„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf X
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; The White House;
U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Joe Biden ist der älteste amtierende Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Bei einer erfolgreichen Wiederwahl würde er am 20.01.2025 mit 82 Jahren seinen Amtseid ablegen. Am Ende seiner zweiten Amtszeit wäre Präsident Biden 86 Jahre alt. Mit voranschreitendem Alter ist es wenig verwunderlich, dass die Kräfte, zumal in solch einer stressreichen Position, nachlassen.
Doch das Weiße Haus sowie der Großteil der Demokraten und der Medien ließen Präsident Biden in einem tatenlosen Zustand erscheinen. Die Beschreibung der schon seit Jahren offensichtlichen kontinuierlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Präsidenten wurde oftmals als republikanische Verschwörungstheorie abgetan. Bis das Kartenhaus bei der ersten Fernsehdebatte gegen Donald Trump doch noch zusammenfiel. Vor diesem Hintergrund erfährt der schon im vergangenen Jahr auf „1600 Pennsylvania“ publizierte Beitrag „Methusalems Erben“ eine Aktualisierung.
In den USA haben die Alten das politische Sagen
Das Durchschnittsalter der in Deutschland lebenden Bevölkerung stieg im Jahr 2021 auf 44,7 Jahre an. Auch das Medianalter der US-Amerikaner ist zuletzt angestiegen, liegt allerdings mit 38,8 Jahren im Jahr 2021 deutlich unter dem deutschen Schnitt. Die politische Führung der USA macht hingegen dem Methusalem, der mit 969 Jahren als der Ur-Vater schlechthin im Alten Testament beschrieben wird, alle Ehre.
Freilich sind an dieser Stelle Präsident Biden und dessen Vorgänger Trump zu nennen, die mit 82 Jahren respektive 78 Jahren im Januar 2025 jeweils eine zweite Amtszeit im Weißen Haus anstreben. Dabei sollte für nur 3% der US-Amerikaner laut einer repräsentativen Umfrage des Pew Research Center der amtierende US-Präsident älter als 70 Jahre alt sein. Für eine relative Mehrheit der US-Amerikaner (49%) sollte der Hausherr von 1600 Pennsylvania Avenue indes zwischen 50 und 59 Jahren sein.
80% der US-Amerikaner sind der Meinung, dass Präsident Biden zu alt für eine zweite Amtszeit sei.
Quelle: Repräsentative Umfrage von The Wall Street Journal.
Im Vorwahlkampf beider Parteien nahmen in diesem Jahr zahlreiche jüngere Kandidaten teil. Auf demokratischer Seite entschied sich beispielsweise der Abgeordnete Dean Phillips dafür, Amtsinhaber Biden herauszufordern. Seine Kandidatur begründete Phillips mit Bedenken gegenüber dem Alter und Gesundheitszustand von Präsident Biden. Phillips wurde daraufhin von seinen Parteikollegen einem so starken Mobbing ausgesetzt, dass sich der 55-jährige nach Ablauf der Legislaturperiode zu Beginn des neuen Jahres aus der aktiven Politik zurückziehen wird.
Im republikanischen Vorwahlkampf lag die Hoffnung auf einen Generationenwechsel indes bei Nikki Haley. Die 52-jährige ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen und Gouverneurin von South Carolina thematisierte das Problem einer alternden politischen Klasse ebenso unaufhörlich wie ihr demokratischer Kollege Phillips:
Der U.S. Senat ist das privilegierteste Pflegeheim im Land.
Nikki Haley bei Fox News.
Mitch McConnell und Dianne Feinstein als Negativbeispiele
Was bei einer oberflächlichen Betrachtung wie eine Altersdiskriminierung klingen mag, ist doch gut begründet wie im weiteren Verlauf an den U.S. Senatoren Mitch McConnell und Dianne Feinstein aufgezeigt werden soll. Der Gesundheitszustand von McConnell sorgte sogar für Schlagzeilen über die Landesgrenzen der USA hinaus, als der seit 2007 amtierende republikanische Fraktionsvorsitzende bei Pressekonferenzen im Juli vergangenen Jahres für 20 Sekunden und im August für 30 Sekunden erstarrte.
Ob es sich hierbei um die Folgen einer Gehirnerschütterung handelte, die McConnell nach einem Sturz im März 2023 erlitt, ist unklar. Das Büro von McConnell versuchte so wenig wie möglich über den Gesundheitszustand des mittlerweile 82-Jährigen mitzuteilen. Erst nach großem innerparteilichen Druck wird sich McConnell im kommenden Jahr aus der Führungsriege zurückziehen. Sein Mandat wird er aber freilich weiterhin behalten.
Ebenso wenig von der Macht lassen konnte trotz voranschreitendem Alters und schwindender Kräfte die demokratische U.S. Senatorin Feinstein. Noch mit 90 Jahren vertrat sie trotz einer nachlassenden kognitiven Leistungsfähigkeit ihren Bundesstaat Kalifornien im U.S. Senat, den sie seit 1992 angehörte. Bei öffentlichen Anhörungen wiederholte Feinstein Fragen mehrmals, ohne zu wissen, dass sie diese Fragen schon stellte.
Bei Abstimmungen war Feinstein auf Hilfe ihrer Kollegen und Mitarbeiter angewiesen. Erst als die innerparteiliche Kritik an ihr größer wurde, zog sich Feinstein als Ausschuss-Vorsitzende zurück. Im Februar 2023 folgte der unfreiwillige Verzicht auf eine erneute Senatskandidatur im Jahr 2024. Sieben Monate später verstarb Feinstein im Amt.
Haley polarisierte mit ihren Vorschlägen
Wie also umgehen mit mächtigen U.S. Senatoren, die schon seit Jahrzehnten immer wieder als Volksvertreter nach Washington D.C. entsendet werden, jedoch weder mit ihrem fortschreitendem Alter noch mit ihren gesundheitlichen Beeinträchtigungen verantwortungsbewusst umgehen? Zur Problemlösung schlug Haley einerseits eine Ausweitung der Amtszeitbeschränkung, die bislang auf Bundesebene nur für den Präsidenten gilt, auf Mitglieder des U.S. Kongresses vor. Politische Karrieren der Bidens, Feinsteins oder McConnells wären damit ein Riegel vorgeschoben.
Andererseits sollte es laut Haley zukünftig mentale Tests für gewählte Politiker ab einem Alter von 75 Jahren in Washington D.C. geben. Ein Vorschlag, der zunächst für Kontroversen in den USA sorgte. Nach Präsident Bidens desaströser Fernsehdebatte im Juni 2024 erwärmen sich aber sogar Demokraten an diesem Vorschlag. Doch ist es letztendlich eine mögliche Problemlösung, die auch die Verzweiflung gegenüber das oftmals wenig durchdachte Wahlverhalten der Bevölkerung widerspiegelt wie Haley bei Face The Nation unterstrich:
Wir müssen damit aufhören, Personen zu wählen, die gut in Bildern aussehen oder die ein Baby gut halten können. Wir müssen damit aufhören Personen zu wählen, weil wir sie mögen und weil sie schon ewig da sind. Wir brauchen Amtszeitbeschränkungen, weil wir neue Ideen benötigen, neue Lösungen.
Nikki Haley bei Face The Nation auf CBS.
Ob der Appell von Nikki Haley an die Wählerschaft und an den U.S. Kongress fruchten wird? Die Zeit für Reformen drängt. Denn schon Frank Schirrmacher stellte in seinem Werk „Das Methusalem-Komplott“ fest, dass mit einer alternden Gesellschaft auch ein Clash of Generations einhergehen könnte. Die Demokratische Partei erlebt selbstverschuldet solch einen Kampf schon im Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2024.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin machte Präsident #Biden deutlich, dass er nicht darüber nachdenkt, aus dem Präsidentschaftswahlkampf auszuscheiden: "Sie versuchen mich aus dem Rennen zu drängen. Lasst es mich so klar sagen, wie ich kann. Ich bleibe im Rennen." https://t.co/kP3HcbRdb7
— 1600 Pennsylvania 🇺🇸 🇺🇦🇮🇱 (@Blog1600Penn) July 6, 2024
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Am 05.11.2024 findet in den Vereinigten Staaten von Amerika die Präsidentschaftswahl statt. Im Sommer werden Präsident Joe Biden sowie Donald Trump auf ihren jeweiligen Parteitagen offiziell als Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen beziehungsweise der Republikanischen Partei ausgerufen. Die wichtigsten Informationen und Hintergründe rund um die Wahl des Jahres hat das neueste #uswahl2024 Update zusammengestellt.
Umfragen
Kandidat
Landesweite Umfrage (Stimmungsindikator)
Wahlmännerprognose* (270 für Wahlsieg nötig)
Donald Trump (R)
42,3%
302
Präsident Joe Biden (D)
39,7%
226
Robert F. Kennedy Jr. (I)
7,2%
0
Cornel West (I)
1,4%
0
Jill Stein (G)
1,3%
0
Der Stand der US-Präsidentschaftswahl 2024 zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des #uswahl2024 Update 06/2024 nach den auf Real Clear Politics veröffentlichten repräsentativen Umfragewerten/ Prognosen für die Wahlmännerverteilung.
Die Bundesstaaten Arizona, Georgia, Michigan, Nevada, Pennsylvania und Wisconsin gelten als Swing States, sprich als umkämpfte Staaten.
Die erste Fernsehdebatte
Am 27.06.2024 richtete CNN in seinem Studio Atlanta, Georgia, das erste Fernsehduell zwischen Präsident Biden und seinem Herausforderer Trump aus. In der von Dana Bash und Jake Tapper moderierten Debatte standen sich erstmals in der US-Geschichte ein amtierender und ein ehemaliger Präsident gegenüber. Während Trump einen disziplinierten Auftritt hinlegte, dürften die altersbedingten Fragezeichen hinter einer weiteren möglichen Amtszeit von Präsident Biden noch lauter geworden sein. Laut einer Befragung von CNN sahen 67% der Zuschauer Trump als Sieger der Debatte.
Höhepunkte
Die Debatte in voller Länge
Können Demokraten Biden „ersetzen“?
Nach dem schlechten Auftritt bei der ersten TV-Debatte stellt sich die Frage, ob Demokraten Präsident Biden als ihren Präsidentschaftskandidaten „ersetzen“ könnten. Die Antwort: Ja, aber dafür müsste Präsident Biden einwilligen. Ein wohl chaotischer Nominierungsparteitag wäre die Folge. Weitere Hintergründe zu dieser Thematik gibt es in einem eigenen Beitrag (Klick hier).
Präsident Joe Biden – Der Amtsinhaber
Biden startet Werbeoffensive
Die Wiederwahlkampagne von Präsident Biden hat im Juni $ 50 Millionen in Werbespots, die in Swing States vor der ersten TV-Debatte geschalten wurden, investiert. Der Spot „Character Matters“ fokussiert sich auf Trumps Schuldspruch im Fall „Stormy Daniels“: „Trump ist ein verurteilter Straftäter, dem es nur um sich geht“.
Biden verschärft Asylregeln
Für US-Amerikaner ist die Migrationspolitik auch im diesjährigen Präsidentschaftswahlkampf eines der wichtigsten Themen. Präsident Biden hat im Juni mit einem Exekutiverlass auf die hohe Anzahl illegaler Grenzübertritte reagiert. Die Verordnung vereinfacht es unter anderem für die Behörden illegale Migranten abzuschieben. Die neuen Regeln treten in Kraft, sobald die Zahl der irregulären Grenzübertritte 2.500 pro Tag erreicht und werden erst wieder aufgehoben, wenn die Zahl langfristig auf 1.500 sinkt.
Hunter Biden schuldig gesprochen
Hunter Biden, Sohn von Präsident Biden, wurde am 11.06.2024 von einem Geschworenengericht wegen mehrerer Verstöße gegen das Waffenrecht schuldig gesprochen. Unter anderem verschwieg Hunter Biden beim Waffenkauf seine Drogenabhängigkeit. Richterin Maryellen Noreika wird das Strafmaß zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Hunter Biden drohen bis zu 25 Jahre Haft.
Donald Trump – Der Herausforderer
Trump wirbt für Abschaffung der Trinkgeld-Steuer
Wer in den USA in der Dienstleistungsindustrie arbeitet und Trinkgeld für seine Arbeit bekommt, muss dieses versteuern. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Spielerparadies Las Vegas, Nevada, brachte Trump eine Abschaffung dieser Steuer ins Spiel: „Das ist das erste Mal, dass ich das sage, und für die Hotelangestellten und die Leute, die Trinkgeld bekommen, wird es eine große Freude sein, denn wenn ich im Amt bin, werden wir keine Steuern auf Trinkgelder erheben.“ Nevada votierte zuletzt im Jahr 2004 für einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Trump liegt repräsentativen Umfragen zur Folge gegenwärtig im Silver State in Front.
Starke Spendeneinnahmen für Trump
Trumps Kampagne konnte im Mai $ 141 Millionen an Spenden generieren. Zu einem starken Zuwachs an Spendeneinnahmen kam es nach dem Schuldspruch gegen Trump im Fall „Stormy Daniels“. Trumps Super Pac MAGA Inc. verzeichnete Einnahmen von $ 70 Millionen, die primär in Werbespots in Pennsylvania, Georgia, Arizona und Nevada ausgegeben werden sollen. Damit hat Trumps Kampagne erstmals mehr an Spenden in einem Monat eingenommen als die Wiederwahlkampagne von Präsident Biden, die $ 81 Millionen generieren konnte.
Team Trump mit Plan für die Ukraine?
Der pensionierte General Keith Kellogg sowie Fred Fleitz versuchen Trump davon zu überzeugen, der Ukraine keine weitere militärische Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, sollte der 45. US-Präsident in das Weiße Haus zurückkehren. Die Logik dahinter: Der Krieg soll „eingefroren“, Russland an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Sollte Moskau dem nicht nachkommen, könnte der Ukraine auch weitere militärische Ausstattung aus den USA zur Verfügung gestellt werden.
Vor diesem Hintergrund ist auch Trumps Aussage bei einer Wahlkampfveranstaltung einzuordnen, bei der er den ukrainischen Präsidenten Volodymir Zelensky in Bezug auf die ausgestellten US-Hilfen für das kriegsgeplagte Land abfällig als den „größten Geschäftsmann in der Geschichte“ bezeichnete.
In der neuesten Ausgabe von Foreign Affairs stellt Robert O’Brien zudem die wahrscheinliche Außen- und Handelspolitik einer möglichen zweiten Trump-Präsidentschaft vor (Klick hier).
Explore our July/August issue, featuring Robert O’Brien on the case for Trump’s foreign policy and trade policy; Megan Stewart, Jonathan Petkun, and Mara Revkin on the case for a progressive use of American power; and more.https://t.co/mMmvXmLjXM
Als Präsident wollte Trump noch die chinesische Social Media Plattform TikTok verbieten lassen. Als erneuter Präsidentschaftskandidat hat sich der Republikaner nun einen Wahlkampfaccount einrichten lassen, um primär junge Wähler besser erreichen zu können. Innerhalb von 24 Stunden folgten Trump schon 1,7 Millionen Accounts. Präsident Biden, der schon länger auf TikTok aktiv ist, kommt auf 330.000 Follower.
Trump erstmals seit 2021 wieder am Capitol Hill
Erstmals seit Beendigung seiner Präsidentschaft kehrte Trump Anfang Juni an den Capitol Hill zurück. Im U.S. Kongress traf sich der ehemalige Präsident mit führenden Republikanern, um eine mögliche gemeinsame Agenda nach den Präsidentschafts- und Kongresswahlen zu besprechen.
Drittkandidaten – Chancenlos und doch mit der Möglichkeit den Wahlausgang zu beeinflussen
Kennedy bislang in sechs Staaten wählbar
Die einzelnen Bundesstaaten regeln unabhängig voneinander, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um auf den jeweiligen Wahlzetteln zur Präsidentschaftswahl stehen zu können. Robert F. Kennedy Jr. ist bislang in sechs Bundesstaaten wählbar: Delaware, Hawaii, Kalifornien, Michigan, Oklahoma und Utah. In 13 weiteren Staaten steht Kennedy kurz vor der Erreichung der jeweiligen Voraussetzungen.
Vermine Supreme kandidiert für die Piratenpartei
Die US-Piratenpartei hat auf ihrem Parteitag in Illinois den anarchistischen Satiriker Vermine Supreme als Präsidentschaftskandidaten nominiert. In der Vergangenheit nahm der 63-Jährige schon an den Vorwahlen verschiedenster Parteien teil. Die Flaschenpost wartet mit Hintergründen zur Nominierung auf (Klick hier).
Sonstiges
Neues Format informiert über die US-Wahl
Jeden Mittwoch um 15.30 Uhr oder jederzeit online informiert WELT TV ab sofort im „WELTblick auf Amerika“ über US-Politik und die anstehende Präsidentschaftswahl. Das knapp halbstündige Format wird von USA-Kenner und WELT-Chefredakteur Jan Philipp Burgard moderiert.
In eigener Sache: Ehemaliger Obama-Wahlkämpfer empfiehlt „1600 Pennsylvania“
Der renommierte internationale Kampagnen- und Strategieberater Julius van de Laar hat die Arbeit von „1600 Pennsylvania“ gewürdigt und als Informationsquelle für die US-Wahl empfohlen. Vielen Dank! Van de Laar war unter anderem im Präsidentschaftswahlkampf 2012 als Regional GOTV Director für den Bereich Wählermobilisierung für Barack Obama im wahlentscheidenden Schlüsselstaat Ohio tätig.
Und auch @Blog1600Penn ist ein wunderbarer Ort um sich mit Analysen und Insights zur US-Wahl einzudecken – wie z.B. diesen Zustimmungswerten von POTUS. Kai-Uwe Hülss ist seit Jahren enger Beobachter und Kenner der US-Politik 👉 highly recommend! https://t.co/CSSDLL2S9s
— Julius van de Laar (@juliusvandelaar) June 19, 2024
Termine
Datum
Ereignis
15. – 18.07.2024
Republikanischer Nominierungsparteitag in Milwaukee, WI
19. – 22.08.2024
Demokratischer Nominierungsparteitag in Chicago, IL
10.09.2024
TV-Debatte zwischen Präsident Biden und Trump (ABC News)
05.11.2024
Präsidentschaftswahl
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Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf X
.@realDonaldTrump ist der erste ehemalige Präsident in der US-Geschichte, der in einem juristischen Verfahren schuldig gesprochen wurde.
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Die Rubrik „Wahlkampfthemen 2024“ behandelt bis zur Präsidentschaftswahl im November monatlich einen für den Wahlausgang mitentscheidenden Politikbereich. Dabei wird die Ausgangslage der jeweiligen Thematik erläutert sowie die Positionen der Kandidaten beider großer Parteien in Kurzform dargestellt. Im Monat Juni wird folgendes Wahlkampfthema vorgestellt:
Klimapolitik
Die Ausgangslage
Die Erde hat sich in den vergangenen 100 Jahren im Schnitt um 1°Celsius erwärmt. Laut dem Umweltbundesamt „war die letzte 30-jährige Periode (1983-2012) wahrscheinlich die wärmste seit 1.400 Jahren“ auf der Nordhalbkugel (u.a. Nordamerika, Europa). Dies hat zur Folge, dass die Gletscher und das Eis am Nord- und Südpol kontinuierlich schmelzen, der Meeresspiegel hierdurch steigt und es zu Überschwemmung an den Küsten kommt. Extremwetterereignisse werden wahrscheinlicher. Als Hauptursache der Klimaerwärmung gelten die „seit dem späten 20. Jahrhundert gestiegenen atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen“.
36% der US-Amerikaner sind der Meinung, dass die politisch Verantwortlichen die Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels priorisieren sollten. 59% der Demokraten teilen diese Auffassung, aber nur 12% der Republikaner. Der Klimawandel stellt damit (bislang) eines der weniger bedeutenden Wahlkampfthemen dar.
Ein Beitrag zur Verringerung der Emissionen ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Im Jahr 2022 war in den Vereinigten Staaten das Erdgas mit einem Anteil von 39% allerdings noch der wichtigste Energieträger bei der US-Stromerzeugung. Der Anteil der Stromerzeugung durch Kohle lag bei 20%, durch Kernkraft bei 19% sowie aus Wind- und Solarenergie bei 14%. Die Wasserkraft trug zu 6% der US-Stromerzeugung bei, Biomasse und Geothermie lagen bei einem Prozent.
Die Klimapolitik von Präsident Joe Biden/ Vizepräsidentin Kamala Harris
Präsident Joe Biden verantwortete die in monetärer Hinsicht bislang größten Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels in der Geschichte der USA. Explizit wurden im Rahmen des Inflation Reduction Act $ 369 Milliarden für Investitionen in den Energiesektor und den Klimaschutz ausgewiesen. Der Kauf von Elektroautos wurde und wird mit diesem Gesetz beispielsweise ebenso subventioniert wie die Herstellung erneuerbarer Energieträger. Die Treibhausgasemissionen sollen hierdurch um 50% bis 52% im Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2005 gesenkt werden.
46% der US-Amerikaner haben nicht vor, sich ein Elektroauto anzuschaffen. Als primären Grund gaben die Befragten die weiterhin zu hohen Kosten bei der Anschaffung eines Elektroautos an.
Quelle: Repräsentative Umfrage des Energy Policy Institute at the University of Chicago.
Aller Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zum Trotz wird unter Präsident Biden so viel Erdöl gefördert wie noch nie in der Geschichte der USA (12,76 Millionen Fass pro Tag im Jahr 2023). Im Jahr 2023 bewilligte Präsident Biden zudem das „Willow“-Projekt, ein Ölbohrvorhaben im Nordwesten Alaskas. In den nächsten drei Dekaden sollen in bislang unberührter Natur 600 Millionen Erdöl gefördert werden. Der Grund für diese Entscheidung: Die USA sollen unabhängig von Energieimporten bleiben. Schon seit 2019 produzieren die USA mehr Energie als es verbraucht, die Vereinigten Staaten sind also ein Nettoexporteur von Energie. Die für den Ausgang eines Wahlkampfs bedeutenden Benzinpreise sollen, so das Ziel der Regierung, sinken.
Die Klimapolitik von Donald Trump
Donald Trump hat sich zum Ziel gesetzt die von Präsident Biden initiierten Investitionen in den Klimaschutz rückgängig zu machen. Vielmehr will Trump die Erdöl-, Gas- und Kohleförderung stärken. Mit seinem Motto „drill, baby, drill“ sollen die Benzinpreise sinken. Umweltregulierungen will Trump teils zurückfahren. Das Pariser Klimaschutzabkommen, welches vom U.S. Kongress bis heute nicht ratifiziert wurde, will Trump, wie schon 2017, wieder verlassen (am ersten Tag der Amtszeit von Präsident Biden kehrten die USA zu dem Klimaschutzabkommen zurück).
Als Präsident war Trump für die Zustimmung der Keystone XL Pipeline, die Rohöl von Kanada in die USA transportieren soll(te), verantwortlich. Nachfolger Biden machte diese Entscheidung jedoch rückgängig. Aufgrund dessen plant Trump einen Neustart des Projekts, welches ursprünglich auch durch Reservate von Ur-Einwohnern geplant wurde.
Behandelte Wahlkampfthemen auf „1600 Pennsylvania“
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