Stimmungsbarometer 7/15: Trump verunsichert Republikaner

Nahezu alle Kandidaturen sind verkündet und die TV-Debatten stehen kurz bevor. Ein guter Zeitpunkt für unser monatliches Stimmungsbarometer – im Monat Juli erstmals in neuem Design!

Grundlage sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 26.06. und 15.07.2015. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.
(Grün/ Rot = Zum vorherigen Stimmungsbarometer an Prozentpunkten gewonnen/ verloren)


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Hillary Clinton führt nach wie vor unangefochten das demokratische Bewerberfeld an. Jedoch konnte in den letzten Wochen Bernie Sanders den Abstand zur ehemaligen Außenministerin verringern.

National

DNC

Vizepräsident Joe Biden hat sich weiterhin noch nicht über eine mögliche Kandidatur entschieden.

VORWAHL IOWA – Top 3

DNCIowa

VORWAHL NEW HAMPSHIRE – Top 3

DNCNH


Republikaner

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Das Stimmungsbarometer bei der republikanischen Partei führt weiterhin Jeb Bush an. Jedoch konnte Multimilliardär Donald Trump in den letzten Umfragen stark aufholen und führt sogar neuste Umfragen an. Die besten zehn Kandidaten qualifizieren sich für die erste Debatte am 6. August.

National

GOP

John Kasich gibt seine Kandidatur am 21. Juli bekannt.

Vorwahl Iowa – Top 3

GOPIowa

Vorwahl New Hampshire – Top 3

GOPNH


General Election – Hillary Clinton vs. Top 3 der GOP

15 Monate vor der eigentlichen Präsidentschaftswahl ist zwar ein Blick auf Umfragen zu möglichen Duellen noch wenig aussagekräftig. Für einen ersten Stimmungstest dennoch von Interesse. In dieser Rubrik wird die Favoritin auf die demokratische Kandidatur, Hillary Clinton, mit den Top 3 der aktuellen republikanischen Umfrage verglichen.

Obwohl Clintons Beliebtheitswerte einen neuen Tiefststand erreicht haben, nur 39% der Amerikaner stehen Hillary positiv gegenüber, führt sie weiterhin jede Umfrage gegen einen potentiellen republikanischen Herausforderer an.

Am engsten ist derzeit ein mögliches Duell zwischen Clinton und Paul (47% vs. 41,8%). Nachfolgend jedoch der Vergleich zwischen Hillary und den derzeit führenden Republikanern:

Clinton vs. Bush

ClintonBush

Clinton vs. Walker

ClintonWalker

Clinton vs. Trump

ClintonTrump

Stimmungsbarometer 6/15: Sanders und Dr. Carson holen auf

Viele weitere Kandidaturen wurden in den vergangenen Wochen verkündet. In wie weit sich dies auf die Umfrageergebnisse ausgewirkt hat, lest ihr nachfolgend auf Grundlage der durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 19.05. und 14.06.2015:

Bei Demokraten konnte Bernie Sanders an Zustimmung gewinnen. Hillary Clinton verfügt jedoch weiterhin über einen komfortablen Vorsprung.

1. H.Clinton__________59,7% (-4,5)polls_dem_4600_506736_answer_1_xlarge
2. Biden_____________11,4% (+1,6)
3. Sanders___________11,2% (+3,8)
4. O’Malley____________2,5% (+1,3)
5. Webb______________2,0% (-0,6)
6. Chafee_____________1,2% (-0,3)

Vizepräsident Joe Biden entscheidet über eine mögliche Kandidatur am 01. August. Noch keine Entscheidung ist bei Jim Webb gefallen.

Bei der Grand Old Party gibt es mittlerweile schon zwölf Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Dr. Ben Carson konnte sich im aktuellen Stimmungsbarometer in die Spitzengruppe katapultieren.

1. J.Bush____________10,8% (-4,6)1179px-Republicanlogo.svg
2. Walker____________10,6% (-2,6)
3. Rubio_____________10,0% (-3,2)
4. Dr. Carson___________9,4% (+1,6)
5. Huckabee___________8,6% (-)
6. Paul________________8,2% (-1,0)
7. Cruz________________7,0% (-1,6)
8. Christie______________4,6% (-0,8)
9. Trump_______________3,6%
10. Perry_______________3,2% (+0,8)

11. Santorum___________2,2% (-0,1)
12. Fiorina______________1,8% (+0,5)
13. Kasich______________1,8% (-0,2)
14. Graham_____________1,4% (+0,1)
15. Jindal_______________1,0% (-0,3)

Die zehn republikanischen Kandidaten, welche in Umfragen am besten abschneiden, qualifizieren sich für die erste TV-Debatte am 06. August auf FOX News.

Bobby Jindal gibt seine Präsidentschaftskandidatur voraussichtlich am 24. Juni bekannt. Scott Walker folgt ihm wohl am 13. Juli. Chris Christie und John Kasich haben sich noch nicht entschieden.


Fett = Kandidatur offiziell verkündet
Grün = Zum vorherigen Stimmungsbaromter an Platzierung/ Prozentpunkten gewonnen
Rot = Zum vorherigen Stimmungsbarometer an Platzierung/ Prozentpunkten verloren


KANDIDATUR VERKÜNDET: Rick SANTORUM (R)

Im Präsidentschaftswahlkampf 2012 hatte niemand mit ihm gerechnet, und doch wurde er zum größten Konkurrenten des späteren republikanischen Kandidaten Mitt Romney. Auch drei Jahre nach den Vorwahlsiegen in elf Bundesstaaten scheint sein Selbstbewusstsein ungebrochen zu sein, sonst würde sich Richard John Santorum, genannt Rick, wohl kaum noch einmal um die Präsidentschaftskandidatur bewerben.

Denn das republikanische Bewerberfeld ist diesmal quantitativ wie qualitativ stärker besetzt. Dies erhöht folglich für den 57-jährigen ehemaligen Kongressabgeordneten keineswegs die Chancen auf die Nominierung. Insbesondere auf Grund der Tatsache, dass u.a. mit Ted Cruz und Dr. Ben Carson weitere Kandidaten um sozial-konservative und religiös-rechte Wähler werben.

logoDies führt dazu, dass Santorum zu Beginn seines Wahlkampfes  das Feld von hinten aufrollen muss. In Umfragen liegt er derzeit bei schwachen 2% – selbst in seinem Wählermilieu kommt er über diese Prozentzahl nicht hinaus. Im Vergleich hierzu liegt beispielsweise Ted Cruz bei sozial-konservativen Wählern derzeit 39 Prozentpunkte vor Santorum.

Diese schlechte Ausgangslage führt dazu, dass einige Mitarbeiter von Santorums 2012er Wahlkampagne nun bei der Konkurrenz angestellt sind. Ebenso sind 93% der Republikaner der Auffassung, dass der erzkatholische Sohn eines italienischen Auswanderers seine starke Performance aus dem Jahre 2012 nicht noch einmal wiederholen kann.

Konnte Santorum im letzten Wahlkampf Republikaner noch mit seinem strikten Kultur-Konservatismus begeistern, wird ihm alleine die Ablehnung von Abtreibung und gleichgeschlechtlicher Ehe sowie die Anzweiflung des Klimawandels diesmal nicht reichen. Aber 2012 hat ja auch niemand mit Rick Santorum gerechnet…

https://twitter.com/RickSantorum/status/603676612102594560


Website: www.ricksantorum.com
Facebook: facebook.com/RickSantorum
Twitter: twitter.com/ricksantorum

Stimmungsbarometer 5/15: Bush und Walker führen GOP-Feld an

Noch etwas mehr als 540 Tage bis zur US-Präsidentschaftswahl 2016. Die Bewerberfelder um die jeweiligen Präsidentschaftskandidaturen, insbesondere bei der  Republikanischen Partei, nehmen an Quantität weiterhin zu. Ein Blick auf aktuelle Umfragen zeigt, welche Kandidaten schon jetzt unter Druck stehen.

Nachfolgend die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 19.04. und 13.05.2015 (fett = Kandidatur offiziell verkündet).

Trotz Zunahme von Skandalen führt Hillary Clinton – unter anderem mangels Alternativen – weiterhin unangefochten das Feld bei den Demokraten an:

  1. Clinton 64,2%polls_dem_4600_506736_answer_1_xlarge
  2. Warren 12,5%
  3. Biden 9,8%
  4. Sanders 7,4%
  5. Webb 2,6%
  6. Chafee 1,5%
  7. O’Malley 1,2%

Bei den Republikanern zeichnet sich weiterhin ein enger und harter Vorwahlkampf ab:

  1. 1179px-Republicanlogo.svgBush 15,4%
  2. Walker 13,2%
  3. Rubio 13,2%
  4. Paul 9,2%
  5. Huckabee 8,6%
  6. Cruz 8,6%
  7. Dr. Carson 7,8%
  8. Christie 5,4%
  9. Perry 2,4%
  10. Santorum 2,3%
  11. Kasich 2,0%
  12. Fiorina 1,3%
  13. Jindal 1,3%
  14. Graham 1,3%

In der wichtigen Vorwahl im Staat Iowa, hier wird zuerst gewählt, hat Scott Walker (17,5%) einen Vorsprung von 5,5 Prozentpunkte auf Marco Rubio (12%). In New Hampshire liegt Walker mit 17,2% vor Bush (14,2%) und Paul 12,8%.

Des Weiteren wird am 27. Mai der erzkonservative Rick Santorum seinen Hut im Kampf um das Weiße Haus in den Ring werfen. Lindsey Graham, Senator von South Carolina, wird seine Kandidatur voraussichtlich kurz danach am 01. Juni bekanntgeben.

KANDIDATUR VERKÜNDET: Mike HUCKABEE (R)

Bei Betrachtung des Titelbildes dieses Hintergrundartikels könnte fast der Gedanke aufkommen, dass sich nun auch ein Gitarrist für das höchste Amt der Vereinigten Staaten bewirbt. Doch hierbei handelt es sich um den ehemaligen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, der bei seinen politischen Veranstaltungen auch ganz gerne musikalisch auftritt.

Öffentliche Auftritte weiß der einstige Pastor der Southern Baptist Church für sich zu inszenieren. So konnte Huckabee schon bei seinem ersten Anlauf auf das Weiße Haus im Jahr 2008 bei der republikanischen Vorwahl Erfolge für sich verbuchen. Sein Sieg in Iowa katapultierte ihn Schlagartig zum Mitfavoriten um die Präsidentschaftskandidatur.

Ich bin nicht Republikaner, weil ich reich geboren wurde. Ich bin Republikaner, weil ich nicht arm bleiben und darauf warten wollte, dass mich die Regierung rettet. (Mike Huckabee)

Letztendlich musste Huckabee, trotz mehrer Vorwahlsiege, John McCain den Vortritt lassen. Den letzten Punch konnte der konservative Republikaner auf Grund finanzieller Schwierigkeiten nicht setzen. Huckabee gilt damals wie heute als wenig diszipliniert, wenn es um das Spendensammeln geht. Ein im Wahlkampfsystem der USA fataler Nachteil.

Insbesondere auch auf Grund der Tatsache, dass Mike Huckabee um die gleiche Wählergruppe von konservativen Christen wirbt, wie auch schon Ted Cruz und Dr. Ben Carson. Mit Rick Santorum wird in den nächsten Wochen ein weiterer Kandidat erwartet, der auf diese Bevölkerungsgruppe abzielt.

Mit dem Club for Growth hat sich des Weiteren ein einflussreiches Netzwerk gegen Huckabee positioniert, wie beispielsweise das Werbevideo am Ende des Artikels zeigt. Der Club for Growth kritisiert, dass Huckabee als Gouverneur Steuererhöhungen vornahm – und nicht, wie von ihm propagiert, Steuern gesenkt habe.

Trotz dieser nicht gerade vorteilhaften Voraussetzungen für einen erneuten Anlauf auf das Weiße Haus, gibt sich Huckabee kampfeslustig. Mit einer launigen Rede versuchte er seine Anhänger auf den bevorstehenden, langen Wahlkampf einzustimmen. Dabei vergaß er nicht seine Wurzeln, die in Hope liegen, zu betonen – und das sein Heimatort und Zeit als Gouverneur von Arkansas die einzigen Gemeinsamkeiten mit Bill Clinton sind.

Ich habe keine weltweit agierende Stiftung (…) Ich komme nicht aus einer Familiendynastie. (Mike Huckabee)

Neben den Clintons greift Huckabee die seiner Meinung nach einseitigen Entscheidungen des Supreme Court, insbesondere im Hinblick auf Urteile zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zu Obamas Gesundheitsreform, an. Als Vertreter des christlichen Zionismus steht Huckabee des Weiteren für eine uneingeschränkte Solidarität mit Israel. Obamas Iran-Deal lehnt er folglich ab.

Schlussendlich gilt festzustellen, dass Mike Huckabee nicht mehr als Außenseiterchancen bezüglich der republikanischen Präsidentschaftskandidatur einzuräumen sind. In sozialen Fragen könnte seine Kandidatur jedoch das Bewerberfeld – noch – weiter nach rechts rücken lassen. Dies wäre zumindest ein Grund für Huckabee, weiterhin freudig Gitarre zu spielen.


Huckabees Bewerbungsrede für die republikanische Präsidentschaftskandidatur:

Erster Wahlwerbespot:

Club for Growth schaltet Werbespot gegen Mike Huckabee:


Website: www.mikehuckabee.com
Facebook: facebook.com/mikehuckabee?fref=ts
Twitter: twitter.com/GovMikeHuckabee