„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf X (ehemals Twitter)
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U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Soviel ist klar: Eine Zwei-Staaten-Lösung ist der einzige Weg, um die langfristige Sicherheit sowohl des israelischen als auch des palästinensischen Volkes zu gewährleisten.
Präsident Joe Biden in einem Gastbeitrag für The Washington Post.
Sechs Wochen nach dem größten Massaker an der jüdischen Bevölkerung seit Ende des Holocausts warb US-Präsident Joe Biden in einem Gastbeitrag in The Washington Post für ein altes, aber bislang wenig realistisches Ziel im Nahen Osten: Die Etablierung eines Staates Israel und eines Staates Palästina. Der Zeitpunkt für diesen Vorstoß hätte unpassender nicht sein können, kämpft der weltweit einzige jüdische Staat doch mehr denn je um seine Existenzrecht.
Zudem würde die jetzige Umsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung die Aggression aus dem Gazastreifen belohnen. Des Weiteren kann die Etablierung eines eigenständigen Staates Palästina nur ein fernes Ziel darstellen. Entscheidend ist vielmehr der Weg dahin, auf dem viele Herausforderungen gelöst werden müssten, um einen nachhaltigen Frieden im Nahen Osten zu erreichen. Präsident Biden klammert dies, freilich aus wahlkampftaktischen Gründen, um bei linken und arabisch-stämmigen US-Amerikanern zu punkten, aus. Der nachfolgende Beitrag skizziert die größten Herausforderungen für die Etablierung einer in weiter Ferne liegenden Zwei-Staaten-Lösung.
Entmilitarisierung des Gazastreifens
Die islamistischen Terrororganisationen der Hamas und des Islamischen Dschihad stellen eine direkte Bedrohung für Israel dar. Der Angriff vom 07.10.2023, bei dem 1.400 Personen regelrecht abgeschlachtet sowie 240 Personen entführt wurden, stellte dabei den Höhepunkt der aus dem Gazastreifen begangenen Gewalt dar. Damit solch eine Tat nie wieder geschieht, hat Israel keine andere Wahl als die Hamas und den Islamischen Dschihad zu zerstören, den Gazastreifen zu entmilitarisieren.
Israel hat bei dieser enormen Herausforderung alle Unterstützung der freien, demokratischen Welt verdient. Die Vereinigten Staaten als eigentlich engster Verbündeter sollten Israel dabei mit, falls von Jerusalem gewünscht, militärischer Ausstattung unterstützen sowie auf dem diplomatischen Parkett den Rücken frei halten. Koordination und Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen sollte hinter verschlossenen Türen stattfinden, anstatt wie Vizepräsidentin Kamala Harris die große öffentliche Bühne der UN-Klimakonferenz in Dubai für Kritik an Israel zu missbrauchen.
Bekämpfung des Antisemitismus bei Palästinensern
Wie einst beim Krieg der Alliierten gegen das Nationalsozialistische Deutschland gibt es auch beim Kampf gegen die Islamisten im Gazastreifen unzählige zivile Opfer. Der Hauptschuldige daran ist die Hamas, welche Zivilisten als lebende Schutzschilde missbraucht. Doch auch die palästinensischen Zivilisten sind, wie einst die Mehrheit der Deutschen unter nationalsozialistischer Schreckensherrschaft, überwiegend nicht frei von Schuld.
Im Jahr 2006 wählten Palästinenser nämlich in freien Wahlen die Hamas, welche nicht nur eine Terrororganisation, sondern auch eine politische Partei darstellt, an die Macht. Palästinenser teilen zudem bis heute mehrheitlich die Auffassung der Hamas, dass Israel und alle Juden vernichtet werden müssten. Der grassierende Antisemitismus und Antizionismus ist in muslimischen Ländern bis heute fest verankert. Die Geschichte dieser Weltreligion ist hierbei ebenso als Grund anzuführen wie die mangelnde Aufklärung sowie Missbrauch des Islam durch Extremisten.
Infolgedessen ist es nach einer Entmilitarisierung des Gazastreifens notwendig ein Bildungssystem aufzubauen, welche den vorherrschenden Antisemitismus und Antizionismus grundlegend bekämpft. Die jüngsten Palästinenser stellen dabei eine Generation der Hoffnung auf eine Gesellschaft mit weniger extremistischen Ansichten dar. Erneut greift das Beispiel mit (West-) Deutschland, als nach dem Zweiten Weltkrieg die jüngere Generation die Werte der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte leichter erlernen und hierfür überzeugter einstehen konnten. Wie einst die Deutschen benötigen die Palästinenser hierbei Unterstützung von Außen.
Eindämmung des iranischen Einflusses
Hilfen von anderen Nationen benötigt ein zukünftiger Staat Palästina auch bei der Bekämpfung des iranischen Einflusses auf die Region. Als weltweit größter Sponsor von Terrorismus sorgt das Mullah-Regime in Teheran seit Jahrzehnten für Unruhe im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten von Amerika sollten infolgedessen gemeinsam mit ihren Verbündeten das bestehende Sanktionsregime ausweiten sowie die Partnerschaft mit arabischen Staaten auf Grundlage der Abraham Verträge ausbauen, um den Iran in der Region zu isolieren.
Die aufgeklärte iranische Zivilgesellschaft, die sich in den Großstädten regelmäßig gegen das Regime wendet, sollte praktisch – und nicht nur mit leeren Worten – unterstützt werden. Die Geldflüsse aus dem Iran in einen Staat Palästina müssen konsequent trocken gelegt werden. Damit ein eigenständiger Staat Palästina gegenüber den äußeren Einflüssen standhaft bleiben kann, sollten die Vereinten Nationen, ähnlich den Besatzungsmächten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, temporär die verwaltungstechnische und militärische Kontrolle über der Region inne haben.
Langer Weg zu Frieden
Eine Zwei-Staaten-Lösung kann leicht gefordert werden. Doch der Weg dorthin bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich wie dieser Beitrag herauszuarbeiten versuchte. Nicht zuletzt müssen auch die Palästinenser solch eine Lösung wollen. Bislang war dies jedoch nicht der Fall wie schon Bill Clinton im Jahr 2016 feststellte:
Ich habe alles versucht, um den Palästinensern einen eigenen Staat zu ermöglichen. Ich hatte ein Abkommen, welches ihnen den gesamten Gazastreifen und zwischen 96% und 97% des Westjordanlands übertragen hätte. Sie lehnten es ab…
Die Gründe für diese Haltung liegen auf der Hand: Palästinenser lehnen einen jüdischen Nachbarstaat vehement ab. Auch im Jahr 2023 sieht es weiterhin so aus, dass ein Volk das andere Volk vernichten will. So lange das Weiße Haus diese Realitäten im Nahen Osten nicht anerkennt, wird es keinen nachhaltigen Frieden geben. Die oberflächliche Propagierung einer Zwei-Staaten-Lösung, wie von Präsident Biden betrieben, beseitigt die eigentlichen Probleme nicht.
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Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nahm sich Donald Trump seine politischen Konkurrenten ebenso aggressiv wie schlagkräftig vor. Der Immobilienmogul verschob mit seiner Art des Wahlkampfs die Grenzen des Sagbaren massiv. Auch die Fernsehmoderatorin Megyn Kelly machte ihre negativen Erfahrungen mit Trump, führte sie doch im Jahr 2015 während einer Vorwahldebatte einen denkwürdigen Schlagabtausch mit dem einstigen Immobilienmogul.
Am 06.12.2023 moderierte Kelly erneut eine TV-Debatte zwischen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Zu einem abermaligen Aufeinandertreffen zwischen Kelly und Trump kam es in Tuscaloosa, AL, allerdings nicht, da sich lediglich Trumps vier ärgste innerparteiliche Konkurrenten zu einem Wortgefecht auf dem TV-Sender News Nation einließen.
Die Ausgangslage
Knapp fünf Wochen vor der ersten Vorwahl in Iowa (15.01.2024; alle Termine klick hier) führt Trump weiterhin alle repräsentativen Umfragen zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen deutlich an. Laut den durchschnittlichen Umfragewerten der wichtigsten Institute sprechen sich gegenwärtig landesweit 61,0% aller Republikaner für Trump als Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November 2024 aus. Ron DeSantis und Nikki Haley folgen mit 13,5% beziehungsweise 10,3% abgeschlagen auf den Plätzen. In Iowa beträgt Trumps Vorsprung 30 Prozentpunkte auf DeSantis, in New Hampshire 27 Prozentpunkte auf Haley.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 6% in zwei landesweiten Umfragen oder 6% in einer landesweiten Umfrage und 6% in zwei frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 80.000 unterschiedlichen Personen Spenden (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) erhielten.
Die Teilnehmer
Für die vierte TV-Debatte qualifizierten sich nur noch fünf Republikaner. Trump verzichtete wie bei den vorherigen Fernsehdebatten auf eine Teilnahme. Der ehemalige US-Präsident nahm an einer Spendengala in eigener Sache in Florida teil.
Christie konnte seine Stärke als bester Diskutant unter den republikanischen Kandidaten ausspielen. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt zeigte sich dabei als Gentleman, als er Haley vor Ramaswamys Attacken leidenschaftlich verteidigte. Christie dürfte sich mit seinem Auftritt eine Tür für eine spätere Unterstützung der Kampagne von Haley und somit für eine Position in einem möglichen Kabinett Haley geöffnet haben.
Der Verlierer des Abends
Als klarer Verlierer der vierten TV-Debatte ging Ramaswamy hervor. Den Zuschauern wird von Ramaswamy an diesem Abend nämlich insbesondere seine niveaulosen Beleidigungen gegenüber Haley in Erinnerung bleiben. Mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien hatte es Ramaswamy auf die Anhänger von Trump abgesehen, die jedoch sicherlich dem Original treu bleiben werden.
Die bemerkenswertesten Zitate
Ich habe hier diese drei Leute, die alle mit Voldemort – dem, der nicht genannt werden darf – zu konkurrieren scheinen. Sie wollen einfach nicht über ihn reden.
Chris Christie mit Kritik an seinen Kontrahenten, welche sich zurückhaltend mit Kritik an Donald Trump (laut Christie „Voldemort“, der Bösewicht aus Harry Potter) zeigten.
Nikki wird den Großspendern nachgeben, wenn es darauf ankommt
Ron DeSantis mit Kritik an Nikki Haley, deren Kampagne zuletzt Unterstützung von zahlreichen Großspendern erfahren konnte.
Er ist wütend, weil die Geldgeber von der Wall Street ihn früher unterstützt haben und jetzt mich unterstützen.
Konter von Nikki Haley, gerichtet an Ron DeSantis.
Ich freue mich über die ganze Aufmerksamkeit, Jungs – vielen Dank dafür.
Nikki Haley über die ständigen Angriffe auf ihre Person durch ihre drei männlichen Mitkonkurrenten.
Das ist eine kluge, fähige Frau, die Sie nicht beleidigen sollten.
Chris Christie verteidigte Nikki Haley leidenschaftlich gegenüber den niveaulosen Attacken von Vivek Ramaswamy.
Du bist der widerwärtigste Aufschneider in Amerika.
Chris Christie mit Kritik an Vivek Ramaswamy.
Du hast mehr Antisemitismus in Deutschland als zu irgendeiner anderen Zeit seit Adolf Hitler. Warum? Weil sie eine Massenmigration von Leuten erlaubt haben, die ihre Kultur ablehnen.
Ron DeSantis mit Kritik an der deutschen Einwanderungspolitik.
Die nächste TV-Debatte
Bislang wurde noch keine weitere Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl in Iowa terminiert.
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Thanksgiving ist das größte Familienfest in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein Tag, der gut vorbereitet sein möchte, so dass viele US-Amerikaner schon die Tage zuvor Urlaub nehmen. Ein Donnerstag, an dem sich in der Regel ein weiterer freier Arbeitstag anschließt – schließlich sollen am Black Friday günstige Weihnachtsgeschenke erworben werden.
Präsident Joe Biden nimmt dabei keine Ausnahme ein. Am Montag vor dem Feiertag begnadigte er, wie alle US-Präsidenten seit George H.W. Bush im Jahr 1989, zwei Truthähne und erklärte Thanksgiving offiziell zum Feiertag. Danach begab er sich auf Nantucket, MA. Auf der Insel im Atlantischen Ozean verbringt Präsident Biden schon seit Jahrzehnten den Feiertag gemeinsam mit seiner Familie. Am Black Friday schließt sich traditionell ein Einkauf von Weihnachtsgeschenken an.
Die gemeinsame Zeit mit der Familie nutzen Politiker auch um über ihre politische Karriere nachzudenken. Kongressabgeordnete entscheiden oftmals in diesen Tagen, ob eine weitere Amtszeit angestrebt werden sollte. Präsident Biden machte indes schon Ende April diesen Jahres seine Wiederwahlambitionen publik. Und dennoch dürfte sich Präsident Biden an diesen freien Tagen rund um Thanksgiving einige Fragen über seine weitere politische Karriere gestellt haben.
Die Fragen nach Bidens Alter
Zu Beginn der Thanksgiving-Woche feierte Präsident Biden seinen 81. Geburtstag. Wobei von „feiern“ kaum die Rede sein konnte, wurde das Wiegenfest des US-Präsidenten von Seiten des Weißen Hauses so gut wie möglich medial klein gehalten. Wenig verwunderlich, sehen laut einer repräsentativen Umfrage der Monmouth University 76% der Wähler Präsident Biden zu alt für eine zweite Amtszeit. 80% der 18 bis 34-jährigen US-Amerikaner, eine für die Demokratische Partei bedeutende Wählergruppe, teilen laut CNN/SSRS diese Meinung.
Des Weiteren ist nur ein Viertel der Wählerschaft der Meinung, dass Biden das nötige Durchhaltevermögen mitbringt, um effektiv als Präsident dem Land zu dienen. Infolgedessen wird Präsident Biden und sein Team eine smarte Strategie ausarbeiten müssen, um das Manko des Alters weitestgehend aus dem kommenden Präsidentschaftswahlkampf zu verbergen.
Da ein Präsident jedoch unter ständiger Beobachtung steht und möglichst häufig mit Medien interagieren sollte, kommt dem Weißen Haus vor dem Hintergrund der sich vermehrenden ausbaufähigen öffentlichen Auftritte des Präsidenten die Quadratur des Kreises entgegen. Zuletzt verwechselte Präsident Biden die derzeit weltweit erfolgreichste Sängerin Taylor Swift mit Britney Spears (siehe untenstehendes Video)…
Die Fragen nach der wirtschaftlichen Entwicklung
Folglich gilt es für Präsident Biden mit expliziten politischen Entscheidungen und daraus resultierenden positiven Ergebnissen zu punkten. Die wirtschaftspolitische Bilanz des Präsidenten liest sich diesbezüglich positiv: 14 Millionen Arbeitsplätze wurden bislang in Bidens Amtszeit geschaffen, die Arbeitslosenquote liegt konstant unter 4% und die Inflationsrate konnte vom höchsten Stand seit den 1980er Jahren signifikant auf nunmehr 3,2% gesenkt werden.
Und dennoch sind laut einer repräsentativen Umfrage von NBC News, die von anderen Instituten bestätigt wird, 59% der registrierten Wähler mit der Wirtschaftspolitik von Präsident Biden unzufrieden. Kommuniziert die Biden-Administration ihre Erfolge nicht gut genug? Oder machen sich oben genannte ökonomische Daten bei der Bevölkerung nicht so positiv bemerkbar wie es auf den ersten Blick den Anschein haben mag? Um seine Wiederwahlchancen zu erhöhen, gilt es für Präsident Biden diese Fragen schnellstmöglich zu beantworten. Denn schon Bill Clintonwusste: It’s the economy, stupid („Es ist die Wirtschaft, Dummkopf“).
Die Fragen nach der Nahostpolitik
Wahlkampftechnisch gesehen kam der Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel für Präsident Biden zur Unzeit. Zwar setzt sich Biden seit jeher für das Existenzrecht Israels sowie glaubwürdig gegen Antisemitismus ein. Mit seinen Kindern und Enkelkindern besuchte Biden beispielsweise die Konzentrationslager Dachau und Auschwitz, um den Nachwuchs frühzeitig für dieses dunkle Kapitel in der Geschichte der Menschheit zu sensibilisieren.
Vor diesen Hintergründen war es keine Überraschung, dass sich Präsident Biden nach dem Terrorangriff mit sehr deutlichen Worten solidarisch mit Israel zeigte. Doch insbesondere bei jungen, liberalen US-Amerikanern kam dies nicht gut an, ist diese Kohorte heutzutage mehrheitlich kritisch gegenüber Israel und positiv gegenüber den Anliegen der Palästinenser eingestellt.
Infolgedessen sind laut einer Erhebung von NBC News 70% der jungen Wähler unzufrieden mit der Nahostpolitik von Präsident Biden, der zudem seit Anfang Oktober 15 Prozentpunkte an Zustimmung bei dieser Wählergruppe einbüßen musste. Das Weiße Haus reagierte auf diese Daten, betont seitdem verstärkt die humanitären Aspekte im Gazastreifen und übte hinter den Kulissen Druck auf die israelische Regierung bezüglich eine aus sicherheitspolitischen Aspekten fragwürdige temporäre Feuerpause ein. Doch ob Präsident Biden damit den Mittelweg zwischen der Einstellung junger pro-palästinensischer Wähler und älteren, jüdischen Demokraten gefunden hat?
Die Fragen nach der Präsidentschaftswahl 2024
Bidens voranschreitendes Alter, die wirtschaftliche Entwicklung in den USA sowie die Lage im Nahen Osten dürften den 46. US-Präsidenten und dessen Familie während Thanksgiving Kopfzerbrechen bereitet haben. Themen, auf die Präsident Biden Antworten finden muss, um seine Ausgangslage zur US-Präsidentschaftswahl aus eigener Kraft zu verbessern. Schafft er dies nicht, könnte Biden am Familienfest Thanksgiving bald weniger von existenziellen Fragen für die USA, die Welt und für die eigene Karriere geplagt werden.
So beurteilen US-Amerikaner die Arbeit von Präsident @JoeBiden:
40,6% positiv 55,5% negativ
Zum gleichen Zeitpunkt ihrer jeweiligen Präsidentschaft waren 43,3% der US-Amerikaner mit der Arbeit von @realDonaldTrump und 43,7% mit der Arbeit von @BarackObama zufrieden. #Biden
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Jedes Jahr am vierten Donnerstag im November begehen US-Amerikaner Thanksgiving. Millionen US-Amerikaner machen sich an diesem Tag auf dem Weg nach Hause, in die Heimat, um gemeinsam mit der Familie und Verwandten den wohl amerikanischsten aller Feiertage zu begehen. Doch was hat es mit diesem populären Feiertag eigentlich auf sich? Der nachfolgende Beitrag liefert die wichtigsten Informationen zu Thanksgiving.
Die Ursprünge von Thanksgiving
Für die Ernte eines Jahres wird in den verschiedensten Religionen in einem eigens angesetzten Fest Gott gedankt. Ohne reiche Ernte war es zu früheren Zeiten schließlich herausfordernd über den Winter zu kommen. Das Erntedankfest, welches auch in Europa begangen wird, brachten sodann die ersten christlichen Pilger mit nach Amerika.
Das US-amerikanische Erntedankfest, im Englischen als Thanksgiving bekannt, geht auf das Jahr 1621 zurück. In diesem Jahr feierten die Pilgerväter gemeinsam mit den Ur-Einwohnern der Wampanoags die reiche Ernte des Jahres. Im Jahr zuvor teilten die Wampanoags mit den Pilgern ihre Essensvorräte, so dass diese den Winter überleben konnten. Im Austausch hierfür beschützten die Pilger fortan die Ur-Einwohner vor konkurrierenden Indianerstämmen.
Thanksgiving als gesetzlicher Feiertag
Bis sich Thanksgiving als nationaler Feiertag durchsetzte dauerte es jedoch noch bis in das 19. Jahrhundert. Dabei waren die Bestrebungen von US-amerikanischen Bürgern enorm. Beispielsweise bemühte sich Sarah Josepha Hale 36 Jahre lang um die Einrichtung eines solchen Feiertags. Sie schrieb zahlreiche Briefe an Kongressabgeordnete sowie an Gouverneure und warb um ihre Vision eines landesweiten Erntedankfestes mit gebratenem und gefülltem Truthahn, Süßkartoffeln und Kürbiskuchen.
Doch erst Präsident Abraham Lincoln erwiderte das Ansinnen von Hale. Am 03.10.1863 erklärte der 16. US-Präsident den letzten Donnerstag im November zum nationalen Tag des Erntedankfestes. Präsident Lincoln sah darin die Chance eines friedliches Zwischenspiels in Zeiten des Bürgerkrieges.
Im Jahr 1939 erklärte Präsident Franklin D. Roosevelt sodann Thanksgiving zum landesweiten gesetzlichen Feiertag. Er wollte damit vor allem den vorweihnachtlichen Konsum ankurbeln, da man davon ausgehen konnte, dass sich die Mehrheit der US-Amerikaner den Freitag nach Thanksgiving zusätzlich freinehmen würde. Der U.S. Kongress setzte den Feiertag im Jahr 1941 endgültig auf den vierten Donnerstag im November fest.
Das Familienfest
Jedes Jahr reisen Ende November Millionen US-Amerikaner in ihre Heimat, um mit ihren Familien Thanksgiving zu begehen. Die Folge: Unvorstellbare Staus (siehe untenstehendes Video). Die Feierlichkeiten werden sodann in der Regel mit einem Dankgebet begonnen, bei der jedes Familienmitglied sagt, worüber er im vergangenen Jahr dankbar war.
Es schließt sich ein Festessen an wie es sich Sarah Josepha Hale ausmalte. Alleine an diesem Abend werden in den USA jährlich 46 Millionen Truthähne verspeist. Im Durchschnitt konsumiert ein US-Amerikaner am Thanksgiving-Abend zwischen 2.500 und 4.500 Kalorien.
Das politische Thanksgiving
In der Woche, in der Thanksgiving gefeiert wird, nimmt auch der U.S. Kongress eine Pause ein. Kongressabgeordnete fahren, wie der Rest des Landes, nach Hause zu ihren Familien. Doch zunächst proklamiert der US-Präsident jedes Jahr aufs neue Thanksgiving als gesetzlichen Feiertag. Bei humorvollen Reden schaut der Präsident dabei auf Ereignisse des vergangenen Jahres zurück.
Im Jahr 1989 formalisierte Präsident George H.W. Bush die mittlerweile über den USA hinaus bekannte Begnadigung von zwei Truthähnen, die jährlich von der National Turkey Federation bereitgestellt werden. Diese Truthähne werden sodann nicht mehr verspeist, sondern verbringen den Rest ihres Lebens auf Mount Vernon, dem einstigen Landsitz von George Washington.
Das sportliche Thanksgiving
Bereits seit dem Jahr 1876 werden an Thanksgiving Begegnungen im American Football ausgetragen. Spielten an diesem Tag zunächst noch College Teams gegeneinander, treffen seit der Gründung der NFL im Jahr 1920 jährlich professionelle Franchises aufeinander. Seit dem Jahr 1934 richten die Detroit Lions sowie seit 1966 auch die Dallas Cowboys traditionell ein Heimspiel an Thanksgiving aus.
Bei den Thanksgiving-Spielen der NFL geht es jedoch nicht nur um den Sport. Es werden auch rund um die Spiele Spenden für den guten Zweck gesammelt, zum Beispiel für die Heilsarmee, die für ihre sozialen Tätigkeiten bekannt ist. Des Weiteren geben die Spieler aller 32 Mannschaften in der Regel Essen an Bedürftige aus (siehe untenstehendes Video).
Im Jahr 2023 wird es auch erstmals ein Spiel am Black Friday, dem Einkaufstag nach Thanksgiving, geben. Für die NFL ist dies eine Besonderheit, finden außerhalb des Thanksgiving-Wochenendes, im Gegensatz zum europäischen Profifußball, Spiele vorwiegend am Sonntag statt.
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