KANDIDATUR VERKÜNDET: Mike HUCKABEE (R)

Bei Betrachtung des Titelbildes dieses Hintergrundartikels könnte fast der Gedanke aufkommen, dass sich nun auch ein Gitarrist für das höchste Amt der Vereinigten Staaten bewirbt. Doch hierbei handelt es sich um den ehemaligen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, der bei seinen politischen Veranstaltungen auch ganz gerne musikalisch auftritt.

Öffentliche Auftritte weiß der einstige Pastor der Southern Baptist Church für sich zu inszenieren. So konnte Huckabee schon bei seinem ersten Anlauf auf das Weiße Haus im Jahr 2008 bei der republikanischen Vorwahl Erfolge für sich verbuchen. Sein Sieg in Iowa katapultierte ihn Schlagartig zum Mitfavoriten um die Präsidentschaftskandidatur.

Ich bin nicht Republikaner, weil ich reich geboren wurde. Ich bin Republikaner, weil ich nicht arm bleiben und darauf warten wollte, dass mich die Regierung rettet. (Mike Huckabee)

Letztendlich musste Huckabee, trotz mehrer Vorwahlsiege, John McCain den Vortritt lassen. Den letzten Punch konnte der konservative Republikaner auf Grund finanzieller Schwierigkeiten nicht setzen. Huckabee gilt damals wie heute als wenig diszipliniert, wenn es um das Spendensammeln geht. Ein im Wahlkampfsystem der USA fataler Nachteil.

Insbesondere auch auf Grund der Tatsache, dass Mike Huckabee um die gleiche Wählergruppe von konservativen Christen wirbt, wie auch schon Ted Cruz und Dr. Ben Carson. Mit Rick Santorum wird in den nächsten Wochen ein weiterer Kandidat erwartet, der auf diese Bevölkerungsgruppe abzielt.

Mit dem Club for Growth hat sich des Weiteren ein einflussreiches Netzwerk gegen Huckabee positioniert, wie beispielsweise das Werbevideo am Ende des Artikels zeigt. Der Club for Growth kritisiert, dass Huckabee als Gouverneur Steuererhöhungen vornahm – und nicht, wie von ihm propagiert, Steuern gesenkt habe.

Trotz dieser nicht gerade vorteilhaften Voraussetzungen für einen erneuten Anlauf auf das Weiße Haus, gibt sich Huckabee kampfeslustig. Mit einer launigen Rede versuchte er seine Anhänger auf den bevorstehenden, langen Wahlkampf einzustimmen. Dabei vergaß er nicht seine Wurzeln, die in Hope liegen, zu betonen – und das sein Heimatort und Zeit als Gouverneur von Arkansas die einzigen Gemeinsamkeiten mit Bill Clinton sind.

Ich habe keine weltweit agierende Stiftung (…) Ich komme nicht aus einer Familiendynastie. (Mike Huckabee)

Neben den Clintons greift Huckabee die seiner Meinung nach einseitigen Entscheidungen des Supreme Court, insbesondere im Hinblick auf Urteile zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zu Obamas Gesundheitsreform, an. Als Vertreter des christlichen Zionismus steht Huckabee des Weiteren für eine uneingeschränkte Solidarität mit Israel. Obamas Iran-Deal lehnt er folglich ab.

Schlussendlich gilt festzustellen, dass Mike Huckabee nicht mehr als Außenseiterchancen bezüglich der republikanischen Präsidentschaftskandidatur einzuräumen sind. In sozialen Fragen könnte seine Kandidatur jedoch das Bewerberfeld – noch – weiter nach rechts rücken lassen. Dies wäre zumindest ein Grund für Huckabee, weiterhin freudig Gitarre zu spielen.


Huckabees Bewerbungsrede für die republikanische Präsidentschaftskandidatur:

Erster Wahlwerbespot:

Club for Growth schaltet Werbespot gegen Mike Huckabee:


Website: www.mikehuckabee.com
Facebook: facebook.com/mikehuckabee?fref=ts
Twitter: twitter.com/GovMikeHuckabee

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4 Gedanken zu “KANDIDATUR VERKÜNDET: Mike HUCKABEE (R)

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