Die Buchempfehlung: „Diese Wahrheiten. Eine Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika“ (Jill Lepore)

Im Jahr 2020 wird in den Vereinigten Staaten von Amerika einmal mehr Geschichte geschrieben. Nach dem Freispruch von Präsident Donald Trump im Amtsenthebungsverfahren entscheiden nun die Bürger an der Wahlurne über die politische Zukunft des einstigen Immobilienmoguls.

Mit ihren 244 Jahren sind die USA ein noch vergleichbares junges Land. Doch egal ob Sklaverei und Abschaffung dergleichen, das Langzeitthema des Rassismus oder die Gründungsideale der Nation: Die älteste durchgehend bestehende Demokratie der Gegenwart hat eine aufregende, oftmals kontroverse, Historie aufzuweisen.

Bestsellerautorin Jill Lepore nimmt die Lesenden in ihrem neuesten Werk auf eine packende Reise durch die US-amerikanische Geschichte. Das Werk der Harvard-Professorin erschien auf Deutsch unter dem Titel „Diese Wahrheiten. Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika“. Das 965 Seiten starke im C.H. Beck Verlag erschienene Buch hat es hierzulande wie in den USA auf die Bestsellerlisten geschafft.

Die offizielle Buchbeschreibung

Die Amerikaner stammen von Eroberern und Eroberten, von Menschen die als Sklaven gehalten wurden, und von Menschen die Sklaven hielten, von der Union und von der Konföderation, von Protestanten und von den Juden, von Muslimen und von Katholiken, von Einwanderern und von Menschen, die dafür gekämpft haben, die Einwanderung zu beenden. In der amerikanischen Geschichte ist manchmal – wie in fast allen Nationalgeschichten – der Schurke des einen der Held des anderen. Aber dieses Argument bezieht sich auf die Fragen der Ideologie: Die Vereinigten Staaten sind auf Basis eines Grundbestands von Ideen und Vorstellungen gegründet worden, aber die Amerikaner sind inzwischen so gespalten, dass sie sich nicht mehr darin einig sind, wenn sie es denn jemals waren, welche Ideen und Vorstellungen das sind und waren.“
Aus der Einleitung

In einer Prosa von funkelnder Schönheit erzählt die preisgekrönte Historikerin Jill Lepore die Geschichte der USA von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Sie schildert sie im Spiegel jener «Wahrheiten» (Thomas Jefferson), auf deren Fundament die Nation gegründet wurde: der Ideen von der Gleichheit aller Menschen, ihren naturgegebenen Rechten und der Volkssouveränität. Meisterhaft verknüpft sie dabei das widersprüchliche Ringen um den richtigen Weg Amerikas mit den Menschen, die seine Geschichte gestaltet oder durchlitten haben. Sklaverei und Rassendiskriminierung kommen ebenso zur Sprache wie der Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen oder die wachsende Bedeutung der Medien. Jill Lepores große Gesamtdarstellung ist aufregend modern und direkt, eine Geschichte der politischen Kultur, die neue Wege beschreitet und das historische Geschehen geradezu hautnah lebendig werden lässt.

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