereinigten Staaten einmal mehr polarisieren.



Dieser Artikel erschien auch auf der Seite der Initiative junger Transatlantiker
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Bildquelle: https://www.donaldjtrump.com

Wer wird Trumps Vize?

In knapp zwei Wochen nominiert die republikanische Partei in Cleveland, Ohio, ihren Präsidentschaftskandidaten. Dass die Delegierten bei der vom 18. bis 21. Juli stattfindenden Versammlung Donald Trump aufs Schild heben werden, steht kaum noch in Frage.

Doch wer wird neben Trump in die Präsidentschaftswahl ziehen? Welche Person darf neben dem Immobilienmogul als Vizepräsidentschaftskandidat antreten? #Blog1600Penn lässt die Gerüchteküche brodeln:

Newt Gingrich

Newt_Gingrich_(6238567189)_(cropped)Es gibt wohl kaum einen erfahreneren Insider US-amerikanischer Politik als Newt Gingrich. Der 73-jährige hatte seine Hochzeit in den 1990er Jahren, als er für vier Jahre Sprecher des Repräsentantenhauses war und die sogenannte „Republikanische Revolution“ sowie das Amtsenthebungsverfahren von Bill Clinton anführte.

Seit dem Ausscheiden aus der aktiven Politik arbeitet Gingrich als TV-Kommentator und Autor. 2012 kandidierte der promovierte Historiker selbst für die republikanische Präsidentschaftskandidatur, scheiterte jedoch an Mitt Romney.

Wenngleich Gingrich frühzeitig für Trump warb, hält er auch mit Kritik am designierten republikanischen Kandidaten nicht zurück. Zuletzt machte Gingrich klar, dass er Trumps  Tonart inakzeptabel findet. Zuviel Kritik, um als Vizepräsidentschaftskandidat auserkoren zu werden?

Für die republikanische Parteibasis ist Gingrich zumindest Favorit. 29 Prozent der republikanischen Anhänger sprachen sich bei einer repräsentativen Umfrage von Bloomberg Politics für Gingrich als Vize aus.

Chris Christie

Reichlich politische Erfahrung bringt ebenso der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, mit. Wenngleich Christies Beliebtheitswerte im Garden State nach einigen Skandalen auf einem Tiefststand angekommen sind, hat er es in seiner mehr als sechs-jährigen Amtszeit dennoch geschafft als republikanischer Gouverneur in einem ansonsten demokratischen Staat zwischen den Parteien zu vermitteln.

Überparteilichen Respekt hat er sich insbesondere durch sein Katastrophenmanagement bei der Bewältigung des verheerenden Hurrikans Sandy im Jahr 2012 erworben. Seitdem galt er gar als Favorit auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur.

Die besonderen Umstände des diesjährigen Wahlkampfes ließen Christies Kampagne jedoch schnell scheitern. Als einer der ersten Mitglieder des Establishments unterstützte Christie daraufhin die Kampagne von Trump. Seitdem gilt Christie als engster Berater des Immobilienmoguls.

Für Christie spricht zudem seine sehr gute Vernetzung innerhalb der republikanischen Partei. Der 53-jährige wird ebenso als möglicher Justizminister in einem Kabinett Trump gehandelt.

Jeff Sessions

Der 70-jährige aus Alabama stammende Jeff Sessions war der erste Senator, der die Kandidatur von Donald Trump unterstützte. Sessions gilt als einer der konservativsten Republikaner und berät Trump in außenpolitischen Fragen. Sessions befürwortet Trumps Einwanderungspläne.

Bob Corker

Bob Corker, Senator aus Tennessee, ist Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten. Der pragmatische Politiker könnte Trumps außenpolitische Schwächen abfedern.

Neben legislativen Erfahrungen hat Corker das mittlerweile in Washington rar gewordene Talent, mit der politischen Konkurrenz zusammenarbeiten zu können. Gegen Corker spricht, dass er für die Einwanderungsreform der „Gang of Eight“ gestimmt hat.

Weitere Kandidaten

Laut Donald Trump stehen sieben Kandidaten in der engeren Auswahl. Hiervon sollen zwei Generäle sein, jedoch eher Außenseiterchancen besitzen vom New Yorker auserwählt zu werden. Die übrigen fünf Kandidaten sind Politiker, unter denen auch Trumps ehemalige Konkurrenten zu finden sein sollen.

Namentlich werden neben den oben stehenden Favoriten der Gouverneur von Indiana, Mike Pence, sowie die Gouverneurin von Oklahoma, Mary Fallin, diskutiert. In US-amerikanischen Medien werden auch die Namen Richard Burr (Senator aus North Carolina), Tom Cotton (Arkansas), John Thune (South Dakota), Marsha Blackburn (Tennessee) und Joni Ernst (Iowa) genannt.

Des Weiteren denkt Trump über John Kasich und Ted Cruz als Vizepräsidentschaftskandidaten nach. Kasich und Cruz lehnen es jedoch bis dato ab, sich für die Kandidatur von Trump offiziell auszusprechen.


Bildquelle: http://i.huffpost.com/gen/3394638/images/o-DONALD-TRUMP-facebook.jpg

Wahlkampf mit Homer

Nach einer Vielzahl von Wahlen im Februar und März hält der Vorwahlkampf für einen kurzen Moment inne. Bevor die nächsten Vorwahlen in Wisconsin am 5. April abgehalten werden, bleibt somit Zeit auf humorvolle Aspekte des Wahlkampfes zu blicken.

#Blog1600Penn hat eine kleine Auswahl von lustigen Videos rund um die US-Präsidentschaftswahl der vergangenen Wochen zusammengestellt. Viel Spaß damit!

Die Präsidentschaftskandidaten im Simpsons-Format – alleine auf YouTube wurde dieses Video schon 1,4 Millionen mal angeschaut:

Im April startet die neueste Staffel von Game of Thrones, eine der beliebtesten TV-Serien aller Zeiten. Ob Donald Trump diesmal auch mitspielt?

Stephen Colbert philosophiert über die Vorwahlen (ab Min 2:30):

Jimmy Kimmel hat neue Wahlslogans für Hillary Clinton erfunden:

Chris Christie unterstützt nun offiziell Donald Trump. So ganz wohl scheint sich der Gouverneur von New Jersey mit dieser Entscheidung jedoch nicht zu fühlen:


Bildquelle: http://assets.rollingstone.com/assets/2016/article/simpsons-imagine-world-where-presidential-candidates-all-get-along-20160221/229048/large_rect/1456112262/1401×788-Screen-Shot-2016-02-21-at-9.20.53-PM.png