Ein Skandal kommt selten allein

In der vergangenen Woche startete die viel umjubelte Polit-Serie „House of Cards“ ihre dritte Staffel. Hierbei handelt es sich um Skandale und Intrigen des Washingtoner Politikbetriebes. Sicherlich etwas überspitzt dargestellt, doch auch die Realität hat Stoff für einen Vorwahlkampf-Thriller.

Zunächst wurde in den vergangenen Tagen aufgedeckt, dass Hillary Rodham Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin nicht, wie üblich, einen dienstlichen e-Mail Account benutzte, sondern einen Privaten. Clinton verstieß hiermit insbesondere gegen die Sicherheitsrichtlinien der Administration. Ein Vorgang, welcher einmal mehr die Schwächen der Favoritin auf die Präsidentschaftswahl 2016 aufzeigt: Sturheit und das Bewusstsein, sich gegen bestehende Regeln hinwegsetzen zu können.

Die Woche hätte für den möglichen republikanischen Kandidaten Dr. Ben Carson so gut verlaufen können. Erst kam er beim CPAC-Stimmungsbarometer auf einen guten vierten Platz der potentiellen Kandidaten. Dann ließ er verlauten, dass er die Möglichkeit einer Kandidatur vertieft ausloten will.

Doch die guten Nachrichten des Neurochirurgen wurden bald von seinem Statement, dass Homosexualität eine aktive Wahl sei, überschattet. Ein medialer Hurrikan machte sich über den Polit-Outsider breit. Doch nicht genug. Wenig später ruderte Dr. Carson zurück und stellte klar, dass er sich sehr wohl auch für Homosexuelle einsetze und diese keineswegs diskriminieren wollte.

I support human rights and Constitutional protections for gay people (…)
I am not a politician and I answered a question without really thinking about it thoroughly. No excuses.

Nachdem Dr. Carson mit erster Aussage liberale Amerikaner verschreckte, hat er nun auch einen schweren Stand im konservativen Umfeld. Für die republikanische Vorwahl hat er sich somit einen Bärendienst erwiesen.

Streets of Philadelphia

Nun haben auch die Demokraten den Ort für ihren Nominierungsparteitag im Jahr 2016 bekanntgegeben. Der demokratische Kandidat – oder wohl eher Kandidatin – wird in der geschichtsträchtigen Stadt am Delaware River nominiert werden: in Philadelphia.

Der Parteitag dürfte somit im Wells Fargo Center, der Heimspielstätte der Philadelphia Flyers (Eishockey) und der Philadelphia 76ers (Basketball) stattfinden. Die Arena bietet Platz für mehr als 20.000 Besucher. Für die Rede des Präsidentschaftskandidaten könnte das benachbarte Lincoln Financial Field, der 70.000 Zuschauer fassenden Heimstätte des American Football Teams der Eagles, dienen.

Die offizielle Website der Democratic National Convention findest du hier:
convention.democrats.org

Die offizielle Website des Wells Fargo Center findest du hier:
www.wellsfargocenterphilly.com 

Die offizielle Website des Lincoln Financial Field findest du hier:
www.lincolnfinancialfield.com

Bereit für Hillary?

Dass Hillary Rodham Clinton nach 2008 einen zweiten Versuch starten will, als erste Frau in das Weiße Haus einzuziehen, ist seit vielen Jahren bekannt. Doch nun verdichten sich die Anzeichen, dass Hillary im Jahr 2016 auch ernsthaft erneut antreten wird.

Dementsprechend verstärkt Hillary Clinton einerseits zunehmend ihren Beraterstab. Obamas Berater John Podesta ist hierbei beispielsweise zu erwähnen. Andererseits berichtet das US-Magazin POLITICO, dass die offizielle Ankündigung als Kandidatin in den demokratischen Vorauscheidungskampf einzutreten, Anfang April erfolgen könnte.

Dies wären vier Monate später, als bei ihrer ersten Kandidatur 2008. Hillary kann sich mit ihrer Ankündigung auch alle Zeit lassen, sehen die potentiellen Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei alles andere als wettbewerbsfähig aus. Umfragen sehen Clinton mit einem Vorsprung von mindestens 50 Prozentpunkten zu ihren Mitbewerbern ausgestattet.

Termine für Nominierungsparteitage stehen fest

Nachdem Republikaner schon vor einiger Zeit verkündet haben, dass der Parteitag für die Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten am 18. bis 21. Juli 2016 in Cleveland, Ohio, stattfinden wird, haben sich nun auch die Demokraten entschieden.

Die demokratische Partei wird ihren Kandidaten in der Woche vom 25. Juli 2016 aufs Schild heben. Der Ort für die Veranstaltung steht jedoch noch nicht fest. Im Rennen sind Columbus (Ohio), New York City und Philadelphia.

Die Nominierungsveranstaltungen finden damit zwei Monate früher als bei der Präsidentschaftswahl 2016 statt.

State of the Union: Barack Obama – der amerikanische Robin Hood

Im politischen Betrieb Washingtons dreht sich alles um Esel und Elefanten. Der ewige Kampf zwischen den beiden so grundverschiedenen Tieren oder anders ausgedrückt zwischen Obamas Demokraten und Republikanern ist so polarisiert wie selten zuvor. Und jetzt greift auch noch eine weitere Tierart in das Geschehen ein: die lahme Ente.

Denn so wird der Präsident genannt, wenn dessen Partei in beiden Kammern der Legislative keine Mehrheit besitzt. So geschehen in den Kongresswahlen vergangenen November. Neben dem Repräsentantenhaus vor vier Jahren haben Demokraten nun auch noch den Senat an die Republikaner verloren. Große Handlungsfähigkeit für den oftmals so genannten mächtigsten Mann der Welt sieht anders aus.

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