Stimmungsbarometer 09/2018: Amerikaner sehen China mehrheitlich negativ

#Blog1600Penn versorgt euch mit den aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen):


LESEEMPFEHLUNGEN (PEW RESEARCH CENTER)

Parteipolitik
Republicans, Democrats See Opposing Party as More Ideological Than Their Own

Religion
U.S. adults are more religious than Western Europeans

Soziale Medien
Americans are changing their relationship with Facebook

Supreme Court
Where the public stands on key issues that could come before the Supreme Court

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Buchtipp: „Fear: Trump in the White House“ (Bob Woodward)

Dem Journalisten Bob Woodward gelang in den 1970er Jahren der große Wurf. Zusammen mit Carl Bernstein deckte er als Reporter für die Washington Post die Hintergründe zur Watergate-Affäre auf. Präsident Nixon sollte daraufhin zurücktreten.

Die großen Zeiten des Enthüllungsjournalisten Bob Woodward sind mittlerweile schon lange vorbei. Mit seinem nun erschienen Buch über das Innenleben der Trump-Administration will er an alte Glanzzeiten anknüpfen.

Sein 448 Seiten starkes Buch „Fear: Trump in the White House“ zeichnet ein düsteres Bild vom Regierungsstil des 45. US-Präsidenten. In wie weit die Beschreibung des Weißen Hauses unter Präsident Trump der Realität entspricht sei dahingestellt. Die Beurteilung sei jedem selbst überlassen.


Das Buch in der englischen Originalfassung ist hier bestellbar. 
Die deutsche Version mit dem Titel „Furcht: Trump im Weißen Haus“ ist hier einzusehen.

Mit jeder Bestellung über oben genannten Link wird „1600 Pennsylvania“,
natürlich in anonymer Form, unterstützt. Vielen Dank!


Die offizielle Buchbeschreibung

Von ihm stammt die maßgebliche Berichterstattung über acht Präsidentschaften von Nixon bis Obama, nun enthüllt Bob Woodward mit beispielloser Genauigkeit die erschütternden Zustände im Weißen Haus unter Donald Trump und vor allem seine Entscheidungsprozesse bei wichtigen innen- und außenpolitischen Themen.

Woodward stützt sich auf Hunderte Interviews mit direkt Beteiligten, auf Besprechungsvermerke, persönliche Tagebücher, Dateien und Dokumente. Im Zentrum stehen die explosiven Debatten und Beratungen im Oval Office, im Situation Room, in der Air Force One und den Privaträumen des Weißen Hauses.

«Furcht» ist das bisher präziseste Porträt eines amtierenden Präsidenten, das in den ersten Jahren der Amtszeit veröffentlicht wird.


Das Buch in der englischen Originalfassung ist hier bestellbar. 
Die deutsche Version mit dem Titel „Furcht: Trump im Weißen Haus“ ist hier einzusehen.

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Zwischenwahlen 2018 – Umfragen September

Bei den im November stattfindenden Zwischenwahlen wird nicht nur ein neues U.S. Repräsentantenhaus und zu einem Drittel ein neuer U.S. Senat gewählt. Es finden ebenso in 36 Bundesstaaten und drei U.S. Territorien Gouverneurswahlen statt.

Im Bundesstaat New York dürften Demokraten ihren Gouverneursposten zwar verteidigen. Die demokratische Vorwahlen, die am 13. September 2018 zwischen dem amtierenden Gouverneur Andrew Cuomo und der ehemaligen „Sex And The City“ Schauspielerin Cynthia Nixon stattfanden, führten dennoch zu Schlagzeilen.

Im TV-Duell der beiden so unterschiedlichen Demokraten warteten die beiden Kandidaten mit gegenseitigen Beleidigungen auf. Die Höhepunkte der Schlammschlacht:

Letztendlich setzte sich Gouverneur Cuomo mit mehr als 65 Prozent der Stimmen deutlich gegen Nixon durch. Am 06. November 2018 trifft der Amtsinhaber nun auf seinen republikanischen Herausforderer Marc Molinaro. Letzten Umfragen zufolge liegt Cuomo 20 Prozentpunkte vor Molinaro.

UMFRAGEN ZUM U.S. SENAT

Aktueller Senat: Republikaner 51 Sitze, Demokraten 47 Sitze, Unabhängige 2 Sitze (stimmen i.d.R. mit Demokraten).

Im Vergleich zum Vormonat werden im September zwei weitere Senatssitze als umkämpft eingestuft. Es gilt jedoch weiterhin als wahrscheinlich, dass die republikanische Partei ihre Mehrheit verteidigen kann. Würde heute gewählt werden, erhielten Republikaner 52 Sitze, Demokraten 48.

UMFRAGEN ZUM U.S. REPRÄSENTANTENHAUS

Aktuelles Repräsentantenhaus: Republikaner 240 Sitze, Demokraten 194 Sitze.

In der Umfrage zum Repräsentantenhaus haben Republikaner im Vergleich zum Vormonat starke Verluste (- 10 Sitze) zu verzeichnen. Die demokratische Partei wird wohl die Mehrheit im Repräsentantenhaus im November übernehmen.



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„1600 Pennsylvania“ wird von Politikwissenschaftler Kai-Uwe Hülss M.A. betrieben.
Ziel ist eine unaufgeregte und tiefgründige Berichterstattung
zur Politik des Weißen Hauses.

11. September 2001 – Eine Erinnerung

Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York City, Washington D.C. und Pennsylvania begann eine neue Zeitrechnung. Der radikale islamische Terrorismus sagte unmissverständlich dem Westen den Kampf an.

Die USA nahmen die Herausforderung an, riefen den Krieg gegen den Terror aus. Unzählige Terroranschläge später ist festzustellen, dass ein Großteil des Westens trotz tausender Toten und Verletzten dies nicht verstanden hat. „1600 Pennsylvania“ blickt auf den Tag zurück, der die Welt veränderte.


Chronologie (Ortszeit)

08:46 Uhr: Flug AA 11 schlägt im Nordturm des World Trade Center ein.

09:03 Uhr: Flug UA 175 schlägt im Südturm des World Trade Center ein.

09:37 Uhr: Flug AA 77 fliegt in das Pentagon.

09:59 Uhr: Der Südturm des World Trade Center stürzt ein.

10:03 Uhr: Flug UA 93 stürzt bei Shanksville ab.

10:28 Uhr: Der Nordturm des World Trade Center stürzt ein.


Zdf heute vom 11. September 2001
Tagesschau vom 11. September 2001

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Kaepernicks polarisierende Bewegung

Seit Donnerstag fliegt das Ei wieder durch die Stadien der USA. Die neue American Football Saison ist eröffnet. Und mit der neuen Spielzeit auch die gefühlt nie enden wollende Diskussion im Nationalhymnenstreit.

Auslöser war 2016 die Protestaktion des damaligen Quarterbacks der San Francisco 49ers. Colin Kaepernick fiel aus der Reihe, als er beim Abspielen der Nationalhymne kniete. Mit dieser Aktion wollte Kaepernick gegen die wiederholte Brutalität von Seiten der Polizei gegen afroamerikanische Mitbürger demonstrieren.

Viele Spieler der National Football League (NFL) folgten diesem Beispiel. Eine gesellschaftliche Diskussion war entbrannt. Allerdings nicht über das eigentliche Anliegen Kaepernicks, sondern über die Art des Protests.

Ist es in Ordnung während der Nationalhymne auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen? Oder ist es vielmehr ein respektloses Verhalten? In den USA werden bekanntlich Patriotismus und die Liebe zur eigenen Nationalhymne großgeschrieben.

Die US-amerikanische Gesellschaft ist seitdem auch in dieser Frage gespalten. Präsident Donald Trump führt die Gruppe an, für die diese Art des Protests zu weit geht. Während des Abspielens der Nationalhymne fordert der Präsident Respekt gegenüber der Nation.

Vor Beginn der neuen Spielzeit versuchte die NFL das Thema zu befrieden und verabschiedete zunächst strikte Verhaltensregeln für Spieler und Trainer beim Abspielen der Hymne. Die Diskussion darüber wurde hierdurch jedoch vielmehr verschärft – und der Strafenkatalog für genannte Verhaltensregeln zunächst wieder ausgesetzt.

Von den neuen Regeln wäre Colin Kaepernick nicht betroffen gewesen. Der Quarterback verlor nämlich seinen Arbeitsplatz bei den San Francisco 49ers. In wie weit sein Hymnenprotest dafür ausschlaggebend war, ist reine Spekulation. Einen neuen Verein konnte der 30-jährige jedoch auch nicht finden.

Doch Kaepernick landete pünktlich zu Beginn der Spielzeit 2018/19 einen größeren Coup: Er wurde zum Marketingbotschafter des Sportartikelherstellers Nike für deren Jubiliäumskampagne ernannt. Der Nike-Slogan „Just Do It“ („Mach es einfach“) erlebt mit Kaepernick eine neue Intensität.

Kaepernicks Worte im neuesten Nike-Werbespot

Glaube an etwas. Auch wenn du dafür alles aufgeben musst.

könnten glaubwürdiger nicht sein. Er nutzte die Plattform des American Football, um über den weiterhin bestehenden Rassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Und musste hierfür eine für ihn bescheinigte großartige Sportskarriere aufgeben. Es ist Zeit, wieder über das ursprüngliche Anliegen von Kaepernick zu diskutieren.


Bildquelle: https://bit.ly/2Mc1DXu


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