„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; The White House;
U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Das Gros des Teilnehmerfeldes zu den innerparteilichen Präsidentschaftsvorwahlen 2024 steht. Kandidaten reisen durch die frühen Vorwahlstaaten. Die erste Fernsehdebatte der republikanischen Kandidaten wird Ende August abgehalten. Der Vorwahlkampf nimmt an Fahrt auf. Das #uswahl2024 Update informiert vor diesen Hintergründen über die wichtigsten Ereignisse rund um Amerikas Entscheidung 2024.
Die Vorwahlen
An den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen nehmen bislang 15 Kandidaten teil. Eine Sonderseite informiert über die Teilnehmer (Klick hier). Bei den demokratischen Vorwahlen wird Präsident Joe Biden von Marianne Williamson und Robert F. KennedyJr. herausgefordert.
Ron DeSantis entlässt ein Drittel seiner Mitarbeiter
Ron DeSantis hat sein Wahlkampfteam verkleinert. Mindestens 38 Mitarbeiter, gleichbedeutend mit einem Drittel des gesamten Mitarbeiterstabs, wurden entlassen. Der Grund: Der Vorwahlkampf des Gouverneurs von Florida verläuft bislang weniger gut als von DeSantis und dessen Gönnern erhofft. In landesweiten Umfragen zu den republikanischen Vorwahlen kommt DeSantis zwar auf Rang Zwei. Doch in den vergangenen Wochen konnte Donald Trump seinen Vorsprung auf DeSantis deutlich ausbauen. Die Kampagne soll in den nächsten Wochen grundlegend umgebaut werden.
Spendeneinnahmen im 2. Quartal 2023
Zum 15.07.2023 mussten die Präsidentschaftskandidaten ihre Spendeneinnahmen im 2. Quartal des Jahres (April – Juni) öffentlich machen. Die meisten Spenden konnten Präsident Joe Biden und Trump generieren. Es gilt jedoch zu beachten, dass die meisten Teilnehmer der Vorwahlen erst während des zweiten Quartals ihre Kandidaturen verkündeten, so dass nicht der gesamte Zeitraum zum Sammeln von Spenden genutzt werden konnte.
Kandidat
Spendeneinnahmen
Bemerkung
Kandidatur verkündet
Präsident Joe Biden
$72,0 Millionen
davon sammelte die Demokratische Partei $52,1 Millionen für Biden
25.04.2023
Donald Trump
$35,0 Millionen
davon sammelte ein Super PAC $18,0 Millionen für Trump
15.11.2022
Ron DeSantis
$20,1 Millionen
24.05.2023
Vivek Ramaswamy
$7,7 Millionen
22.05.2023
Nikki Haley
$7,3 Millionen
14.02.2023
Robert F. Kennedy Jr.
$6,4 Millionen
05.04.2023
Tim Scott
$6,1 Millionen
22.05.2023
Chris Christie
$1,7 Millionen
06.06.2023
Doug Burgum
$1,5 Millionen
Burgum hat seiner eigenen Kampagne zusätzliche $10 Millionen geliehen
07.06.2023
Mike Pence
$1,2 Millionen
Mehr als ein Viertel der Spenden kamen aus Indianapolis, IN
07.06.2023
Francis Suarez
$1,0 Millionen
14.06.2023
Marianne Williamson
$920.000
04.03.2023
Asa Hutchinson
$743.000
26.04.2023
Alle Angaben ohne Gewähr.
Erste TV-Debatte im August
Am 23.08.2023 findet im Fiserv Forum zu Milwaukee, MN, die erste Fernsehdebatte zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen statt. Der ausrichtende Fernsehsender Fox News hat Bret Baier und Martha McCallum als Moderatoren benannt. Die Debatte beginnt um 21 Uhr ET (03 Uhr MEZ).
Zur Teilnahme sind nur Kandidaten berechtigt, die a) von mindestens 40.000 unterschiedlichen Personen (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) eine Wahlkampfspende erhalten haben sowie b) in drei landesweiten Umfragen mindestens ein Prozent erhalten haben oder in zwei landesweiten Umfragen sowie in zwei Umfragen in frühen Vorwahlstaaten mindestens ein Prozent erzielen konnten. Kandidaten müssen c) zudem versichern, den zukünftigen republikanischen Präsidentschaftskandidaten in der Hauptwahl zu unterstützen.
Erste Vorwahl terminiert
Die erste republikanische Präsidentschaftsvorwahl wird am 15.01.2024 in Iowa stattfinden. Der Hawkeye State ist traditionell der erste Bundesstaat, der über die Präsidentschaftskandidaten der jeweiligen Parteien entscheidet. Die Demokratische Partei versucht für das kommende Wahljahr jedoch einen neuen Weg einzuschlagen und die Bürger von South Carolina zuerst wählen zu lassen. Das Vorhaben stößt jedoch bislang auf Umsetzungsschwierigkeiten. Auf einer Sonderseite werden die Vorwahltermine regelmäßig aktualisiert (Klick hier).
Republikaner werben beim Lincoln Dinner um Wählerstimmen
Die meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten warben beim traditionellen Lincoln Dinner in Des Moines, IA, um die Gunst der Wählerschaft. Lediglich Will Hurd und Asa Hutchinson nutzten bei dieser Veranstaltung die Chance, den in Umfragen führenden und skandalgeplagten ehemaligen Präsidenten Trump deutlich zu kritisieren.
So positionieren sich die Kandidaten zur Ukraine
Am 24.02.2022 erfolgte die vollumfängliche russische Invasion der Ukraine. Seitdem wehren sich die Ukrainer tapfer. Unterstützung erfährt die Ukraine in ihrem Freiheitskampf durch westliche militärische, humanitäre und finanzielle Hilfen. Mit der US-Präsidentschaftswahl 2024 könnte sich dieses Engagement jedoch grundlegend verändern. In einem ausführlichen Beitrag auf „1600 Pennsylvania“ wurden die Positionen der (wichtigsten) Präsidentschaftskandidaten zur Thematik herausgearbeitet (Klick hier).
Die Hauptwahl
Gibt es 2024 nur vier umkämpfte Staaten?
Die USA bestehen bekanntlich aus 50 Bundesstaaten. Doch laut einer Analyse von Larry Sabato’s Crystal Ball könnten bei der Präsidentschaftswahl 2024 nur vier Staaten umkämpft sein. Diese sind nach jetzigem Stand Arizona (11 Wahlmänner), Georgia (16), Nevada (6) und Wisconsin (10). Vor diesem Hintergrund gehen Demokraten mit wahrscheinlichen 260 und Republikaner mit 235 Wahlmänner in das Votum. Für die Wahl zum Präsidenten werden 270 Wahlmänner benötigt.
Was ist das beste Alter für einen US-Präsidenten?
Eine repräsentative Umfrage des Pew Research Center hat US-Amerikaner befragt, was ihrer Meinung nach das beste Alter für einen US-Präsidenten sei. Dies sind die Ergebnisse:
Alter des Präsidenten
Für __% US-Amerikaner das beste Präsidentenalter
30er
3%
40er
17%
50er
49%
60er
24%
älter als 70
3%
Für eine relative Mehrheit der US-Amerikaner sollte der Hausherr von 1600 Pennsylvania Avenue zwischen 50 und 59 Jahre alt sein. Präsident Biden ist gegenwärtig 80 Jahre, sein größter Herausforderer Trump 77 Jahre alt.
Gruppierung No Labels beunruhigt Demokraten
Die Gruppierung No Labels versucht für einen Mittelweg zwischen den extremen Positionen beider großer Parteien zu werben. Bei einer ersten Veranstaltung im Saint Anselm College in Manchester, NH, stellte No Labels 30 politische Anliegen explizit vor. Beispielsweise sollen Abtreibungen eingeschränkt, aber nicht verboten werden oder erneuerbare Energien gefördert, aber kein Verbot von fossilen Brennstoffen geben.
An der Veranstaltung nahmen auch der demokratische U.S. Senator Joe Manchin und der einstige republikanische Gouverneur Jon Huntsman teil, die damit Spekulationen um eine gemeinsame Präsidentschaftskandidatur für No Labels anheizten. Sollte die Gruppierung einen Drittkandidaten in die kommende Präsidentschaftswahl entsenden, würde davon laut repräsentativen Umfragen der Quinnipiac University sowie von CNN/SSRS der Kandidat der Republikanischen Partei profitieren.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Im Jahr 2014 annektierte die Russische Föderation die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig. Im gleichen Jahr besetzte Russland Teile des Donbas. Im Jahr 2022 erfolgte die vollumfängliche russische Invasion der Ukraine. Seitdem wehren sich die Ukrainer tapfer gegen die russische Aggression. Unterstützung erfährt die Ukraine in ihrem Freiheitskampf durch westliche militärische, humanitäre und finanzielle Hilfen.
Mit der US-Präsidentschaftswahl 2024 könnte sich dieses Engagement jedoch grundlegend verändern – im positiven wie im negativen Sinne für die Ukraine. Vor diesem Hintergrund arbeitet der nachfolgende Beitrag die Positionen der (wichtigsten) Präsidentschaftskandidaten zur Thematik heraus.
Republikanische Kandidaten
Donald Trump: Verfechter eines naiven „America First“
Seit seinem Bestseller The Art of the Deal aus dem Jahr 1987 genießt der einstige Immobilienmogul Donald Trump den Ruf eines Dealmakers, also eines Geschäftemachers mit dem Talent, Vereinbarungen zu seinem Vorteil treffen zu können. Ein angebliches Talent, mit dem Trump auch bei der Lösung des Ukraine-Krieges prahlt: Laut eigener Aussage würde er es nämlich schaffen den „Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden“.
Ich denke nicht über die Kategorien Sieg oder Niederlage nach. Ich denke darüber nach, wie all das Töten beendet werden könnte.
Donald Trump im Interview mit Kaitlan Collins auf CNN.
Um dies zu erreichen brachte Trump Gebietsabtretungen von Seiten der Ukraine ins Spiel, da nach seiner Aussage ja ohnehin schon „russischsprachige Gebiete“ existieren würden. Die US-Hilfen für die Ukraine sieht Trump infolgedessen sehr skeptisch. Diese würden den Krieg vielmehr verlängern und noch weitere Opfer fordern. Gegenüber europäischen Hilfen für die Ukraine hat Trump jedoch nichts einzuwenden. Für die Entscheidung von Präsident Joe Biden, Streumunition an die Ukraine zu liefern, fand Trump kritische Worte:
Biden führt uns mit der Lieferung von Streumunition in den Dritten Weltkrieg.
Ron DeSantis: Inkonsistente Trump-Kopie
Ron DeSantis setzt in seinem Wahlkampf auf Trumps populistische Parolen, wohlwissend, dass er mangels eigener Skandale eine wählbarere Alternative für das gleiche Klientel darstellen könnte. Dies macht sich bei den Stellungnahmen des Gouverneurs von Florida zur Ukraine-Politik ebenso bemerkbar wie seine sicherheitspolitische Unerfahrenheit.
Einerseits sieht DeSantis die US-Hilfen für die Ukraine skeptisch, da es laut des Gouverneurs ohnehin „nur um einen territorialen Disput zwischen der Ukraine und Russland“ gehen würde. Folglich, so DeSantis, hätten die USA in der Ukraine keine „vitalen nationalen Interessen“. Vielmehr sollten sich die USA auf die Probleme im eigenen Land, wie dem Drogenmissbrauch, konzentrieren.
Andererseits nannte DeSantis den russischen Diktator Vladimir Putin auch schon einen Kriegsverbrecher. Die russische Invasion der Ukraine 2022 bezeichnete DeSantis ebenso als einen Fehler wie die Annektierung der Krim 2014. Seine skeptische, aber inkonsistente Haltung unterstrich DeSantis in einem Interview mit CNN, als er das eigentlich hehre Ziel eines „nachhaltigen Friedens in Europa, welcher Aggression nicht belohnt“ formulierte. Doch ohne die US-Hilfen für die Ukraine dürfte dies kaum gelingen.
Vivek Ramaswamy: Radikaler als Trump
Vivek Ramaswamy gehört zu den Überraschungen des bisherigen Vor-Vorwahlkampfes. Der 37-Jährige Unternehmer zählt auf Grund dessen und wegen seines populistischen Profils auch zum Kandidatenkreis der möglichen Vizepräsidenschaftskandidaten für Trump oder DeSantis. Beeindrucken will Ramaswamy die beiden Favoriten auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur durch noch extremere Positionen als dies bei Trump und DeSantis ohnehin schon der Fall ist. So auch in der Ukraine-Politik:
Die USA haben ihre Verpflichtungen, die sich durch das Budapester Memorandum aus dem Jahr 1994 ergeben haben, mehr als genug erfüllt.
Vivek Ramaswamy im Interview mit Piers Morgan auf Fox News.
Ramaswamy vertritt die Auffassung, dass die Ukraine mit Russland „alleine fertig werden“ müsse, die USA sollten sich verstärkt auf sich selbst konzentrieren. Als Präsident würde Ramaswamy ein Waffenstillstandsabkommen nach koreanischem Vorbild aushandeln wollen. Die Ukraine müsste demnach die Gebiete, welche gegenwärtig von Russland besetzt werden, abtreten.
Wenig überraschend lehnt Ramaswamy eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ab. Russland fordert er auf seine Militärpartnerschaft mit China zu beenden. Je länger de Krieg dauert, so Ramaswamy, desto stärker „treiben die USA Russland [allerdings] in chinesische Hände“. In einer „sino-russischen Allianz“ sieht Ramaswamy die größte Bedrohung für die USA.
Last year the Biden White House called the use of cluster bombs by Russia a “war crime.” Now Biden is proudly sending them to Ukraine. Stop the carnage. The right answer: strike a deal now that freezes the current lines of control & commit to keep Ukraine out of NATO, in return… pic.twitter.com/KLzDR93pPF
Kein anderer Präsidentschaftskandidat steht so eng an der Seite der Ukraine wie Mike Pence. Schon im März 2022 zeigte sich der ehemalige Vizepräsident mit der Ukraine solidarisch, indem er ukrainisches Grenzgebiet besuchte, um mit Flüchtlingen in Kontakt zu kommen. Ende Juni 2023 stattete er Kyiv sowie etliche vom Krieg gezeichnete Vororte der Hauptstadt einen Besuch ab.
Dank dieser persönlichen Erfahrungen reifte in Pence die Überzeugung, dass militärische Ausrüstung der Ukraine schneller von der Biden-Administration bereitgestellt werden müsste. Schwerere Waffen, Stichwort Kampfjets, sollten zudem geliefert werden. In seiner sicherheitspolitischen Einstellung beruft sich Pence auf Ronald Reagan, wonach dem Aggressor eigene Stärke entgegengesetzt werden sollte.
Ein eigener Beitrag mit dem Titel „Ein Christ, Konservativer und Republikaner solidarisiert sich mit der Ukraine“ hat sich mit dem Engagement von Pence ausführlich auseinandergesetzt (Klick hier).
Will Hurd: Gemeinsam mit Pence bester Freund der Ukraine
Will Hurd plädiert für eine stärkere Unterstützung des Westens für die Ukraine. Hurd geht sogar so weit eine Flugverbotszone, wie zu Beginn des Krieges von der Ukraine gefordert, einrichten zu wollen. Die Ukraine müsse, so Hurd, alle ihre Territorien zurückgewinnen.
Nikki Haley: Betonung der geopolitischen Komponente
Ebenso wie Pence und Hurd betont auch Nikki Haley, dass die Ukraine in ihrem Freiheitskampf unterstützt werden müsse. Generell gelte es, so die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, der Tyrannei weltweit Einhalt zu gebieten:
Was wir verstehen müssen, ist, dass ein Sieg für die Ukraine ein Sieg für uns alle ist.
Nikki Haley bei einer CNN Town Hall Veranstaltung.
Haley plädiert dafür gemeinsam mit Verbündeten der Ukraine weiterhin militärische Ausrüstung und Munition zur Verfügung zu stellen. Laut Haley stehe die Entsendung eigener Truppen nicht zur Debatte. Des Weiteren ist Haley der Meinung, dass ein Sieg der Ukraine auch eine Botschaft an die autoritär regierten Länder China, Iran und Nordkorea wäre.
Tim Scott: Biden soll Interessen stärker artikulieren
Auch U.S. Senator Tim Scott gehört zu den Unterstützern der Ukraine in der Republikanischen Partei. Scott fordert Präsident Biden dazu auf, die US-Interessen stärker zu artikulieren. Er selbst hat als Ziel ausgegeben das russische Militär signifikant schwächen zu wollen. Dies sei, so Scott, der beste Schutz für die USA und für die NATO-Verbündeten vor einem möglichen zukünftigen russischen Angriff.
Chris Christie: China als Hauptgegner
Chris Christie nimmt primär an den republikanischen Vorwahlen teil, um Trump zu Fall zu bringen. Folgerichtig versucht der einstige Gouverneur von New Jersey den 45. US-Präsidenten auch im Bereich der Ukraine-Politik thematisch zu stellen. So kritisierte Christie beispielsweise die schon oben angeführte Aussage, dass Trump den Krieg angeblich schnell beenden könne:
Trump kann den Krieg nur beenden, wenn er wie immer macht was Putin will.
Gleichzeitig fordert Christie Präsident Biden auf, die Ukraine stärker zu unterstützen. Die Ukraine sollte laut Christie „alles bekommen, was nötig ist, um den Krieg zu beenden“. Im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sieht Christie ebenso eine größere geopolitische Komponente, sieht er in China doch einen Verbündeten der Russischen Föderation.
Demokratische Kandidaten
Präsident Joe Biden: Unterstützer der Ukraine, aber zu zurückhaltend
Die Ukrainer sind bereit ihr eigenes Land selbst zu verteidigen, die USA schnüren gemeinsam mit ihren Verbündeten die hierfür überlebensnotwendigen Waffenpakete. Ohne das diesbezügliche Engagement von Präsident Biden würde es wohl keine freie Ukraine mehr geben. Präsident Biden wird nicht müde zu betonen, dass er die Ukraine „so lange unterstützen will, wie es nötig ist“.
Diese Wortwahl unterstreicht zwar, dass die USA die Ukraine, zumindest offiziell und falls nötig, langfristig unterstützen würden. Doch suggeriert es auch, dass Präsident Biden nicht dazu bereit ist, der Ukraine die gesamte nötige militärische Ausstattung zur Verfügung zu stellen, um alle besetzten Gebiete befreien zu können.
Die oberste Priorität von Präsident Biden ist vielmehr, dass Russland seinen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht auf weitere NATO-Länder ausweitet. Ein verständliches Ziel, welches jedoch mit dem Zeigen von Stärke erfolgsversprechender wäre. So urteilt beispielsweises Dr. Stefanie Babst, ehemalige leitende Mitarbeiterin des Internationalen Stabs der NATO, dass „zu wenig, zu langsam“ an militärischer Ausstattung geliefert werde.
Robert F. Kennedy Jr.: Bestätigung der Hufeisenthoerie
Der Verschwörungstheoretiker Robert F. Kennedy dürfte Präsident Biden in den demokratischen Vorwahlen zwar nicht gefährlich werden. Doch könnte er auf Grund seiner berühmten Herkunft den Diskurs mitbestimmen. Die Ukraine sieht Kennedy als „Pfand in einem Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland“. Für den Demokraten eskalieren die USA unter Präsident Biden den Krieg, in dem zum Beispiel Streumunition geliefert werde. Präsident Biden, so Kennedy, solle den Krieg friedlich beenden. Kennedy bestätigt mit seiner Meinung zur Ukraine die Hufeisentheorie, wonach sich die Positionen extremer Linker und Rechter überschneiden.
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Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf Twitter
Laut zahlreichen sicherheitspolitischen Experten liefert der Westen der #Ukraine "zu wenig und zu spät" (@DrBabst) militärische Ausrüstung, um den Verteidigungskrieg gegen die russischen Aggressoren für sich zu entscheiden.
— 1600 Pennsylvania 🇺🇸 🇺🇦🇮🇱 (@Blog1600Penn) July 14, 2023
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— 1600 Pennsylvania 🇺🇸 🇺🇦🇮🇱 (@Blog1600Penn) May 30, 2023
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