Der Vorwahlkampf tritt am Dienstag in eine kritische Phase ein. Der zweite Super Tuesday wird den weiteren Verlauf des Wahlkampfes signifikant mitbestimmen. Mit Florida, Illinois, Missouri, North Carolina und Ohio wählen fünf Staaten am gleichen Tag.
Können Kasich und Rubio ihre Heimatstaaten Gewinnen?
Bei der republikanischen Vorwahl entscheidet sich, ob der „Romney-Plan“ – Trump erreicht am Ende der Vorwahlen keine absolute Delegiertenmehrheit, so dass er am Parteitag verhindert werden könnte – vom Parteiestablishment ernsthaft weiter verfolgt werden kann.
Hierfür müssten Marco Rubio und John Kasich ihre jeweiligen Heimatstaaten Florida beziehungsweise Ohio gewinnen. Für beide Staaten gilt erstmals, dass der Gewinner alle Delegierten zugeteilt bekommt. Umso lohnenswerter ist dies auf Grund der Größe beider Staaten: Für einen Sieg in Florida gibt es 99 Delegierte, in Ohio 66.
Während Rubio in Florida in Umfragen deutlich zurückliegt (siehe unten), deutet sich in Ohio ein enges Rennen zwischen Kasich und Trump an. Am Montag bekommt Kasich zudem prominente Unterstützung bei zwei Veranstaltungen durch Mitt Romney.
Entscheidet Donald Trump alle fünf Vorwahlen für sich, ist er der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat.
Holt Sanders weitere Überraschungssiege?
Auf demokratischer Seite gilt Hillary Clinton als Favoritin für den Super Tuesday #2. Nach ihrer überraschenden Niederlage in Michigan darf sich die ehemalige Außenministerin jedoch nicht zu sicher fühlen.
Denn in Illinois und Ohio rechnet sich Sanders durchaus (Achtungs-) Erfolge aus. Mit einer freihandeslsskeptischen Kampagne will Sanders, wie schon in Michigan, die Bevölkerung für sich gewinnen.
Die aktuellsten RCP-DURCHSCHNITTSWERTE für die kritischen Vorwahlen in Ohio und Florida
(in Prozent)
Republikanische Vorwahl in Ohio (66 Delegierte):
Demokratische Vorwahl in Ohio (143 Delegierte):
Republikanische Vorwahl in Florida (99 Delegierte):
Demokratische Vorwahl in Florida (214 Delegierte):
Kampf um Florida – ausgewählte Werbespots:
American Future Fund positioniert sich gegen Trump:
Der Vorwahldienstag des 8. März hat Donald Trump drei weitere Siege beschert. Mit Hawaii, Michigan und Mississippi konnte der New Yorker drei weitere wichtige Vorwahlsiege einfahren. Idaho entschied Ted Cruz für sich.
Einmal mehr enttäuschte Marco Rubio, der an diesem Wahltag keinen einzigen Delegierten gewinnen konnte. Keine guten Vorzeichen für den jungen Senator eine Woche vor der wichtigen Vorwahl in Florida. Im Sunshine State wird das „Winner-Takes-It-All“-System angewandt – bei 99 zu vergebenen Delegierten einer der wichtigsten Vorwahlstaaten.
Bei den Demokraten kam Bernie Sanders zu einem knappen Überraschungssieg in Michigan. Mit einem deutlichen Sieg in Mississippi konnte Hillary Clinton jedoch ihren Delegiertenvorsprung weiter ausbauen.
Vorschau
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kommt es zu einem weiteren TV-Duell zwischen Sanders und Clinton. Univision und CNN übertragen live ab 3 Uhr MEZ.
Einen Tag später debattieren abermals die republikanischen Kandidaten. Die #GOPDebate wird in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 2.30 Uhr MEZ ebenso von CNN ausgerichtet.
Die nächsten Vorwahlen finden am Dienstag, 15. März in Florida, Illinois, Missouri, North Carolina und Ohio statt.
In einem Gastbeitrag für USA Tipps hat #blog1600Penn die aktuelle Lage der Vorwahlen beleuchtet.
Spektakuläre TV-Duelle. Rhetorische Leckerbissen wie niveaulose Entgleisungen. Rekordwahlbeteiligungen. Knappe Wahlentscheidungen. Das Wahlspektakel zum Vorwahlkampf hält die Vereinigten Staaten in Atem. Selten zuvor war ein Wahlkampf so polarisierend, skandalös und vor allem spannend.
In der vergangenen Woche gewann ein ohnehin schon verrückter Vorwahlkampf nochmals an Intensivität. Begründet lag dies nicht zuletzt am Super Tuesday, an dem elf Bundesstaaten gleichzeitig ihre Vorwahlen abhielten.
Clintons Vorwahl läuft nach Plan
Bei den Demokraten läuft bislang alles nach Plan für Hillary Clinton. Ihre sogenannte „Firewall“ – Clintons Beliebtheit bei Minderheiten – hat dem Ansturm von Bernie Sanders (zumindest) in den Südstaaten standgehalten.
Eine intensive Wahlkampfwoche ist mit dem Super Saturday zu Ende gegangen. Republikaner stimmten in vier weiteren Staaten ab, Demokraten wurden in drei Staaten an die Wahlurnen gerufen.
Im Vorfeld des Wahlsamstages rechnete Ted Cruz nicht mit einem Sieg. Umso überraschender waren seine durchweg starken Ergebnisse, an deren Ende Cruz sogar zwei Staaten (Maine und Kansas) für sich entscheiden konnte.
Donald Trump hingegen gewann die Staaten Louisiana und Kentucky. Marco Rubio enttäuschte auch bei diesen Wahlen und kam nicht über drei dritte Plätze hinaus.
Auf demokratischer Seite durfte sich Bernie Sanders zweimal auf die Siegerliste schreiben (Kansas und Nebraska). Hillary Clinton zeigte einmal mehr ihre Stärke in den Südstaaten auf und gewann Louisiana.
Am Sonntag Nacht folgt eine weitere TV-Debatte der demokratischen Kandidaten bevor es am Dienstag zu wichtigen Vorwahlen u.a. in Michigan und Mississippi kommt.
Mit einem Klick auf die Bilder kommt ihr zu den jeweiligen Ergebnissen und Delegiertenverteilung (online nach Ende der Auszählung).
Der Super Tuesday kann Hoffnungen auf das Weiße Haus nähren – aber auch Träume zerplatzen lassen. An keinem anderen Tag werden im Vorwahlkampf so viele Delegiertenstimmen vergeben wie an diesem Dienstag. Es ist angerichtet! #Blog1600Penn begleitet euch durch die Wahlnacht des Vorwahlkampfes! Aktuelle Ereignisse findet ihr im Ticker unten!
Super Tuesday der Demokraten Diese Staaten konnten die jeweiligen Kandidaten für sich entscheiden
04:15 Uhr: Rekordwahlbeteiligung bei republikanischer Vorwahl in Virginia! Knapp 300.000 mehr Bürger stimmten ab, als bei der bislang höchsten Wahlbeteiligung im Jahr 2000.
03:40 Uhr: Donald Trump spricht in Palm Beach, Florida, zu seinen Anhängern. Begleitet wird Trump diesmal nicht nur von seiner Familie, sondern auch von Chris Christie.
02:30 Uhr: CLINTON GEWINNT AUCH IHR „HEIMSPIEL“ IN ARKANSAS
02:00 Uhr: CLINTON GEWINNT ALABAMA UND TENNESSEE
02:00 Uhr: TRUMP GEWINNT ALABAMA, MASSACHUSETTS UND TENNESSEE
01:50 Uhr: CLINTON GEWINNT IN AMERICAN SAMOA
01:30 Uhr: TRUMP GEWINNT GEORGIA
01:00 Uhr: SANDERS GEWINNT IN SEINEM HEIMATSTAAT VERMONT ++ CLINTON SIEGT IN GEORGIA UND VIRGINIA
23:30 Uhr: Clinton geht als klare Favoritin in den demokratischen Super Tuesday. Bei den RCP-Durchschnittswerten liegt sie beispielsweise in Virginia mit 56,3% zu Sanders‘ 34,8% klar vorne. In Texas führt Clinton mit 30 Prozentpunkten. Eng könnte es hingegen in Oklahoma (43% für Clinton, 41% für Sanders) werden.
23:00 Uhr: Wann schließen eigentlich die Wahllokale? In Georgia, Virginia und Vermont kann bis um 1 Uhr MEZ gewählt werden. Um 2 Uhr MEZ schließen die Wahllokale in Alabama, Massachusetts, Oklahoma und Tennessee. Eine halbe Stunde später folgt Arkansas. Bis um 3 Uhr MEZ kann in Colorado, Minnesota und Texas abgestimmt werden. Alaska schließt den Super Tuesday um 6 Uhr MEZ ab.
22:00 Uhr: Senator Ben Sasse aus Nebraska kündigt an seine Mitgliedschaft in der republikanischen Partei niederzulegen, sollte Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten der GOP gewählt werden: “I signed up for the party of Abraham Lincoln, not the party of David Duke, Donald Trump”.
21:25 Uhr: Mit den ersten (Zwischen-) Ergebnissen wird gegen 1 Uhr MEZ gerechnet. Derweil haben Mitglieder der Initiative junger Transatlantiker eine Vorstellung der Kandidaten verfasst. Den Artikel findet ihr unter diesem Link!
20.15 Uhr: Ted Cruz hat seine Hoffnungen auf die Südstaaten, in denen vorwiegend heute gewählt wird, gesetzt. Doch in allen Umfragen zu diesen Staaten liegt Donald Trump in Front. Lediglich in seinem Heimatstaat Texas geht Cruz mit 37,2% zu Trumps 28,2% als Favorit in den Wahlabend. Für den Erfolg der weiteren Kampagne ist ein Sieg in Texas für Cruz Pflicht!
19.00 Uhr: Bei den Demokraten wird erwartet, dass Hillary Clinton am Super Tuesday insbesondere in den Südstaaten punkten kann. In Texas, Georgia, Virginia, Tennessee, Alabama und Arkansas gilt die ehemalige Außenministerin als klare Favoritin.
18.00 Uhr: Die republikanische Partei steht vor einer Zerreißprobe. Spätestens mit Trumps Nicht-Distanzierung zum rassistischen Ku-Klux-Klan ertönten beim Parteiestablishment die Alarmglocken. Erste Parteigrößen, wie die ehemalige Gouverneurin von New Jersey, Christie Todd Whitman, geben offen zu verstehen, dass sie bei einer Nominierung von Trump bei der Präsidentschaftswahl für die Kandidatin der Demokraten stimmen würden.