#Blog1600Penn Update: Erneuter Amoklauf erschüttert USA

#Blog1600Penn bringt euch über die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen auf den aktuellen Stand:

Amoklauf in Las Vegas

Während eines Country-Konzertes in Las Vegas wurden von einem Amokläufer 59 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Die Reaktion von Präsident Trump:

Weitere Reaktionen:

Gesundheitsminister zurückgetreten

Dienstreisen im Privatjet auf Kosten des Steuerzahlers wurden Tom Price zum Verhängnis. Der Druck auf den Gesundheitsminister wurde zu groß und Price trat zurück.

STREIT ZWISCHEN TRUMP UND NFL ESKALIERT
Zunächst hatte Präsident Trump American Football Spieler kritisiert, die während der Nationalhymne niederknien um gegen Rassendiskriminierung zu demonstrieren. Am 3. Spieltag nahm der Protest nun stark zu – hunderte Spieler knieten, einige Teams erschienen gar nicht zur Hymne.
72. UN-Vollversammlung

Die Vereinten Nationen traten in New York City zu ihrer 72. Vollversammlung zusammen. Präsident Trump rief zu einer Reform der UN auf und fand harte Worte gegenüber Nordkorea und dem Iran. Seine vielbeachtete Rede in voller Länge:

Bilderstrecke: Präsident Trump bei den Vereinten Nationen (The White House)

Clinton bei Colbert

Hillary Clinton hat sich bei einem Auftritt in der Late Night Show von Stephen Colbert über die russische Einflussnahme in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und zur UN-Rede von Präsident Trump geäußert:

Spicer bei Emmys-Verleihung

Überraschung bei der Verleihung der diesjährigen Emmys: Der ehemalige Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte einen humorvollen Auftritt:

Remember 9/11

Die islamistischen Anschläge von New York City, Washington D.C. und Pennsylvania jährten sich am 11. September 2017 zum 16. mal. Präsident Trump sprach im Rahmen der Gedenkzeremonien am Pentagon:


Leseempfehlung

„Democrats‘ DACA dishonesty“ (Real Clear Politics)
„The Partisan Divide on Political Values Grows Even Wider“ (Pew Research Center)
„America’s Complex Relationship With Guns“ (Pew Research Center)


Veranstaltungstipp

Donnerstag, 26.10.2017, 17:30 Uhr in der Kanadischen Botschaft zu Berlin:
„Die Startup-Szene im Transatlantischen Dialog. Wohin führt der Weg?“
Organisator: Initiative junger Transatlantiker

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#Blog1600Penn Update: Naturkatastrophen suchen USA heim

#Blog1600Penn bringt euch über die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen auf den aktuellen Stand:

Schuldenobergrenze angehoben

Der Kongress muss regelmäßig die Schuldenobergrenze anheben, damit die USA handlungsfähig bleiben. In einer ungewöhnlichen überparteilichen Zusammenarbeit haben sich Präsident Trump und Demokraten auf eine neue Obergrenze geeinigt. Des Weiteren wurden Hilfsmaßnahmen in Höhe von $ 15,25 Milliarden für die Opfer und Schäden des Hurrikan Harvey vereinbart.

Haben „Dreamer“ ausgeträumt?

Das von Präsident Obama im Jahr 2012 erlassene Dekret „Deferred Action for Childhood Arrivals (DACA)“, dass die Kinder von illegalen Einwanderern von einer Abschiebung schützt und einen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht, wurde von Präsident Trump aufgekündigt.

Bis März ist der Erlass noch gültig. Bis dahin soll, so Trump, der Kongress eine nachhaltige Lösung in Form eines Gesetzes verabschieden. Kritik, auch von seinem Amtsvorgänger im Weißen Haus, folgte umgehend.

Leseempfehlung: „Trump Right That Congress, Not President, Should Decide on DACA“ (The Daily Signal)

Nordkorea zündet Wasserstoffbombe

Das Kim-Regime provoziert weiter. Diesmal hat Nordkorea eine Wasserstoffbombe – wohl erfolgreich – getestet. Die USA betonten in Zusammenarbeit mit ihren Verbündeten in der Region „die volle Bandbreite der diplomatischen, konventionellen und nuklearen Möglichkeiten“ einsetzen zu wollen. Zudem denkt die Trump-Administration darüber nach alle Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern einzufrieren, die Handel mit Nordkorea betreiben.

Leseempfehlung: „Südkorea schläft trotzdem ruhig“ (Internationale Politik und Gesellschaft)

Neues Clinton-Buch

What happened? Was ist passiert? In ihrem neuesten Werk beleuchtet Hillary Rodham Clinton die US-Präsidentschaftswahl 2016 aus ihrer Sicht. Das Buch ist ab dem 12. September 2017 im Handel erhältlich.

„Hillary Clinton: What happened“ bei amazon

Hurrikan Harvey sucht USA heim

Tropenstrum Harvey hat insbesondere im Bundesstaat Texas zu Überflutungen und schweren Schäden geführt. Präsident Trump hat die Überschwemmungsgebiete zweimal besucht. Ebenso plant Donald Trump $ 1 Million von seinem Privatvermögen zu spenden.

Nach Hurrikan Harvey macht sich mit Irma schon der nächste Wirbelsturm auf den Weg gen USA:

Neue Afghanistan-Strategie

Präsident Trump hat bei einer Rede zur Nation seine Afghanistan-Strategie offengelegt. Demnach sollen die US-Truppen in Afghanistan wieder verstärkt werden, ein Truppenabzug wie von Präsident Obama noch vorgesehen soll vorerst nicht stattfinden. Zu gefährlich sei ein hierdurch entstehendes Machtvakuum. Das Hauptaugenmerk solle von nun an auf der Bekämpfung der Terroristen und nicht auf Nation Building liegen.

Leseempfehlung: „Dieser Krieg ist militärisch nicht zu gewinnen“ (Internationale Politik und Gesellschaft)

Bannon verlässt das Weiße Haus

Weiterer Personalwechsel im Weißen Haus: Der umstrittene Präsidentenberater und Ex-Breitbart-Chef Steve Bannon musste seinen Arbeitsplatz aufgeben.

Personalkarussel im Überblick

TIME Magazine hat alle Personalwechsel in den ersten Monaten der Trump-Administration in einem Video zusammengefasst:


Leseempfehlungen

„Congressional productivity is up – but many new laws overturn Obama-era rules“ (Pew Research Center)
„Donald Trump – Ein Verrückter im Weißen Haus?“ (Cicero Online)
„Kommt die große US-Steuerreform?“ (WirtschaftsWoche)
„Read the Inauguration Day letter Obama left for Trump“ (CNN)
„Kamala Harris and Kirsten Gillibrand will lead Democrats to 2020 victory“ (The Hill)
„Stadt, Land, Endstation?“ (Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit)
„Washington steht geeint zu NATO“ (US-Botschaft und Konsulate in Deutschland)

Donald Trump – Ein Verrückter im Weißen Haus?

Die Berichterstattung über Donald Trump vermittelt oft den Eindruck, mit dem Unternehmer sei ein Wahnsinniger US-Präsident geworden. Ein Blick in die Geschichte und hinter die Kulissen verrät jedoch, dass er und seine Regierung durchaus rational agieren#Blog1600Penn mit einem Beitrag zur Präsidentschaft Trumps im renommierten politischen Magazin Cicero:

Ein Selbstdarsteller mit Schauspielerfahrung ist US-Präsident. Ausgestattet ist er mit einer ausgeprägten Dickköpfigkeit und einem Anti-Intellektualismus. Seine scharfen Worte an ausländische Mächte und seine sicherheitspolitischen Entscheidungen animieren Menschen weltweit zu Demonstrationen. Unter dieser Konstellation mutete es als eine Provokation an, dass der Präsident 345 Tage seiner Amtszeit in seinem Privatanwesen Rancho del Cielo verbrachte.

Auf Cicero Online weiterlesen…


Bildquelle: http://bit.ly/2wOy2jB

Grenze überschritten

Trump ist kein gewöhnlicher Politiker. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Immobilienmogul erst im Alter von 69 Jahren in diese Branche einstieg. Trump ist vielmehr ein Show- und Businessman mit Vorliebe zu einem direkten Draht zu seinen Anhängern. Twitter ist Trump-Medium.

Der Spiegel Cover vom 4.2.2017

Zu einer gewissen Unabhängigkeit von klassischen Medien gesellt sich ein ungewöhnlicher Regierungsstil. Auch deswegen wurde Trump gewählt. Auch deswegen wird er von Vielen abgelehnt.

Eine Ablehnung, die oftmals sogar in Hass umschlägt. „Der Spiegel“ machte dies mit einem fragwürdigen Titelbild, indem Trump die Freiheitsstatue köpfte, in Deutschland vor. Angesichts der Gräueltaten des Islamischen Staates mehr als makaber.

Nun übertrat auch die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Kathy Griffin auf der Nachrichtenseite „TMZ.com“ die Grenzen des Geschmacks und ließ sich mit einem geköpften und blutverschmierten Trump-Gesicht ablichten.

Ein ganzer Berufszweig wird durch solche Aktionen in Missgunst gezogen. Kritik an politischen Entscheidungen der Trump-Administration und eine unabdingbare tiefgründige politische Berichterstattung konterkariert.

Kathy Griffin

Insbesondere in Zeiten von Fake News und Alternativen Fakten ein Bärendienst. Dass Griffins Aktion zudem wenig thematisiert wird, spricht Bände. Ein offensichtlich unvollständiger und belangloser Tweet Trumps (#covfefe) erregt die Gemüter mehr als eine dargestellte Enthauptung des Präsidenten.

So bleibt der Eindruck erhalten, dass einige Personen in der Tat Trumps Kopf rollen sehen wollen. Nicht nur im metaphorischen Sinne im Rahmen eines Amtsenthebungsverfahrens, sondern auch real.

Die deutschsprachige „taz“ schloss im Februar einen Artikel mit dem Titel „Wer kann Trump jetzt noch stoppen?“ mit folgender für sich selbst sprechenden Antwort ab: „Historisch gesehen ist Mord am wirksamsten. Vier der 45 US-Präsidenten fielen Attentaten zum Opfer, zuletzt John F. Kennedy 1963.“

Dargestellte Enthauptungen. Aufruf zum Mord. Eine Grenze ist überschritten.


Reaktionen

First Lady Melania Trump:

As a mother, a wife, and a human being, that photo is very disturbing. When you consider some of the atrocities happening in the world today, a photo opportunity like this is simply wrong and makes you wonder about the mental health of the person who did it.

„Hollywood Still Has No Idea How to Resist Trump“ (Vice)


Bildquelle: i.ytimg.com/vi/WfbSWkSO1lA/maxresdefault.jpg

Rick Perry – Der Energieminister

2012 ging Rick Perry als Mitfavorit in das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Doch dann kam der berühmte „Oops-Moment“ (siehe untenstehendes Video): Perry fiel bei einer Debatte der Name der dritten staatlichen Behörde nicht ein, die er als Präsident abschaffen würde. Perrys Präsidentschaftsträume zerplatzten schlagartig.

Vier Jahre später versuchte der ehemalige Gouverneur von Texas einen zweiten Anlauf auf das Weiße Haus. Obwohl Perry auf den Wahlkampf besser vorbereitet war als noch 2012 und er sich zudem von den Nachwirkungen seiner Rückenoperation erholt hatte, fasste seine Kampagne nie Fuß.

Und dies, obwohl Texas in seinen 14 Jahren als Gouverneur einen ökonomischen Boom erlebte. Bei Amtsantritt lag die Arbeitslosenquote im Lone Star State noch 0,5 Prozentpunkte über dem US-amerikanischen Durchschnitt. Als Perry sein Amt im Jahr 2015 abgab lag die Arbeitslosenquote nur noch bei 4,4% und damit 1,3 Prozentpunkte unter dem Landesschnitt.

Doch wie der Präsidentschaftswahlkampf 2016 zeigte, setzte die Wählerschaft weniger auf politische Programme und Erfolge als auf populistische und politische Außenseiter. Dem Einzug in das Weiße Haus blieb dem ehemaligen Captain der U.S. Air Force, Perry diente unter anderem in Deutschland und England, einmal mehr verwehrt.

Nach einem Intermezzo bei Dancing With The Stars setzt sich die politische Laufbahn des 1950 in Haskell, Texas, geborenen Perry nach dem Wahlsieg von Donald Trump dennoch fort.

Rick Perry steht nämlich in der Trump-Administration dem Energieministerium vor. Eben jene dritte staatliche Behörde, die ihm im Präsidentschaftswahlkampf 2012 nicht einfiel und abschaffen wollte. Oops.


Die Trump-Administration in der Übersicht


Bildquelle: http://a.abcnews.com/images/Politics/AP-rick-perry1-ml-161213_12x5_1600.jpg