Videos des Monats Juni 2016

In einer neuen Rubrik stellt euch #Blog1600Penn in unregelmäßigen Abständen die interessantesten Videos des Wahlkampfes vor. Neben einem der wohl lustigsten Reden des Jahres gibt es im Monat Juni ebenso den ersten Werbespot zur Hauptwahl zu sehen.

Abschlussreden sind langweilig? Dann scheut euch diese herrliche Rede eines Schülers aus Chicago an, der die Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, Ted Cruz, Hillary Clinton, Bernie Sanders und Präsident Barack Obama perfekt imitierte:

 

Weniger lustig sieht naturgemäß Hillary Clinton den Präsidentschaftswahlkampf. Hillaryland hat den ersten Fernsehspot zur Hauptwahl veröffentlicht. In „Who We Are“ stellt sie die Unterschiede zu ihrem Konkurrenten Donald Trump heraus:


TV-Tipp

Mittwoch, 22. Juni 2016, 3 Uhr MEZ
CNN-Townhall mit den Kandidaten der Libertarian Party, Gary Johnson und Bill Weld.


 

Nach Orlando polarisiert Trump umso mehr

Mit 49 Toten und 53 Verletzten ereignete sich am Wochenende der schwerste Amoklauf in der Geschichte der Vereinigten Staaten beziehungsweise der schwerwiegendste Terroranschlag seit dem 11. September 2001.

Anstatt in solch einem Moment zusammenrücken, zeigt sich in den Reaktionen US-amerikanischer Spitzenpolitiker die in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsene politische Polarisierung.

Vor diesem Hintergrund erneuerte der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump bei einer Rede in Manchester, New Hampshire, seine Forderung nach einem temporären Einwanderungs- und Einreiseverbotes für Muslime.

Die derzeitige Einwanderungspolitik habe die wachsende inländische Terrorgefahr erst ermöglicht, so Trump. Er spielte darauf an, dass die Eltern der San Bernardino- und Orlando-Attentäter einst aus muslimischen Ländern eingewandert seien.

Ebenso sprach Trump, wie schon seine republikanischen Parteifreunde, von einer Gefahr, die von einem „radikalen Islam“ ausgehe. Im öffentlichen Diskurs der USA und Westeuropas bricht Trump damit offen mit politischen Korrektheiten. Hillary Clinton, Präsident Obama und Demokraten weigern sich diesen Terminus zu verwenden.

Trump forderte des Weiteren die muslimischen Gemeinde auf, bei der Verhinderung von möglichen Terroranschlägen mitzuhelfen. „Wer etwas weiß, es aber den Behörden nicht mitteilt und es dadurch zu einem Anschlag kommt, muss mit Konsequenzen rechnen“, so Trump.

Wie gewohnt polarisiert Trump mit seinen Vorschlägen. Doch in einem Punkt stimmt der New Yorker gar mit Demokraten aus dem Senat überein. Der Verkauf von Schusswaffen an mutmaßliche Terroristen, die unter Beobachtung stehen, soll verboten werden.

Trumps Rede zum Massaker in Orlando löste scharfe Kritik bei Parteikollegen, Demokraten und Präsident Obama aus. „Solche Positionen reflektieren nicht unsere demokratischen Ideale“, so Obama.

Die Diskussion um den sicherheitspolitischen Kurs der USA im In- und Ausland hat erst begonnen. Die Gemüter sind jedoch schon jetzt erhitzt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die gesellschaftliche und politische Teilung des Landes noch nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen ist.


Die Rede von Donald Trump in voller Länge und die Reaktionen hierzu in den untenstehenden Videos:

 

Wohin des Weges Anhänger von Bernie Sanders?

Es war die Woche von Hillary Rodham Clinton. Neben einer Vielzahl an Unterstützungen (Obama, Biden, Warren) hat sich die Demokratin mit weiteren Vorwahlsiegen die Präsidentschaftskandidatur gesichert. In Kalifornien konnte Clinton zudem mit 13 Prozentpunkten Vorsprung auf Bernie Sanders gar einen überraschend deutlichen Sieg einfahren.

Am letzten Super Tuesday des Vorwahlkampfes ließ Clinton keine Zweifel mehr aufkommen, wer die demokratische Partei in den Hauptwahlkampf gegen Donald Trump führen wird. Gleichwohl sei angemerkt, dass sich Sanders seine Niederlage noch nicht eingestehen will und weiterhin im Rennen bleibt.

Dabei ist es gar keine Niederlage für den Senator aus Vermont. Sanders hat den demokratischen Vorwahlkampf mehr geprägt, als er je gedacht hätte. Der 74-jährige hat die demokratische Partei mit seiner Themenwahl beeinflusst, nach links gerückt.

Nachdem Clinton zur designierten demokratischen Präsidentschaftskandidatin aufgestiegen ist, stellt sich die Frage, was nun aus den Anhängern von Bernie Sanders wird. Wie werden sich die 12 Millionen Bernie-Wähler in der Hauptwahl entscheiden? #Blog1600Penn wagt einen Ausblick.

Hillary Clinton (Demokraten)

Sanders hat den demokratischen Vorwahlkampf aufgemischt, da scheint es die logische Konsequenz, dass sich die Bernie-Anhänger auch für die demokratische Kandidatin in der Hauptwahl entscheiden.

Jedoch verkörpert Clinton das Establishment wie kaum eine andere Politikerin in den USA. Eben jenes Establishment, dass Sanders im Vorwahlkampf herausgefordert hat. Zudem gehört Clinton zu den sogenannten 1% der Oberklasse, gegen die Sanders kämpft.

Die enthusiastischen Sanders-Anhänger werden sich von Clinton kaum überzeugen lassen – „Mitläufer“ schon.

Donald Trump (Republikaner)

Donald Trump ist das republikanische Gegenstück zu Bernie Sanders. Trump hat sich gegen das Establishment durchgesetzt, will den alteingesessenen Politikbetrieb in Washington D.C. aufmischen.

Wie Sanders ist auch Trump skeptisch gegenüber Freihandelsvereinbarungen und sieht darin insbesondere die Nachteile für die US-amerikanische Bevölkerung. Folgerichtig haben Nachwahlbefragungen ergeben, dass bis zu einem Drittel der Sanders-Anhänger ernsthaft darüber nachdenken im November für Trump zu votieren.

Gary Johnson (Libertarian Party)

Neben Jil Stein (Grüne Partei) macht sich ebenso Gary Johnson Hoffnungen auf Stimmen aus dem Sanders-Lager. Johnson begründet dies mit der Nähe in gesellschaftspolitischen Fragen der beiden Kampagnen: die Freigabe von – weichen – Drogen und gleichgeschlechtliche Eheschließungen seien an dieser Stelle exemplarisch genannt. Auch die zurückhaltende außenpolitische Positionierung von Johnson dürfte den Unterstützern von Sanders zusagen.

Der Wettbewerb um die Anhänger von Bernie Sanders ist eröffnet. Kann die Bernie-Bewegung den Wahlkampf entscheiden – oder bleiben sie den Wahlurnen am 8. November gar fern?


 

Die Vorwahlen – der letzte Super Tuesday: Clinton erklärt sich zur Siegerin

Hillary Clinton hat einmal mehr Geschichte geschrieben. Die ehemalige Außenministerin wird die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin einer der beiden großen Parteien in den USA sein. Verlor sie im Jahr 2008 noch überraschend den Vorwahlkampf an Barack Obama, konnte sich Clinton acht Jahre später im demokratischen Bewerberfeld durchsetzen.

Gleichwohl tat sich Clinton auch in diesem Wahlzyklus schwer. In einer an quantitativ wie qualitativ schlecht besetzten innerparteilichen Konkurrenz war es zunächst nur eine Frage der Zeit, bis Clinton zur designierten demokratischen Präsidentschaftskandidatin gekürt werden würde.

Doch mit dem Aufstieg des bis vor kurzem noch unabhängigen Senators aus Vermont, Bernie Sanders, hatte niemand gerechnet. Der 74-jährige kämpfte und mobilisierte die Massen, mutierte zum Gegenstück der Kandidatin des Establishments, Hillary Clinton.

Die Folge waren unzählige Vorwahlsiege für den selbsternannten demokratischen Sozialisten. Sanders versuchte so lange wie möglich die Vorwahlen offen zu gestalten. Wenngleich er seit Wochen lediglich theoretische Chancen auf die Nominierung hatte, gab er nicht auf.

Für den letzten Super Tuesday des 2016er Vorwahlkampfes setzte Sanders alles auf Kalifornien. Das Ergebnis im Golden State wurde für ihn jedoch zu einer herben Enttäuschung. Mit 13 Prozentpunkten Unterschied unterlag er Clinton deutlich.

Am Ende standen am Dienstag den zwei Siegen von Sanders vier Siege von Clinton gegenüber. Neben Kalifornien entschied Clinton auch die Wahlen in New Jersey, New Mexico und South Dakota für sich.

Folgerichtig erklärte sich Hillary Clinton noch am Wahlabend zur Siegerin der demokratischen Vorwahlen. Clinton genoss sichtlich den Jubel ihrer Anhänger, die Glückwünsche des Präsidenten.

Derweil ignoriert Sanders den geschichtsträchtigen Triumph seiner Konkurrentin. Er plant den „Kampf bis zum Nominierungsparteitag“ im Juli fortzuführen. Ob er tatsächlich auf ein Wunder in Philadelphia in Form eines massenhaften „Umfallens“ der Superdelegierten hofft oder weitere Aufmerksamkeit für seine politischen Anliegen produzieren will, bleibt sein Geheimnis.

Am Donnerstag trifft sich Sanders mit Obama. Ob der Präsident den Senator zum Wohle der demokratischen Partei von einem Ausscheiden aus dem nahezu beendeten Vorwahlkampf, am Dienstag findet nur noch die Vorwahl in D.C. statt, überzeugen kann?


Alle Sieger der demokratischen Vorwahlen vom letzten Super Tuesday des Jahres hier…

und diese Staaten konnte Donald Trump für sich entscheiden…


Stimmungsbarometer 06/2016: Clinton kurz vor Nominierung

Am 7. Juni findet der letzte Super Tuesday des Vorwahlkampfes statt. Gewählt wird unter anderem in Kalifornien, New Jersey und New Mexico. Die Blicke richten sich insbesondere auf den Golden State, in dem Bernie Sanders mit einem weiteren Sieg seine Konkurrentin Hillary Clinton unter Druck setzen möchte.

Im Vorfeld dieser Vorwahlen versorgt euch #Blog1600Penn mit den aktuellen Delegierten-Zwischenständen sowie mit einem Ausblick auf die Hauptwahl, die aller Voraussicht nach zwischen Donald Trump und Hillary Clinton ausgefochten wird.

Die Grundlage für die Umfragewerte im Stimmungsbarometer 06/2016 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 19.05. und 02.06.2016. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.


Der Vorwahlkampf – Delegierten-Zwischenstände

Demokraten

DNCDelegierte

Die absolute Mehrheit liegt bei 2.383 Delegierten.
Hillary Clinton konnte schon 544 Superdelegierte für sich gewinnen und kommt somit auf insgesamt 2.313 Delegierte. Clinton steht somit kurz vor der nötigen absoluten Mehrheit.
Auf Bernie Sanders entfallen bislang lediglich 46 Superdelegierte, so dass der Senator insgesamt 1.547 Delegierte auf sich vereinen kann.

Republikaner

GOPDelegierte

Die absolute Mehrheit liegt bei 1.237 Delegierten.
Trump ist der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner.


DER VorWAHLKAMPF

Umfrage zur demokratischen Vorwahl in KALIFORNIEN am 7. Juni

DNCKalifornien


DER HauptWAHLKAMPF

Nationale Umfrage zu einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

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Der Kandidat der Libertarian Party, Gary Johnson, liegt bei 10%.

Wahlmännerprognose bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

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Bekanntlich geht es bei der Präsidentschaftswahl nicht darum, eine nationale Mehrheit hinter sich zu bringen, sondern eine absolute Mehrheit der Wahlmänner zu erreichen. Clinton liegt diesbezüglich aktuell deutlich vor Trump.

Nationale Umfrage zu einem Duell Bernie Sanders versus Donald Trump

TrumpSanders


DER HAUPTWAHLKAMPF – Umfragen in wichtigen Staaten

Umfrage in FLORIDA bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

Florida

Umfrage in OHIO bei einem Duell Hillary Clinton versus Donald Trump

Ohio