Am 11. September 2001 ereignete sich der bis dato weltweit tödlichste Terrorangriff. Insgesamt verloren 2.996 Menschen unmittelbar ihr Leben. Sogar noch weitaus mehr Personen starben an den Folgen des Terroranschlags, beispielsweise auf Grund von Atemwegserkrankungen, die durch den Einsturz der Wolkenkratzer ausgelöst wurden. Mehr als 6.000 Menschen erlitten, teils schwere, Verletzungen.
Geplant von al-Kaida-Anführer Osama bin Laden entführten an jenem Dienstag 19 Islamisten vier Passagierflugzeuge. Die Selbstmordattentäter steuerten zwei Maschinen in die beiden Türme des World Trade Center zu New York City, wobei 2.753 Personen getötet wurden. Ein weiteres Flugzeug flog in das Pentagon in Washington D.C. und tötete 184 Menschen. Eine vierte Maschine stürzte über Shanksville, Pennsylvania, ab, nachdem die Passagiere die Terroristen überwältigen konnten.
Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York City, Washington D.C. und Pennsylvania sagte der radikale islamistische Terrorismus dem Westen unmissverständlich den Kampf an. Eine neue Zeitrechnung begann. Die USA nahmen die Herausforderung an, riefen unter Präsident George W. Bush den Krieg gegen den Terror aus. Streitbare Kriege in Afghanistan – zunächst gegen die für die Anschläge verantwortliche Organisation al-Kaida, später gegen die regierende fundamentalistische Taliban – und im Irak folgten.
Unter der Führung von Präsident Barack Obama wurde am 02. Mai 2011 bin Laden zur Verantwortung gezogen. In Abbottabad, Pakistan, spürten US-Spezialeinheiten den Terrorfürsten auf und erschossen bin Laden bei der Erstürmung seines Anwesens. Zum zwanzigsten Jahrestag des Terroranschlags erfolgte sodann der von Präsident Joe Biden befehligte, jedoch wenig durchdachte und letztendlich chaotische, Abzug der letzten in Afghanistan verbliebenen Truppen. Dem vorausgegangen waren Verhandlungen von Bidens Vorgänger im Weißen Haus, Donald Trump, mit den Taliban.
Die Taliban herrschen seitdem wieder über das Land, versprachen jedoch zuvor in Verhandlungen mit den USA keine Terrornetzwerke mehr auf ihrem Staatsgebiet zu dulden. Nichtsdestotrotz hielt sich Aiman al-Sawahiri, Nachfolger bin Ladens als al-Kaida-Chef, im August 2022 in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf. US-Geheimdienste blieb dies nicht verborgen, ein US-Drohnenangriff eliminierte sodann al-Sawahiri. Gleichwohl aus der öffentlichen Debatte nahezu verschwunden, ist der Kampf gegen den weltweiten islamistischen Terrorismus auch 23 Jahre nach 9/11 noch lange nicht abgeschlossen wie die jüngsten islamistischen Gewalttaten in der Bundesrepublik Deutschland zeigen.
Die Chronologie der Ereignisse
08:46 Uhr Ortszeit (14:46 Uhr MEZ): Flug AA 11 schlägt im Nordturm des World Trade Center ein.
09:03 Uhr (15:03 Uhr MEZ): Flug UA 175 schlägt im Südturm des World Trade Center ein.
09:37 Uhr (15:37 Uhr MEZ): Flug AA 77 fliegt in das Pentagon.
09:59 Uhr (15:59 Uhr MEZ): Der Südturm des World Trade Center stürzt ein.
10:03 Uhr (16:03 Uhr MEZ): Flug UA 93 stürzt bei Shanksville ab.
10:28 Uhr (16:28 Uhr MEZ): Der Nordturm des World Trade Center stürzt ein.
So berichteten deutsche Nachrichtensendungen
ZDF heute, 19 Uhr MEZ
ARD Tagesschau, 20 Uhr MEZ
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Die Rubrik „Wahlkampfthemen 2024“ behandelt bis zur Präsidentschaftswahl im November für den Wahlausgang mitentscheidende Politikbereiche. Dabei wird die Ausgangslage der jeweiligen Thematik erläutert sowie die Positionen der Kandidaten beider großer Parteien in Kurzform dargestellt. Im Monat September wird folgendes Wahlkampfthema vorgestellt:
Lebensschutz vs Wahlfreiheit
Bis zum Amtsantritt der Koalition aus SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und der FDP war das ethische Thema Lebensschutz vs Wahlfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland vergleichsweise befriedet. In den USA sieht dies ganz anders aus, was auch an den oftmals geforderten Maximalpositionen des konservativen und liberalen Amerikas liegt. Seit einem Urteil des Supreme Court im Jahr 2022 bestimmen die einzelnen Bundesstaaten wieder selbst über ihre jeweiligen Abtreibungsregelungen.
Die Folge: Ein Flickenteppich an Regelungen und ein polarisierendes Wahlkampfthema. Vor diesem Hintergrund hat sich der Inhaber von „1600 Pennsylvania“ in einem ausführlichen Beitrag für das Online-Magazin Corrigenda mit dem Thema Lebensschutz vs Wahlfreiheit im US-Präsidentschaftswahlkampf 2024 auseinandergesetzt. Der Beitrag ist hier einzusehen (Klick hier).
Behandelte Wahlkampfthemen auf „1600 Pennsylvania“
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Geschehnisse im heute als Bundesland Thüringen bekannten Gebiet beeinflussten einst die internationale Politik maßgeblich mit. Im 16. Jahrhundert nahm beispielsweise der Reformator Martin Luther auf der Eisenacher Wartburg unfreiwillig Zuflucht und übersetzte das Neue Testament in die deutsche Sprache. Erstmals konnten so normale Bürger, die des Lesens mächtig waren, die Heilige Schrift selbst lesen. Eine Sensation, eine Revolution.
300 Jahre später sorgte das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha mit einer smarten Heiratspolitik für Furore. Prinz Albert als berühmtester Sohn des Herzogtums fand sich auf einmal auf der Seite der britischen Königin Victoria wieder. Das Wort eines Deutschen hatte somit großes Gewicht in der politischen Entscheidungsfindung der damaligen Supermacht des Vereinigten Königreichs.
Mit dem Ableben von Queen Elizabeth II. nahm auch die Regierungszeit des Adelsgeschlechts von Sachsen-Coburg und Gotha in Großbritannien sein Ende. Der Familienname wurde ohnehin schon während des Ersten Weltkriegs von König George V. in Windsor geändert, um die offensichtliche Nähe zum damaligen Deutschen Kaiserreich nicht noch stärker sichtbar zu machen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Aufteilung Deutschlands in zwei Staaten wurde auch das einstige Herzogtum geteilt, Coburg lag in der Bundesrepublik, Sachsen und Gotha in der DDR. Das Gebiet des heutigen Thüringens wurde im Süden und Westen von Stacheldraht und Selbstschussanlagen von der freien Welt abgekanzelt.
Antidemokraten gewinnen in Thüringen
Die innerdeutsche Grenze gibt es seit 34 Jahren nicht mehr. Doch die Grenzen im Kopf wurden nie so richtig abgelegt, in West wie Ost. Zu stark beeinflusst(e) die von Moskau gesteuerte (kommunistische) Indoktrination zu viele Bürger in den Neuen Bundesländern, zumal in Thüringen. Ein guter Nährboden für Extremisten jeglicher Couleur wie das Ergebnis der Landtagswahl 2024 zeigt.
Während Die Linke, Nachfolgepartei der SED, massiv an Stimmen verlor, gewann die von Sahra Wagenknecht neu gegründete und die ihren Namen tragende Partei BSW eben jene Wähler hinzu. Zusammen mit der in Thüringen als rechtsextrem eingestuften Alternative für Deutschland (AfD) kommen Die Linke und das BSW auf knapp 60 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Die CDU ist eine transatlantische Vasallenpartei.
Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD in Thüringen.
Europa darf kein Vasall der USA sein.
Europawahlprogramm des BSW.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass nahezu zwei Drittel der Wähler in Thüringen für Parteien votierten, welche die bestehende liberale Demokratie teils offensiv, teils indirekt in Frage stellen. Damit einher geht eine außen- und sicherheitspolitische Einstellung genannter Parteien, welche die Westbindung der Bundesrepublik Deutschland ebenso ablehnen wie die transatlantischen Beziehungen. Dr. Jana Puglierin bringt es in ihrer Kolumne im Handelsblatt auf den Punkt, wenn sie davon schreibt, dass
AfD und BSW die Landtagswahlen im Osten zur Abstimmung über die Unterstützung der Ukraine, das zukünftige Verhältnis zu Russland, die Aufrüstung der Bundeswehr und die Stationierung von weitreichenden amerikanischen Waffensystemen in Deutschland [gemacht haben und machen].
Freilich haben Landtagswahlen keinen direkten Einfluss auf die Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands, obliegt diese doch dem Aufgabengebiet des Bundes. Doch wer eben jene grundlegenden Werte so stark in Frage stellt wie die AfD und das BSW, will über die Landespolitik erste, langsame Änderungen in diesem Politikbereich herbeiführen.
Mit der zunehmenden Stärke der politischen Ränder steigt auch deren Einfluss auf die deutsche Außenpolitik. Wer nicht möchte, dass Deutschland sich auf einen antiwestlichen, antieuropäischen und antiliberalen außenpolitischen Kurs begibt, sollte sich genau überlegen, wo er zukünftig sein Kreuz macht.
Dr. Puglierin im Handelsblatt.
AfD und BSW stellen Westbindung in Frage
Die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung erhöht sich für die AfD und das BSW, je mehr Einfluss diese Parteien bekommen. Teil einer Landesregierung zu sein oder solch eine zu unterstützen wäre vor diesem Hintergrund ein Anfang. Gleichwohl jegliche Kooperation mit der AfD (richtigerweise) von allen demokratischen Parteien ausgeschlossen wird, gilt dies für eine Kooperation mit dem BSW bislang nicht. Vielmehr wird in Medien, und teils in der Politik, über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit von Demokraten, im Thüringer Fall ist damit explizit die CDU gemeint, mit dem BSW nachgedacht. Im besten Sinne zeugt dies von fehlendem Geschichtsverständnis.
Bei den Landtagswahlen geht es AfD & BSW nicht nur um eine „Anti-Zeitenwende“, die die seit 02/2022 erfolgte Reorientierung in der Außen- und Sicherheitspolitik infrage stellt. Es geht um die Abkehr vom „langen Weg nach Westen“. Meine Kolumne .👇 https://t.co/XgGCLdEwEh
Washington brachte Wohlstand und Freiheit, Moskau Armut und Terror
Erinnert sei an die Jahr 1948 und 1949, als die Sowjetunion versuchte die 2,2 Millionen in West-Berlin lebenden Menschen auszuhungern, um ihre eigenen imperialistischen Bestrebungen durchzusetzen. Doch die West-Alliierten hielten dem Druck stand. Unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika richteten die West-Alliierten eine Luftbrücke zur Versorgung der Stadt ein. Ein unvorstellbarer logistischer Kraftakt. Zwischen Juni 1948 und September 1949 wurden insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Fracht nach West-Berlin geflogen, darunter 485.000 Tonnen Lebensmittel. Die Freiheit siegte über den russischen Totalitarismus.
Erinnert sei auch an den Wiederaufbau und den ökonomische Aufschwung Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Möglich gemacht wurde das Wirtschaftswunder maßgeblich durch den von den USA initiierten Marshallplan, welcher der Bundesrepublik großzügig Kredite ausstellte. Moskau hingegen ließ brauchbares Material aus der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR in die Sowjetunion abtransportieren. Es folgten Enteignungen und das Aufoktroyieren einer Planwirtschaft, die zu einer Mangelwirtschaft führte.
Erinnert sei ebenso an den Kalten Krieg, der nicht zu einer heißen Auseinandersetzung ausartete, weil die USA (größtenteils) eine Sicherheitspolitik der Stärke zeigten. Als die Sowjetunion neuartige SS-20-Raketen installierten und damit ein Ungleichgewicht in Europa herbeiführten, waren es die Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und Dr. Helmut Kohl (CDU), die gemeinsam mit US-Präsident Ronald Reagan den NATO-Doppelbeschluss gegen die Proteste von Hunderttausenden durchsetzten. Durch die Stationierung von Pershing-II-Raketen war das Gleichgewicht der Kräfte wieder hergestellt, der Frieden in Europa gesichert und die Sowjetunion implodierte ob des Wettrüstens von innen heraus.
AfD und BSW stellen die fünfte Kolonne Moskaus dar
Für Wagenknecht, die 1989 aus Überzeugung in die SED eintrat, wiederum stellt der Zusammenbruch der Unrechtsregime der DDR und der Sowjetunion, ähnlich dem russischen Diktator Vladimir Putin, eine Tragödie dar (siehe untenstehendes Video aus dem Jahr 1994; die Aussagen wiederholt Wagenknecht bis heute). Wagenknecht, einst Mitglied der Kommunistischen Plattform innerhalb der Partei Die Linke, will laut eigener Aussage „nur mit Parteien in eine Koalition gehen, mit denen wir uns auf einen gemeinsamen Vertrag einigen können, der auch unsere politischen Schwerpunkte enthält.“ Explizit bedeutet dies einen Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine, Beendigung der Sanktionen gegenüber Russland und Ablehnung der Stationierung von neuen US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Forderungen, welche so nur von der AfD (und in Teilen von Die Linke) geteilt werden.
Stasi in der #AfD, Stasi in der #BSW. Die Recherche von @CORRECTIV dazu. Das Hufeisen der Büchsenspanner Putins versuchen Deutschland aus der #Westbindung zu lösen und uns damit die Freiheit zu nehmen.https://t.co/sbGL47i7eo
Die Westbindung war schon im Kalten Krieg ein Garant für ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand in der Bundesrepublik Deutschland. In Zeiten des Wiederauflebens der Rivalitäten zwischen Demokratien und Autokratien ist es wichtiger denn je, sich auf diese grundlegenden Werte zu besinnen und die hierfür nachhaltigen Partnerschaften zu pflegen.
Entscheidet sich der Souverän für ein dysfunktionales Parlament, wie in Thüringen erneut geschehen, ist es nicht die Aufgabe von demokratischen Parteien den Autokraten, der fünften Kolonne Moskaus, an die Macht zu verhelfen. Eine Zusammenarbeit jeglicher Art ist für Demokraten mit der AfD und dem BSW auszuschließen. Wehret den Anfängen. Ansonsten könnte der bislang oftmals positive Einfluss Thüringens auf die internationale Politik zukünftig eine negative Wendung nehmen.
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Donald Trump und Vizepräsidentin Kamala Harris wurden von ihren jeweiligen Parteien offiziell als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Im September geht der Wahlkampf sodann in die heiße Phase. Um in der Nachrichtenflut auf dem Weg zur US-Präsidentschaftswahl am 05.11.2024 auf dem Laufenden zu bleiben, fasst das neueste #uswahl2024 Update die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Monats unaufgeregt, tiefgehend zusammen.
Umfragen
Kandidat
Landesweite Umfrage (Stimmungsindikator)
Wahlmännerprognose* (270 für Wahlsieg nötig)
Vizepräsidentin Kamala Harris (D)
46,6%
251
Donald Trump (R)
44,9%
287
Jill Stein (G)
0,9%
0
Cornel West (I)
0,7%
0
Der Stand der US-Präsidentschaftswahl 2024 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des #uswahl2024 Update 08/2024 nach den auf Real Clear Politics veröffentlichten repräsentativen Umfragewerten/ Prognosen für die Wahlmännerverteilung.
Die Bundesstaaten Arizona, Georgia, Michigan, Nevada, Pennsylvania und Wisconsin gelten als Swing States, sprich als umkämpfte Staaten.
Kamala Harris – Die Vizepräsidentin
Gouverneur Tim Walz ist Vizepräsidentschaftskandidat
VP Harris hat sich am 06.08.2024 für Gouverneur Tim Walz aus Minnesota als ihren Vizepräsidentschaftskandidaten entschieden. Gouverneur Walz wurde im Jahr 1964 geboren, ist vom Beruf Lehrer und gehört dem progressiven Flügel der Demokratischen Partei an. In der Woche der Bekanntgabe bereisten VP Harris und Gouverneur Walz alle Swing States.
Demokratischer Nominierungsparteitag
Vom 19. bis 22.08.2024 hielten Demokraten ihren Nominierungsparteitag in Chicago, Illinois, ab. VP Harris und Gouverneur Walz nahmen in ihren viel beachteten Reden ihre Nominierungen als Präsidentschafts- beziehungsweise Vizepräsidentschaftskandidat offiziell an. Eine Zusammenfassung des Parteitags bietet ein eigener Beitrag (Klick hier).
Harris kopiert Trump-Vorschlag
Wer in den USA in der Dienstleistungsindustrie arbeitet und Trinkgeld für seine Arbeit bekommt, muss dieses versteuern. Vor diesem Hintergrund schlug schon im Juni Trump eine Abschaffung der Trinkgeld-Steuer vor. Im August zog Harris nach und bewarb nun ebenso ein Ende der Abgaben auf Trinkgelder.
Harris stellt ihre wirtschaftspolitischen Pläne vor
VP Harris hat ihre wirtschaftspolitischen Pläne vorgestellt. Laut dem Handelsblatt sind diese „linker und kostspieliger“ als es die Wirtschaftspolitik von Präsident Joe Biden ohnehin schon war. Explizit fordert VP Harris $ 6.000 für jedes neugeborene Kind sowie $ 25.000 Zuschuss beim Hauskauf. Des Weiteren will VP Harris Preiskontrollen bei Lebensmitteln einführen – eine Praxis, die schon unter zahlreichen sozialistischen Regierungen in Südamerika gescheitert ist.
Obama-Veteranen beraten Harris-Kampagne
Das Hauptquartier der Präsidentschaftswahlkampagne von Harris/Walz befindet sich zwar (weiterhin) in Wilmington, Delaware, der Heimatstadt von Präsident Biden. Doch die Vertrauten des amtierenden Präsidenten werden zunehmend an den Rand gedrängt. Zuletzt stellte die Kampagne von Harris/Walz mehrere Veteranen von Barack Obama ein. David Plouffe und Stephanie Cutter gelten vor diesem Hintergrund als die namhaftesten neuen Berater des demokratischen Wahlkampfteams.
Donald Trump – Der Herausforderer
Trump mit Gegenprogramm zum Demokratischen Parteitag
In US-Wahlkämpfen gab es die ungeschriebene Regel, dass während eines Parteitags die Gegenseite keine Wahlkampfveranstaltungen abhält. Trump führte auch diese Tradition ad absurdum. In der Woche des Demokratischen Parteitags hielt der Republikaner nämlich Wahlkampfveranstaltungen in Pennsylvania, Michigan, North Carolina und Arizona ab. Bei diesen Events fokussierte sich Trump auf die Themen Wirtschaft, Kriminalität, Nationale Sicherheit und Grenzsicherheit.
Musk führt Gespräch mit Trump auf X
Erfinder, Milliardär und Besitzer des Mikroblogs X (ehemals Twitter) Elon Musk hat mit Trump auf seinem sozialen Medium ein zweistündiges Gespräch geführt. Auf Grund von technischen Problemen konnte des Gespräch lediglich als Audio angehört werden. Trump verbreitete bei dieser Gelegenheit bekannte Unwahrheiten wie dessen Meinung über den Ausgang der Präsidentschaftswahl 2020.
Trump und Harris einigen sich auf (zunächst eine) TV-Debatte
Trump schlug bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago, Florida, drei Termine für Fernsehdebatten mit Vizepräsidentin Harris vor: 04.09.2024 auf Fox News, 10.09.2024 auf ABC News und am 25.09.2024 auf NBC News. VP Harris bestätigte die Debatte auf ABC News. Trump wird unter anderem von der ehemaligen demokratischen Abgeordneten Tulsi Gabbard auf das Duell mit VP Harris vorbereitet. Die Debatte zwischen den Vizepräsidentschaftskandidaten richtet CBS News am 01.10.2024 aus. Weitere Hintergründe zu den TV-Debatten (Klick hier).
Pence wird seine Stimme nicht für Trump abgeben
Mike Pence war zwischen 2017 und 2021 unter Trump Vizepräsident der USA. Seine Stimme wird er bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl jedoch nicht für seinen ehemaligen Vorgesetzten abgeben: „Ich kann nicht die andauernde Behauptung von Präsident Trump unterstützen, dass ich meinen Eid, die Verfassung zu unterstützen, hätte außer Acht lassen und auf eine Weise agieren sollen, die die Wahl gekippt hätte“. Pence will sich bei der Wahl enthalten.
Trump wirbt mit Reagan
Trumps Kampagne hat einen Werbespot geschalten, der sich auf einen berühmten Spot von Ronald Reagan bezieht und den ehemaligen Präsidenten darin sogar auftreten lässt: „Are you better off than you were 4 years ago?“ („Geht es dir/ euch besser als vor vier Jahren?“). In dem Werbefilm wird sich explizit auf die Entwicklung in den Bereichen Inflation, Einkommen, Arbeitsmarkt und Sicherheitspolitik bezogen.
Hackerangriff auf Trumps Kampagne
Dem Nachrichtenmagazin POLITICO wurden interne Dokumente von Trumps Kampagne zugespielt. Offenbar handelt es sich hierbei um einen Hackerangriff auf den Republikaner. Es wird der Iran verdächtigt. Schon zuvor ließ Microsoft verlautbaren, dass es einen iranischen Cyberangriff auf einen Präsidentschaftskandidaten gegeben hätte. Das FBI hat die Ermittlungen aufgenommen.
Drittkandidaten – Chancenlos und doch mit der Möglichkeit den Wahlausgang zu beeinflussen
Kennedy zieht sich zurück und unterstützt Trump
Robert F. Kenndy Jr. hat am 23.08.2024 seine Präsidentschaftskandidatur (in den Swing States) beendet, da er „keinen realistischen Weg zu einem Sieg im Wahlmännergremium“ erkennen kann. In seiner Rede übte Kennedy deutliche Kritik an Medien und Demokraten. Der ehemalige Demokrat unterstützt fortan die Kampagne des Republikaners Trump.
Wenige Stunden nach Kennedys Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf hielten er und Trump in Glendale, Arizona, eine gemeinsame Wahlkampfveranstaltung ab.
Termine
Datum
Ereignis
10.09.2024
TV-Debatte zwischen VP Harris und Trump (ABC News)
01.10.2024
VP-TV-Debatte zwischen Walz und Vance (CBS News)
05.11.2024
Präsidentschaftswahl
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Vom 19. bis 22.08.2024 hielten Demokraten ihren Nominierungsparteitag zur US-Präsidentschaftswahl 2024 im United Center zu Chicago, Illinois, ab. Obwohl 14,5 Millionen US-Amerikaner in den demokratischen Vorwahlen für Joe Biden als ihren erneuten Präsidentschaftskandidaten votierten, gab der amtierende US-Präsident bekanntlich auf Grund eines immensen, insbesondere von Nancy Pelosi forcierten, innerparteilichen Drucks seine Wiederwahlambitionen auf.
Am ersten Abend des Parteitags gestattete die Demokratischen Partei sodann Präsident Biden eine innerparteiliche Abschiedsrede, die ursprünglich zur besten Fernsehzeit angesetzt war. Doch auf Grund zahlreicherer Verzögerungen konnte Präsident Biden erst kurz vor Mitternacht Ortszeit die Bühne betreten. In seiner 50-minütigen Rede verteidigte Präsident Biden seine Bilanz als US-Präsident und zeigte sich stolz, seinem Land für 50 Jahre als Politiker gedient zu haben. Vizepräsidentin Kamala Harris als Präsidentschaftskandidatin zu inthronisieren, nannte Präsident Biden „die beste Entscheidung seiner Karriere“.
Doch unter der strahlend zur Schau gestellten Oberfläche rumort es beim amtierenden Präsidenten und dessen treuen Mitarbeitern weiterhin gewaltig. Insbesondere Pelosi wird es nicht verziehen, dass Präsident Biden zu einem „One-Term President“ (Präsident mit nur einer Amtszeit) gedrängt wurde. Nach seiner Rede verließ Präsident Biden mit seiner Familie umgehend Chicago, um die darauffolgenden Tage in der Nähe von Santa Barbara, Kalifornien, bei einem Kurzurlaub zu verbringen.
Des Weiteren richtete sich am ersten Tag das Hauptaugenmerk auf zwei Demokratinnen. Die eine Frau, Hillary Clinton, repräsentierte die Vergangenheit der Demokratischen Partei. Die einstige First Lady, U.S. Senatorin, Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin plädierte für den Einzug der ersten Frau in das Weiße Haus. Die andere Frau, Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, steht wiederum für die Zukunft der Demokraten. Die Vertreterin des radikalen „The Squad“ zeigte sich überzeugt, dass eine mögliche Harris-Administration sich für die Belange der Palästinenser einsetzen werde. Daran anschließend forderte U.S. Senator Gary Peters VP Harris dazu auf, sich von Präsident Bidens israelfreundlicher Politik zu distanzieren.
Der Höhepunkt des zweiten Tages waren die Reden von Michelle und Barack Obama. Das einstige First Couple fokussierte sich bei ihren Ansprachen auf Frontalangriffe gegenüber dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. In Erinnerung dürfte insbesondere ein Satz der ehemaligen First Lady bleiben: „Wer sagt ihm [Trump], dass der Job, um den er sich gerade bewirbt, womöglich einer dieser ’schwarzen Jobs‘ ist?“ Des Weiteren beschrieben die Obamas Harris als ihre politische Nachfolgerin: „Die Hoffnung ist zurück!“
Am dritten Tag des Parteitags fokussierten sich Demokraten auf ihren Patriotismus gegenüber ihrem Land. Der ehemalige Präsident Bill Clinton sowie Gouverneur Tim Walz gehörten vor diesem Hintergrund zu den prominentesten Rednern. Vizepräsidentschaftskandidat Walz stellte sich dabei erstmals einem größeren Publikum vor. Thematisch befasste sich Walz mit dem Begriff „Freiheit“, unter dem Demokraten eine „freie Entscheidung in der Gesundheitsversorgung“ (Schwangerschaftsabbrüche) und einen sicheren Gang zur Schule (Waffenkontrolle) verstehen.
Am letzten und vierten Tag des Demokratischen Parteitags nahm VP Harris in einer 37-minütigen Ansprache ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin offiziell an. Explizite politische Konzepte stellte VP Harris nicht vor. Vielmehr versprach die demokratische Kandidatin „Normalität“ im Weißen Haus, würde sie die Wahl im November für sich entscheiden. VP Harris zog, wie schon ihre Vorredner während der gesamten Woche in Chicago, einen deutlichen Kontrast zum republikanischen Kandidaten Trump.
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