„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf X (ehemals Twitter)
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; The White House;
U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nahm sich Donald Trump seine politischen Konkurrenten ebenso aggressiv wie schlagkräftig vor. Der Immobilienmogul verschob mit seiner Art des Wahlkampfs die Grenzen des Sagbaren massiv. Auch die Fernsehmoderatorin Megyn Kelly machte ihre negativen Erfahrungen mit Trump, führte sie doch im Jahr 2015 während einer Vorwahldebatte einen denkwürdigen Schlagabtausch mit dem einstigen Immobilienmogul.
Am 06.12.2023 moderierte Kelly erneut eine TV-Debatte zwischen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Zu einem abermaligen Aufeinandertreffen zwischen Kelly und Trump kam es in Tuscaloosa, AL, allerdings nicht, da sich lediglich Trumps vier ärgste innerparteiliche Konkurrenten zu einem Wortgefecht auf dem TV-Sender News Nation einließen.
Die Ausgangslage
Knapp fünf Wochen vor der ersten Vorwahl in Iowa (15.01.2024; alle Termine klick hier) führt Trump weiterhin alle repräsentativen Umfragen zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen deutlich an. Laut den durchschnittlichen Umfragewerten der wichtigsten Institute sprechen sich gegenwärtig landesweit 61,0% aller Republikaner für Trump als Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November 2024 aus. Ron DeSantis und Nikki Haley folgen mit 13,5% beziehungsweise 10,3% abgeschlagen auf den Plätzen. In Iowa beträgt Trumps Vorsprung 30 Prozentpunkte auf DeSantis, in New Hampshire 27 Prozentpunkte auf Haley.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 6% in zwei landesweiten Umfragen oder 6% in einer landesweiten Umfrage und 6% in zwei frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 80.000 unterschiedlichen Personen Spenden (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) erhielten.
Die Teilnehmer
Für die vierte TV-Debatte qualifizierten sich nur noch fünf Republikaner. Trump verzichtete wie bei den vorherigen Fernsehdebatten auf eine Teilnahme. Der ehemalige US-Präsident nahm an einer Spendengala in eigener Sache in Florida teil.
Christie konnte seine Stärke als bester Diskutant unter den republikanischen Kandidaten ausspielen. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt zeigte sich dabei als Gentleman, als er Haley vor Ramaswamys Attacken leidenschaftlich verteidigte. Christie dürfte sich mit seinem Auftritt eine Tür für eine spätere Unterstützung der Kampagne von Haley und somit für eine Position in einem möglichen Kabinett Haley geöffnet haben.
Der Verlierer des Abends
Als klarer Verlierer der vierten TV-Debatte ging Ramaswamy hervor. Den Zuschauern wird von Ramaswamy an diesem Abend nämlich insbesondere seine niveaulosen Beleidigungen gegenüber Haley in Erinnerung bleiben. Mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien hatte es Ramaswamy auf die Anhänger von Trump abgesehen, die jedoch sicherlich dem Original treu bleiben werden.
Die bemerkenswertesten Zitate
Ich habe hier diese drei Leute, die alle mit Voldemort – dem, der nicht genannt werden darf – zu konkurrieren scheinen. Sie wollen einfach nicht über ihn reden.
Chris Christie mit Kritik an seinen Kontrahenten, welche sich zurückhaltend mit Kritik an Donald Trump (laut Christie „Voldemort“, der Bösewicht aus Harry Potter) zeigten.
Nikki wird den Großspendern nachgeben, wenn es darauf ankommt
Ron DeSantis mit Kritik an Nikki Haley, deren Kampagne zuletzt Unterstützung von zahlreichen Großspendern erfahren konnte.
Er ist wütend, weil die Geldgeber von der Wall Street ihn früher unterstützt haben und jetzt mich unterstützen.
Konter von Nikki Haley, gerichtet an Ron DeSantis.
Ich freue mich über die ganze Aufmerksamkeit, Jungs – vielen Dank dafür.
Nikki Haley über die ständigen Angriffe auf ihre Person durch ihre drei männlichen Mitkonkurrenten.
Das ist eine kluge, fähige Frau, die Sie nicht beleidigen sollten.
Chris Christie verteidigte Nikki Haley leidenschaftlich gegenüber den niveaulosen Attacken von Vivek Ramaswamy.
Du bist der widerwärtigste Aufschneider in Amerika.
Chris Christie mit Kritik an Vivek Ramaswamy.
Du hast mehr Antisemitismus in Deutschland als zu irgendeiner anderen Zeit seit Adolf Hitler. Warum? Weil sie eine Massenmigration von Leuten erlaubt haben, die ihre Kultur ablehnen.
Ron DeSantis mit Kritik an der deutschen Einwanderungspolitik.
Die nächste TV-Debatte
Bislang wurde noch keine weitere Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl in Iowa terminiert.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; The White House;
U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Tritt ein ehemaliger US-Vizepräsident bei den Präsidentschaftsvorwahlen seiner Partei an, nimmt dieser für gewöhnlich die Favoritenposition auf die Nominierung ein. Seitdem Donald Trump im Jahr 2015 die politische Bühne betrat ist jedoch nicht mehr vieles in der US-Politik gewöhnlich – und schon gar nicht innerhalb der Republikanischen Partei.
Vor diesem Hintergrund war es keine Überraschung, dass Mike Pence seine Teilnahme an den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen vorzeitig zurückzog. Erstaunlich war allerdings, dass Pence, von 2017 bis 2021 Vizepräsident, schon vor der ersten Vorwahl im Januar 2024 seine Kamapagne beendete. Im Wettstreit um die Alternative zu Trump sah Pence auf Grund mangelnder finanzieller Mittel und schlechter Umfragewerte keinen realistischen Weg mehr zur Nominierung.
Mit der Aufgabe von Pence gaben sodann nur noch fünf Republikaner ihre Aufwartung bei der dritten Fernsehdebatte. Die auf NBC News ausgestrahlte Debatte fokussierte sich primär auf außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen und mutierte zu einem Duell zwischen DeSantis und Haley. Im Adrienne Arsht Center for the Performing Arts zu Miami, FL, glänzte Trump erneut mit Abwesenheit.
Die Ausgangslage
Seit Beginn des Vorwahlkampfes führt Trump die Umfragewerte unter republikanischen Wählern deutlich an. Landesweit kommt Trump gegenwärtig laut den auf Real Clear Politics veröffentlichten durchschnittlichen Umfragewerte der wichtigsten Meinungsforschungsinstitute auf knapp 60%. Ron DeSantis folgt mit 14,4% auf Rang Zwei, 9% der Republikaner würden sich gegenwärtig für Nikki Haley als Präsidentschaftskandidatin entscheiden.
Im ersten Vorwahlstaat Iowa zeichnet sich ein ähnliches Bild. In New Hampshire hat Haley mittlerweile DeSantis auf dem zweiten Platz abgelöst. Die ehemalig Gouverneurin von South Carolina hat im Rennen um die Alternative zu Trump derzeit das Momentum inne. Dennoch bleibt Haley in der Beliebtheitsskala unter republikanischen Wählern weiterhin weit hinter Trump zurück.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 4% in zwei landesweiten Umfragen oder 4% in einer landesweiten Umfrage und 4% in zwei frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 70.000 unterschiedlichen Personen Spenden (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) erhielten.
Die Teilnehmer
Für die dritte TV-Debatte konnten sich nur noch sechs Republikaner qualifizieren. Trump verzichtete, wie schon bei den zwei vorherigen Fernsehdebatten, auf eine Teilnahme.
Als ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen kam Haley die außen- und sicherheitspolitische Schwerpunktsetzung der Debatte zugute. Haley stach durch ihr klassisches republikanische Profil heraus, indem sie für eine USA als Anführerin der freien Welt warb. Die zahlreichen Attacken von Ramaswamy wehrte Haley gekonnt ab. Haley stand im positiven Sinne im Mittelpunkt der Debatte.
Haleys Kontrahent um den gegenwärtigen zweiten Rang bei den republikanischen Vorwahlen, DeSantis, erlebte ebenso einen positiven Abend. Der Gouverneur von Florida kritisierte Trump ebenso deutlich wie Haley. DeSantis konnte zudem seine politische Einstellung in den debattierten Themenbereichen klar bewerben.
Gleichwohl er nicht an der Debatte teilnahm kann sich auch Trump zu den Gewinnern zählen. Die TV-Debatte wartete nämlich mit einer schlechten Einschaltquote auf. Nur noch 7,5 Millionen US-Amerikaner sahen dem Aufeinandertreffen der republikanischen Kandidaten zu – ein Minus von 21% im Vergleich zur zweiten Fernsehdebatte. Im Jahr 2015 schalteten noch 14 Millionen US-Amerikaner bei der dritten republikanischen TV-Debatte ein.
Laut einer repräsentativen Umfrage von Morning Consult sind zudem nur 40% der Republikaner der Meinung, dass die TV-Debatten sehr wichtig für die Wahlentscheidung sind. Zahlen, welche die Fernsehdebatte für den in Umfragen führenden Republikaner, ergo Trump, zu einem guten Abend werden ließen.
Die Verlierer des Abends
Chris Christie, Vivek Ramaswamy und Tim Scott konnten bei der dritten Fernsehdebatte wohl kaum neues Wählerpotential erschließen.
Die bemerkenswertesten Zitate
Donald Trump ist ein ganz anderer Typ als 2016. Er sagte, die Republikaner würden es leid sein, zu gewinnen. Nun, wir haben letzte Nacht gesehen – ich habe es satt, dass die Republikaner verlieren.
Ron DeSantis über Donald Trump und über die republikanischen Niederlagen bei regionalen Wahlen im November 2023.
Jemand, der die nächsten anderthalb Jahre seines Lebens damit verbringt, sich aus dem Gefängnis und aus Gerichtssälen herauszuhalten, kann weder diese Partei noch dieses Land führen.
Chris Christie über Donald Trump.
Netanyahu sollte den Job mit diesen Schlächtern der Hamas ein für allemal zu Ende zu bringen. Sie sind Terroristen. Sie massakrieren unschuldige Menschen. Sie würden jeden Juden von der Erde wischen, wenn sie könnten.
Ron DeSantis über die Reaktion Israels auf das durch die radikalislamische Hamas verübte Massaker vom 07.10.2023.
Das Letzte, was wir tun sollten, ist Israel zu sagen, was es tun sollte.
Nikki Haley über die Reaktion Israels auf das durch die radikalislamische Hamas verübte Massaker vom 07.10.2023.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Europäer ihren gerechten Teil beitragen.
Ron DeSantis über weitere Hilfen für die Ukraine.
Dick Cheney in sieben Zentimeter hohen Stöckelschuhen.
Vivek Ramaswamy mit einer herablassenden Äußerung über Nikki Haley.
Du bist einfach Abschaum.
Nikki Haley an Vivek Ramaswamy gerichtet.
Die nächste TV-Debatte
Die nächste Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten ist für den 06.12.2023 in Tuscaloosa, AL, geplant. Die Debatte soll von News Nation ausgerichtet und unter anderem von Megyn Kelly moderiert werden.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
In knapp einem Jahr schreiten US-Amerikaner an die Wahlurnen, um über einen neuen oder alten Hausherr in 1600 Pennsylvania Avenue abzustimmen. Die vorgeschalteten Präsidentschaftsvorwahlen der beiden großen Parteien beginnen bereits in 2,5 Monaten. Das neueste #uswahl2024 Update informiert über die wichtigsten Ereignisse rund um die bedeutendste Wahl des kommenden Jahres.
Die Vorwahlen
An den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen nehmen gegenwärtig noch elf Kandidaten teil. Eine Sonderseite informiert über die Teilnehmer (Klick hier). Bei den demokratischen Vorwahlen ist Präsident Joe Biden bislang mit drei Herausforderern konfrontiert.
Biden nicht in New Hampshire wählbar
Bei der demokratischen Präsidentschaftsvorwahl in New Hampshire wird Präsident Biden nicht auf dem Wahlzettel stehen wie dessen Kampagne bekanntgab. Die Entscheidung liegt im anhaltenden Streit um den Vorwahlkalender 2024 begründet. Die Demokratische Partei änderte die Reihenfolge der frühen Vorwahlstaaten, so dass im Granite State fortan zu einem späteren Zeitpunkt gewählt werden soll. Die Demokratische Partei des Bundesstaates New Hampshire legte Protest gegen diese Entscheidung ein. Demokraten können Biden dennoch wählen, indem sie den Namen des Präsidenten auf den Stimmzettel schreiben.
Phillips fordert Biden heraus
Dean Phillips hat am 27.10.2023 seine Teilnahme an den demokratischen Präsidentschaftsvorwahlen offiziell gemacht. Der 54-Jährige ist einer der reichsten Abgeordneten des U.S. Repräsentantenhauses und gehört dem überparteilichen Problem Solver Caucus an. Phillips wirbt für einen Generationenwechsel. Präsident Biden könne, so Phillips, die Präsidentschaftswahl 2024 nicht gewinnen.
Kandidaturen zurückgezogen: Francis Suarez, Will Hurd und Larry Elder
Mit Francis Suarez hat der erste Teilnehmer der republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen Ende August seine Kandidatur zurückgezogen. Vorausgegangen war, dass sich der Bürgermeister von Miami, FL, nicht für die erste Fernsehdebatte qualifizieren konnte. Die weitere Finanzierung der Kampagne war damit nicht mehr gegeben.
Aus ähnlichen Gründen hat Will Hurd seine Präsidentschaftskandidatur beendet. Der ehemalige Abgeordnete des U.S. Repräsentantenhauses unterstützt nun die Kampagne von Nikki Haley. Radio-Moderator Larry Elder unterstützt nach Beendigung seiner Kandidatur am 26.10.2023 Donald Trump. Alle republikanische Präsidentschaftskandidaten werden auf einer Sonderseite übersichtlich vorgestellt (Klick hier).
Pence beendet Präsidentschaftskandidatur
„Dies ist nicht meine Zeit.“ Mit diesen Worten zog Mike Pence am 28.10.2023 seine Teilnahme an den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen zurück. Die Kampagne des ehemaligen Vizepräsidenten hatte zuletzt mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Pence setzt(e) sich für eine Republikanische Partei nach dem Vorbild von Ronald Reagan ein.
Pence und Christie besuchten schon die Ukraine
In Bezug auf weitere Hilfen für die Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen die russischen Invasoren hängt das Damoklesschwert der US-Präsidentschaftswahl 2024. Neben Pence gilt auch Chris Christie als größte Befürworter der Ausweitung von US-amerikanischen Militärhilfen für Kyiv. Nach Pence am 29.06.2023 hat sich auch Christie am 04.08.2023 ein Bild vor Ort gemacht. Wie sich die Präsidentschaftskandidaten zur Ukraine positionieren wird in einem eigenen Beitrag analysiert (Klick hier).
Spendeneinnahmen im 3. Quartal 2023
Zum 15.10.2023 mussten die Präsidentschaftskandidaten ihre Spendeneinnahmen für das 3. Quartal des Jahres (Juli – September) veröffentlichen. Präsident Biden wartete erneut mit den meisten Einnahmen auf, gefolgt von Trump.
Laut einer Analyse von Bloomberg ging Pence mit seinen Spendengeldern am ökonomischsten um. Für jeden erreichten Prozentpunkt in den Umfragen gab Pence $ 104.000 aus. Für die Fortführung seiner Kampagne reichte dies dennoch nicht. Doug Burgum hingegen geht mit seinen Finanzen so verschwenderisch wie kein anderer Kandidat um: Für einen erreichten Prozentpunkt gab Burgum bislang $ 30,6 Millionen, größtenteils sein eigenes Geld, aus.
Kandidat
Spendeneinnahmen
Bemerkung
Präsident Joe Biden
$71,0 Millionen
gemeinsame Spendeneinnahmen mit der Demokratischen Partei
Donald Trump
$ 45,5 Millionen
davon nahm seine Kampagne direkt $ 24,5 Millionen an Spenden ein, der Rest geht auf das Konto seines Super PACs
Ron DeSantis
$ 15,0 Millionen
davon nahm seine Kampagne direkt $ 11,2 Millionen an Spenden ein, der Rest geht auf das Konto seines Super PACs
Nikki Haley
$ 11,0 Millionen
davon nahm ihre Kampagne direkt $ 8,2 Millionen an Spenden ein, der Rest geht auf das Konto ihres Super PACs
Vivek Ramaswamy
$ 7,4 Millionen
davon $ 1 Million aus Privatvermögen
Tim Scott
$ 4,6 Millionen
Chris Christie
$ 3,9 Millionen
Doug Burgum
$ 3,4 Millionen
davon $ 2 Millionen aus Privatvermögen
Mike Pence
$ 3,3 Millionen
Marianne Williamson
$ 0,8 Millionen
Asa Hutchinson
$ 0,7 Millionen
Alle Angaben ohne Gewähr.
Erste Fernsehdebatten
Am 23.08.2023 wurde die erste Fernsehdebatte zwischen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten abgehalten. In Milwaukee, WI, warben acht Republikaner für ihre Positionen. Dabei stand der 38-jährige Unternehmer Vivek Ramaswamy für seine politische Unerfahrenheit und rechtspopulistische Einstellung im Kreuzfeuer der Kritik. Hintergründe zur ersten TV-Debatte gibt es in einem eigenen Beitrag (Klick hier).
Trump nahm an der ersten TV-Debatte ebenso wenig teil wie beim zweiten Aufeinandertreffen am 27.09.2023 in der Ronald Reagan Presidential Library zu Simi Valley, CA. Christie wartete diesbezüglich mit großer Kritik auf, die für einen viralen Moment sorgte:
Du [Trump; Anm. d. Verf.] bist heute nicht hier, weil du Angst hast. Und wenn du so weitermachst, dann nennen wir dich nicht mehr Donald Trump, sondern Donald Duck.
Hintergründe zur zweiten TV-Debatte gibt es in einem eigenen Beitrag (Klick hier).
Die Hauptwahl
Trump führt Umfragen in Swing States an
Schlechte Nachrichten für Präsident Biden: Laut repräsentativen Umfragen von Morning Consult sehen insbesondere unabhängige Wähler seine Wirtschaftspolitik Bidenomics skeptisch. Die Folge: Bei einer theoretischen Hauptwahl gegen Trump würde Präsident Biden gegenwärtig in fünf von sieben Swing States im Hintertreffen liegen. Präsident Biden führt lediglich die Umfrage für Nevada an, in Michigan gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nimmt man alle sieben Swing States zusammen, kommt Trump auf 47%, Präsident Biden auf 43%.
Kennedy will als Unabhängiger Präsident werden
Robert F. Kennedy Jr. hat seine Teilnahme an den demokratischen Präsidentschaftsvorwahlen zurückgezogen. Seine Ambitionen auf das Weiße Haus gibt der Neffe von John F. Kennedy jedoch nicht auf. Kennedy will nun als Unabhängiger an der Präsidentschaftswahl 2024 teilnehmen. Eine reale Chance auf den Wahlsieg hat RFK Junior nicht, allerdings könnte er den Kandidaten der beiden großen Parteien wichtige Wählerstimmen streitig machen. Die Drittkandidaten in der Übersicht (Klick hier).
Juristische Auseinandersetzungen auch für Familie Biden
Trump wurde mittlerweile schon in vier Fällen angeklagt. Doch auch die Familie von Präsident Biden hat sich mit der Justiz auseinanderzusetzen: Präsidentensohn Hunter Biden wurde nämlich wegen illegalen Waffenbesitzes von einer Geschworenenjury des Bundesstaates Delaware angeklagt. Hunter Biden wird zur Last gelegt, eine Waffe besessen zu haben, obwohl ihm dies als Drogenkonsument verboten war.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.