„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Nicht-repräsentative Umfrage auf X
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Im Gegensatz zu den 1920er Jahren sind die 2020er Jahre (bislang) wenig golden. Die Coronavirus-Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und das durch die islamistische Hamas verübte größte Massaker an der jüdischen Bevölkerung seit dem Holocaust und die daraus entstandenen Auswirkungen hielten und halten die Welt in Atem. Das Jahr 2025 reihte sich in den andauernden Krisenmodus des Jahrzehnts ein. Der nachfolgende Beitrag soll einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres aus der politischen Perspektive der Vereinigten Staaten von Amerika geben.
Wahlen
Friedlicher Machtwechsel
Am 20.01.2025 erfolgte die friedliche Machtübergabe von Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris an deren Nachfolger Donald Trump und J.D. Vance. Zwei Monate zuvor setzte sich das republikanische Ticket bekanntlich gegen ihre demokratischen Kontrahenten Harris und Gouverneur Tim Walz durch. Die Amtseinführung fand auf Wunsch Trumps nicht wie gewohnt vor dem U.S. Kongress, sondern innerhalb des Kapitols statt. Der Inauguration wohnten neben politischen Größen auch zahlreiche Unternehmer aus dem Silicon Valley teil.
Zwischen der vergangenen Präsidentschaftswahl und den nächsten Midterms kehrt wahltechnisch gesehen in den USA etwas Ruhe ein. Und doch wurden auch im Jahr 2025 ein paar wenige Wahlen abgehalten, die gewissermaßen einen letzten Test vor den Zwischenwahlen darstellten. Am 04.11.2025 gingen die Kandidaten der Demokratischen Partei bei den Gouverneurswahlen von New Jersey und Virginia sowie bei der Bürgermeisterwahl von New York City als Sieger hervor. Während sich in Gotham City der Sozialist Zohran Mamdani durchsetzen konnte, entschieden mit Mikie Sherrill und Abigail Spanberger im Garden State und im Old Dominion moderate Demokratinnen die Wahlen für sich.
Weiterführende Leseempfehlung: „Amerika hat gewählt – Der letzte große Test vor den Zwischenwahlen (Klick hier).
Innenpolitik
Steigerung der Effizienz der Regierung
Im ersten Halbjahr sorgte das neu ins Leben gerufene Department of Government Efficiency (DOGE) um Elon Musk für Aufsehen. Zu den Zielen gehörten die Steigerung der Effizienz der Bundesregierung, der Abbau der Bürokratie und überflüssiger Vorschriften sowie die Kürzung von Ausgaben und Personal. Zum Opfer fiel auch USAID, die Behörde für Entwicklungszusammenarbeit: 5.800 mehrjährige Verträge wurden gekündigt und mehr als 13.000 weltweit tätige Mitarbeiter wurden freigestellt. Die Folgen: Wegfall von Programmen zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Polio sowie von Ernährungsprogrammen. Nach nur fünf Monaten zog sich Musk von seinem Aufgabengebiet zurück, im November wurde die Behörde aufgelöst.
Der Fall Epstein hält die USA erneut in Atem
Im Wahlkampf forderte Trump die Freigabe der Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Nach der gewonnenen Präsidentschaftswahl änderte Trump seine Meinung und wollte die Veröffentlichung verhindern. Doch der Druck aus den eigenen Reihen, auch von MAGA-Hardlinern wie der Abgeordneten Marjorie Taylor Greene, intensivierte sich im Verlauf des Jahres deutlich. Als Reaktion hierauf wartete Präsident Trump im November mit einem weiteren Kursschwenk auf und forderte die Freigabe der Epstein-Akten. Die beiden Kammern des U.S. Kongresses votierten sodann für die Veröffentlichung der Akten, die auf Grund dessen seit Ende des Jahres schrittweise, jedoch teils geschwärzt, vom Justizministerium veröffentlicht werden.
Längster Stillstand der Regierungsgeschäfte in der US-Geschichte
Zwischen dem 01.10.2025 und dem 13.11.2025 standen die Regierungsgeschäfte still, da sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushalt einigen konnten. Mit 43 Tagen dauerte der Government Shutdown so lange an wie noch nie zuvor in der Geschichte der USA. Ende Januar 2026 droht allerdings eine weitere Hängepartie im Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern, gilt die jüngste Vereinbarung doch nur für knapp drei Monate.
Präsident Trump wollte den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine innerhalb von 24 Stunden beenden. Dies ist dem 47. US-Präsidenten freilich nicht gelungen. Im Gegenteil: Indem die USA nunmehr eine nach Aussage Trumps „Vermittlerrolle“ zwischen dem russischem Aggressor und dem ukrainischen Opfer einnehmen, konnte die Russische Föderation seine Angriffe auf die Zivilbevölkerung ausweiten. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass die Trump-Administration direkte Waffenlieferungen an die Ukraine einstellte. US-Waffen gelangen nur noch in die Ukraine, wenn diese von mit Kyiv verbündeten Ländern käuflich erworben werden.
Weiterführende Leseempfehlung: „Drei Jahre nach der vollumfänglichen russischen Invasion der Ukraine begann die wahre Zeitenwende“ (Klick hier).
Im Verlauf des Jahres äußerte sich Präsident Trump zudem mehrmals positiv über den russischen Machthaber Vladimir Putin und wertete den Kriegsverbrecher mit einem Treffen in Alaska unnötig auf. Gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Zelensky zeigte Präsident Trump indes unentwegt Verachtung. Der negative Höhepunkt kann auf den 28.02.2025 datiert werden, als beim Besuch von Zelensky im Weißen Haus Präsident Trump und Vizepräsident Vance einen Eklat inszenierten und sogar den ukrainischen Staatschef aus der 1600 Pennsylvania Avenue verwiesen. Das freie Europa hofierte indes über das gesamte Jahr über den MAGA-Präsidenten, ohne jedoch einen nennenswerten Erfolg erzielen zu können. Ende November stellten die USA sogar einen sogenannten „Friedensplan“ vor, der aus russischer Feder stammte.
Weiterführende Leseempfehlung: „Ein Friedensplan, der keiner ist“ (Klick hier).
Weiterführende Leseempfehlung: „HIGH-FIVE mit Anna Kravtšenko: Russland ist nicht an einem echten, nachhaltigen Frieden interessiert“ (Klick hier).
Am 07.10.2023 führte die islamistische Hamas aus dem Gazastreifen heraus das größte Massaker an der jüdischen Bevölkerung seit dem Holocaust aus. Mehr als 1.300 Menschen wurden teils auf bestialische Weise ermordet, Frauen vergewaltigt, Kinder gefoltert. 239 Personen wurden von der Hamas in den Gazastreifen entführt. Im Jahr 2025 konnten die letzten verbliebenen Geiseln, auch dank US-amerikanischer Vermittlung, befreit werden. Die Kämpfe im Gazastreifen zwischen der Hamas und der israelischen Armee wurden durch das Inkrafttreten eines 20-Punkte-Friedensplans (vorerst) beendet. Doch die Waffenruhe bleibt brüchig.
Weiterführende Leseempfehlung (Tagesschau): „Was sieht der Gaza-Friedensplan vor?“ (Klick hier).
USA wenden sich vom liberalen Europa ab
Am 14.02.2025 hielt Vizepräsident Vance eine vielbeachtete und kontroverse Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Darin argumentierte er, dass die größte Gefahr für Europa nicht aus Russland oder China, sondern aus dem Inneren heraus komme. Laut des MAGA-Republikaners stehe die Meinungsfreiheit in Europa ebenso unter Druck wie die Identität der europäischen Nationen. Die Nationale Sicherheitsstrategie, die Ende des Jahres publiziert wurde, bekräftigte diese fundamentale Wende in der Sichtweise der USA auf Europa. Der alte Kontinent stehe laut der Nationalen Sicherheitsstrategie vor einer „zivilisatorischen Auslöschung“. Auf Grund dessen wollen die USA fortan „patriotische Parteien“ in Europa unterstützen. China und Russland werden zwar als Rivalen angesehen, doch werden in dem Papier auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten hervorgehoben.
Weiterführende Leseempfehlung (The White House): „National Security Strategy of the United States of America“ (Klick hier).
Trump überzieht Welt mit Handelskrieg
Präsident Trump will die „USA wieder groß machen“ – und hierzu gehört laut eigener Aussage eine protektionistische Handelspolitik. Infolgedessen überzog der 47. US-Präsident die Welt im Jahr 2025 mit willkürlich festgelegten Zöllen. Hierzu gehört ein Basiszoll in Höhe von 10% auf nahezu alle Importe. Auf chinesische Einfuhren wurden temporär sogar Zölle in Höhe von 125% erhoben. Für EU-Erzeugnisse wurde eine Zollobergrenze in Höhe von 15% festgelegt. Auf den Stahl- und Aluminiumsektor entfallen Zölle in Höhe von 50%.
Fakten und Umfragen
Erstmals in mehr als 50 Jahren ist die Anzahl der in den USA lebenden Migranten gesunken. Alleine im ersten Halbjahr 2025 verzeichneten die USA eine Million weniger Einwanderer.
Mit der Amtsübernahme von Trump hat das weltweite Ansehen der USA stark abgenommen. Im Durchschnitt haben nur noch 35% der Erwachsenen eine positive Meinung über das Land.
Mehr als zwei Drittel der US-Amerikaner sind der Meinung, dass Präsident Trump seine Macht im Vergleich zu seinen Vorgängern deutlich ausweiten will.
Erstmals in den vergangenen zwei Dekaden hat sich die Situation für die hispanische Minderheit laut derem eigenen Befinden verschlechtert.
Quellen: Pew Research Center
Die US-Arbeitslosenquote ist von 4,0% im Januar 2025 auf 4,6% im November 2025 angestiegen. Die Inflationsrate sank von 3% auf 2,7%.
U.S. Bureau of Labor Statistics
Verstorben
Dick Cheney, 46. US-Vizepräsident
Dick Cheney prägte die Geschichte der Vereinigten Staaten so stark wie kaum ein anderer Vizepräsident vor ihm. Bevor er Vizepräsident unter Präsident George W. Bush wurde, hatte er unter dessen Vater, Präsident George H. W. Bush, das Amt des Verteidigungsministers inne. In seiner aktiven politischen Laufbahn war Cheney einflussreich wie umstritten. Dem MAGA-Republikaner Trump stand Cheney kritisch gegenüber, bei der Präsidentschaftswahl 2024 votierte er gar für die demokratische Kandidatin Harris. Am 03.11.2025 starb Cheney im Alter von 84 Jahren.
Charlie Kirk, Aktivist
Charlie Kirk war eine der einflussreichsten Stimmen des konservativen Amerika. Kaum eine andere Person innerhalb der Republikanischen Partei verstand die Jugend so gut wie er. Trotz seiner klaren konservativen bis rechtspopulistischen Positionen war Kirk immer dazu bereit mit der Gegenseite zu debattieren, wie zuletzt mit dem demokratischen Gouverneur Gavin Newsom. Am 10.09.2025 wurde Kirk bei einer Veranstaltung an einer Universität in Utah erschossen. Der MAGA-Republikaner wurde nur 31 Jahre alt. Kirk hinterlässt seine Ehefrau Erika und zwei Kinder.
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Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Am 05.11.2024 unterlag sie bei der Präsidentschaftswahl Donald Trump. Am 20.01.2025 übernahm J.D. Vance ihre Amtsgeschäfte. Nach einer Zeit der Selbstreflexion, in der sie sich gegen eine Kandidatur für das Amt der Gouverneurin von Kalifornien entschied, meldet sich Kamala Harris nun zurück. Am 23.09.2025 erschien nämlich ihr neuestes Buch. In „107 Days“ arbeitet die Demokratin ihre Wahlniederlage auf und kritisiert dabei ihre Parteikollegen teilweise scharf. Das 320 Seiten starke und im Simon & Schuster Verlag erschienene Werk wird Harris zahlreiche Medienauftritte sowie Lesungen im ganzen Land bescheren.
Die zurückgewonnene und wohl nur zeitlich begrenzte Medienaufmerksamkeit für die erste Vizepräsidentin in der Geschichte der USA darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Demokratische Partei im Jahr 2025 ohne Führung dasteht. Im politischen System der Vereinigten Staaten ist dies für Parteien, die bei vorangegangen Präsidentschaftswahlen unterlagen, der Normalzustand. Der unterlegene Kandidat tritt in der Regel (zunächst) in den Hintergrund. Parteivorsitzende nehmen in den USA zudem nur eine untergeordnete Rolle ein, sind diese doch primär für die Verwaltung, aber nicht für die politische Ausrichtung ihrer Partei verantwortlich. Folgerichtig dürfte Ken Martin, der amtierende Vorsitzende der Demokraten, nur den wenigsten US-Amerikanern bekannt sein.
Gouverneur Newsom zieht Aufmerksamkeit auf sich
Vielmehr versuchen potentielle Bewerber um die nächste Präsidentschaftskandidatur in dieses Machtvakuum vorzustoßen. Auffällig offensiv versucht sich in Trumps zweiter Amtszeit der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom zu profilieren. Erst rief er einen Podcast ins Leben, in dem er auch mit Vertretern des konservativen bis rechten Amerika spricht. Beispielsweise hielt der Demokrat Newsom vor einem halben Jahr mit dem am 10.09.2025 ermordeten rechten Aktivisten Charlie Kirk eine Konversation ab, die von gegenseitigem Respekt geprägt war. Eine erfrischende Begebenheit in Zeiten, in denen sich Demokraten und Republikaner kaum noch in die Augen sehen können.
In den Sozialen Medien versucht Gouverneur Newsom indes die polarisierenden und oftmals niveaulosen Posts von Präsident Trump zu spiegeln. Aus Make America Great Again machte der Demokrat schon Make America Gavin Again, rote Mützen mit der Aufschrift „Newsom hatte mit allem Recht“ stehen zum Verkauf, mit künstlicher Intelligenz genierte Bilder sollen Aufmerksam erregen (zum Beispiel Newsom als Teil des Mount Rushmore) und die Wortwahl des 47. US-Präsidenten („Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“) übernimmt Gouverneur Newsom ebenso.
Lösung realer Probleme wichtiger als Aufmerksamkeit in den sozialen Medien
Freilich hat Gouverneur Newsom mehr Stil als Präsident Trump. Auf dessen Niveau lässt sich Gouverneur Newsom dennoch hinab, um gezielt den MAGA-Republikaner zu provozieren und Medienaufmerksamkeit zu generieren. Dies gelingt dem Kalifornier gut und dürfte die eigene Basis mobilisieren. Doch ob Demokraten mit dieser Strategie auch wieder Wahlen gewinnen können? Denn schon die Präsidentschafts- und Kongresswahlen 2024 zeigten, dass Trump und republikanische Kandidaten für den Capitol Hill nicht wegen, sondern trotz ihres Kommunikationsstils gewählt wurden. Republikaner adressierten nämlich im Gegensatz zu ihren demokratischen Mitbewerbern die wichtigsten Herausforderungen des Landes, darunter zähl(t)en die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie die Eindämmung der hohen Inflation und der illegalen Migration, am glaubwürdigsten.
Demokraten fokussierten sich derweil auf für die Wählerschaft weniger wichtige Themen. Oder warben damit, dass sich die Wirtschaft doch positiv entwickle. Doch US-Amerikaner hatten noch mit den Folgen hoher Inflationsraten in Höhe von bis zu 9,1%, eine Auswirkung der Coronavirus-Pandemie und massiver staatlicher Programme zur Unterstützung der Wirtschaft, während der Präsidentschaft von Joe Biden zu kämpfen. Um bei den Zwischenwahlen im November 2026 und bei der Präsidentschaftswahl 2028 wieder erfolgreich sein zu können, benötigen Demokraten mehr als Podcasts und Social Media Posts. Die Partei benötigt Lösungsansätze für die Bewältigung realer Probleme aller US-Amerikaner.
Demokratin aus Michigan lenkt Fokus auf reale Herausforderungen
Dass die Demokratische Partei zunächst einmal überhaupt bestehende Alltagsprobleme erkennen muss, hat Mallory McMorrow auf den Plan gerufen. Die 39-jährige Demokratin ist gegenwärtig Mitglied des Senats des Bundesstaats Michigan und nimmt an den Vorwahlen für den U.S. Senatssitz des Great Lakes States im nächsten Jahr teil. Amtsinhaber Gary Peters stellt sich nicht zur Wiederwahl. Zum Auftakt der neuen Saison der NFL ließ McMorrow einen vielbeachteten Werbespot (siehe unten) schalten. Darin beschreibt sie die steigenden Kosten für US-Amerikaner als ein enormes Problem: „Alles wird teurer“, so McMorrow. Präsident Trump, so McMorrow, hätte hierfür keine Lösungen parat und würde die Situation, unter anderem durch seine Zollpolitik, gar verschlimmern. Mit ihrem Werbespot erinnert McMorrow entfernt sogar an die konservative Margaret Thatcher, die sich in Supermärkten wöchentlich die Entwicklung der Milchpreise anschaute.
Dabei tritt McMorrow nicht so lautstark und populistisch wie ihre Parteikollegin Alexandria Ocasio-Cortez, die ebenso eine Senats- oder gar Präsidentschaftskandidatur auslotet, auf. Dennoch versuchen Kritiker McMorrow als „progressiv“ zu verunglimpfen. Sie selbst beschreibt sich jedoch als „pragmatisch“. Eine Begebenheit, die auf ihr politisches Dasein ebenso zutrifft wie auf ihr Privatleben. McMorrow sieht sich nämlich selbst als eine „heterosexuelle, weiße, christliche, verheiratete Vorstadtmutter“, die sich dennoch für Diversität in der Gesellschaft einsetzt. Zudem ist die Katholikin mit einem Juden verheiratet. Ein Buch hat McMorrow zu Beginn diesen Jahres übrigens auch veröffentlicht: Der Titel Hate Won’t Win ist aktueller denn je und hat eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient als so manche Bücher ihrer Parteikolleginnen.
Ein Beitrag von Kai-Uwe Hülss M.A. Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken.