„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Nicht-repräsentative Umfrage auf X (ehemals Twitter)
Den #IowaCaucus wird höchstwahrscheinlich @realDonaldTrump für sich entscheiden. Doch welcher Republikaner wird sich den zweiten Rang sichern und mit einem gewissen Rückenwind als Trumps Herausforderer Nummer 1 nach New Hampshire reisen?#Blog1600Penn#uswahl2024#Trump
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U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Mitte Januar beginnen die innerparteilichen Präsidentschaftsvorwahlen. Doch was hat es damit eigentlich explizit auf sich? Wie wird gewählt? Wann finden die Wahlen statt? Wie liefen die vergangenen Vorwahlen ab? Diese und viele weitere Fragen zu den Vorwahlen werden im nachfolgenden Beitrag unaufgeregt, tiefgehend beantwortet.
Wie wird gewählt?
Die Demokratische und die Republikanische Partei halten ihre jeweiligen Präsidentschaftsvorwahlen unabhängig voneinander in allen 50 Bundesstaaten sowie in den US-Territorien ab. Die Vorwahlen beginnen am 15.01.2024 in Iowa und enden formal am 08.06.2024 auf Guam und den Virgin Islands.
Je nach Größe eines Bundesstaates sind bei einer Vorwahl, die entweder als Caucus oder Primary (Erklärungen siehe unten) abgehalten wird, mehr oder weniger Delegierte zu gewinnen. Auf den Nominierungsparteitagen im Sommer bestätigen diese Delegierten das Votum der Wählerschaft, die Präsidentschaftskandidaten werden quasi „inthronisiert“, der Hauptwahlkampf beginnt.
Was wird unter einem Caucus verstanden?
Ein Caucus bezeichnet eine Versammlung der Mitglieder und Anhänger einer Partei zur Vorwahl eines Kandidaten. Solche Treffen finden in den verschiedenen Wahlbezirken statt. Bei diesem Verfahren werden die an bestimmte Kandidaten gebundenen Delegierten für die nationalen Parteitage in mehreren aufeinander folgenden Runden und häufig in offener Abstimmung ermittelt. Ein Caucus wird von den einzelnen Parteien selbstständig organisiert. Heutzutage wird bei Präsidentschaftsvorwahlen nur noch in wenigen Bundesstaaten ein Caucus angewandt.
Was wird unter einer Primary verstanden?
Bei einer Primary geben die Wahlberechtigten in einem einzigen und geheimen Wahlgang ihre Stimme über ihre Präferenz über einen Präsidentschaftskandidaten ab. Primaries werden wie gewöhnliche Wahlen in der Wahlkabine abgehalten.
Man unterscheidet zwischen open primary, semi-open primary, semi-closed primary, closed primary und nonpartisan blanket primary. Welche Art von Primary Anwendung findet, hängt vom jeweiligen Bundesstaat ab, da das Wahlrecht in den USA in die Zuständigkeit der Einzelstaaten fällt. Die meisten Bundesstaaten wenden solch ein Verfahren zur Ermittlung der Präsidentschaftskandidaten an.
Wie hoch liegt die durchschnittliche Wahlbeteiligung?
Die Wahlbeteiligung bei einer Primary liegt durchschnittlich bei 35% oder höher. An einem Caucus nehmen in der Regel lediglich 10% der Wahlberechtigten teil. Dies liegt an einem höheren persönlichen Aufwand begründet, muss man sich doch an einem Abend für eine längere Zeit aktiv und offen an einem Wahlprozess beteiligen.
Wer darf bei den Vorwahlen antreten?
Bei den innerparteilichen Präsidentschaftsvorwahlen darf jede Person antreten, die
seit Geburt US-Amerikaner und
mindestens 35 Jahre alt ist,
sowie seinen Wohnsitz seit mindestens 14 Jahren in den USA hat
und das passive Wahlrecht besitzt.
Eine innerparteiliche Kandidatenbegrenzung gibt es nicht.
Wann finden die ersten Vorwahlen statt?
Die erste republikanische Vorwahl findet in Iowa (Caucus) am 15.01.2024 statt. Es folgen die republikanischen und demokratischen Vorwahlen in New Hampshire (Primary) am 23.01.2024. Anfang Februar halten Demokraten in South Carolina sowie beide große Parteien in Nevada ihre Vorwahlen ab. Alle Vorwahltermine in der Übersicht gibt es auf einer Sonderseite (Klick hier).
Wie viele Delegierte sind für einen Vorwahlsieg nötig?
Um die republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen für sich zu entscheiden werden mindestens 1.235 gewonnene Delegierte benötigt. In den frühen Vorwahlstaaten Iowa und New Hampshire werden insgesamt 40 beziehungsweise 22 Delegierte vergeben.
Die demokratischen Vorwahlen gewinnt, wer mindestens 1.895 Delegierte auf sich vereinen kann. New Hampshire stellt 33, South Carolina 63 Delegierte.
Der jeweils aktuelle Zwischenstand zu den Präsidentschaftsvorwahlen 2024 ist im Delegiertenzähler einzusehen (Klick hier).
Welche Politiker konnten in der Vergangenheit die frühen Vorwahlstaaten für sich entscheiden?
Iowa und New Hampshire sind vergleichsweise kleine Bundesstaaten. Auf Grund ihrer jeweils niedrigen Einwohnerzahl sind in den beiden Staaten auch wenige Delegierte zu vergeben. Und dennoch haben die Vorwahlen eine enorme Bedeutung, schaut das ganze Land auf das Abschneiden der Kandidaten in diesen Staaten.
Ein eher unbedeutender U.S. Senator namens Barack Obama konnte mit einem Sieg in Iowa 2008 beispielsweise ein Momentum für seine Kampagne gewinnen. Es folgten Obamas Triumphe in den Vorwahlen sowie in der Hauptwahl.
Andererseits sind schlechte Resultate in Iowa und New Hampshire oftmals gleichbedeutend mit dem Aus von Präsidentschaftskandidaturen. Doch auch hier gibt es Ausnahmen wie Joe Biden vor vier Jahren unter Beweis stellte. Nach enttäuschenden Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada konnte Biden im Jahr 2020 erst bei der vierten Vorwahl in South Carolina seinen ersten Sieg erringen.
Die vergangenen Sieger bei „offenen“ Vorwahlen in den ersten Vorwahlstaaten:
Jahr
Sieger Iowa
Sieger New Hampshire
Gesamtsieger Vorwahlen
2020
Pete Buttigieg (D)
Bernie Sanders (D)
Joe Biden (D)
2016
Ted Cruz (R) Hillary Clinton (D)
Donald Trump (R) Bernie Sanders (D)
Donald Trump (R) Hillary Clinton (D)
2012
Rick Santorum (D)
Mitt Romney (R)
Mitt Romney (R)
2008
Mike Huckabee (R) Barack Obama (D)
John McCain (R) Hillary Clinton (D)
John McCain (R) Barack Obama (D)
In der Tabelle sind nur „offene“ Vorwahlen berücksichtigt. Sprich: Vorwahlen mit einer Beteiligung von amtierenden Präsidenten wurden mangels ergebnisoffenem Wettbewerb in den vergangenen Jahren nicht aufgeführt.
Welche Kandidaten haben 2024 realistische Chancen von ihrer Partei nominiert zu werden?
Präsident Biden Favorit bei Demokraten
Als Amtsinhaber ist Präsident Joe Biden der haushohe Favorit auch in diesem Jahr wieder als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei nominiert zu werden. Landesweit bekannte und damit auch ernstzunehmende Herausforderer hat Präsident Biden nicht zu fürchten. Die Teilnehmer der demokratischen Präsidentschaftsvorwahlen in der Übersicht (Klick hier).
Trump Favorit bei Republikanern
Erstmals seit Grover Cleveland im Jahr 1893 will mit Donald Trump ein ehemaliger Präsident nach einer vierjährigen Unterbrechung wieder in das Weiße Haus einziehen. Dementsprechend wartet der 45. US-Präsident vor Beginn der Vorwahlen mit einem deutlichen Umfragevorsprung auf seine stärksten Konkurrenten Nikki Haley und Ron DeSantis auf.
Ob Trump jedoch an allen Vorwahlen teilnehmen darf, werden in den kommenden Wochen die Gerichte entscheiden. Die Bundesstaaten Colorado und Maine entfernten Trump nämlich zunächst von den Wahlzetteln, da der ehemalige Präsident laut diesen Staaten an einem Aufruhr gegen die USA beteiligt gewesen sein soll (Sturm des Kapitols am 06.01.2021). Die Teilnehmer der republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen in der Übersicht (Klick hier).
Die Präsidentschaftswahl 2024 erklärt
In einem Gastbeitrag für „Die Politische Meinung“ der Konrad-Adenauer-Stiftung analysiert und informiert der Inhaber dieser Seite über die anstehenden „Vorwahlen, den Super Tuesday, Nominierungsparteitage und zu guter Letzt – die eigentliche Wahl am 5. November 2024. Wer tritt an?“ Den ausführlichen Beitrag gibt es auf der Seite der Konrad-Adenauer-Stiftung zu lesen: Klick hier.
In einem Gastbeitrag für die „Flaschenpost“ der Piratenpartei analysiert der Inhaber dieser Website zudem die außen- und sicherheitspolitischen Ansichten der vier aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten (Klick hier).
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Mit Weihnachten, dem zweitwichtigsten Fest der Christenheit, legt der Wahlkampf in den USA noch einmal eine kurze Pause ein. Nach der staden Zeit werden die Präsidentschaftskandidaten insbesondere in den frühen Vorwahlstaaten Iowa und New Hampshire noch intensiver um Wählerstimmen werben. Die prädestinieren Hauptcharaktere des kommenden Wahljahres, Präsident Joe Biden und Donald Trump, stehen indes unter Druck. Die wichtigsten Hintergründe zum Stand des Präsidentschaftswahlkampfs gibt es übersichtlich zusammengefasst im neuesten #uswahl2024 Update.
Die Vorwahlen
Gericht: Trump darf in Colorado nicht zur Wahl antreten
Laut einem Urteil des Obersten Gerichts von Colorado darf Trump in diesem Bundesstaat nicht auf den Wahlzetteln stehen. Das Gericht berief sich dabei auf den 14. Verfassungszusatz, der besagt, dass keine Person ein höheres Amt inne haben darf, der zuvor als Amtsträger an einem Aufstand gegen den Staat beteiligt war. Trump will gegen das Urteil vor dem Supreme Court Berufung einlegen. Die Fortsetzung der politischen Karriere des ehemaligen Präsidenten hängt damit von einem Gerichtsurteil ab – der Oberste Gerichtshof könnte Trump nämlich theoretisch auch die Teilnahme an der Präsidentschaftswahl in allen Bundesstaaten verwehren.
Trump intensiviert Wahlkampf in Iowa
Am 15.01.2024 findet in Iowa die erste republikanische Präsidentschaftsvorwahl statt. Trump genießt im Hawkeye State repräsentativen Umfragen zur Folge einen Vorsprung von 30 Prozentpunkten. Den Wahlkampf in Iowa will der Ex-Präsident dennoch ausweiten. Demnach plant Trump zusätzliche Wahlkampfveranstaltungen abzuhalten sowie seinen ehemaligen Wohnungsbauminister Dr. Ben Carson sowie den Abgeordneten Matt Gaetz für Veranstaltungen nach Iowa zu entsenden. Mit dieser Strategie will Trump seinen Herausforderern jeglichen Wind aus den Segeln nehmen.
Ron DeSantis duelliert sich mit Gavin Newsom
Es gab einmal US-Präsidentschaftswahlen, bei der die beiden großen Parteien 45- bis 65-Jährige Kandidaten nominierten. Mit der Ära Trump/Biden scheint dies vorerst der Geschichte anzugehören. Folglich mutete das Fernsehduell zwischen dem rechtspopulistischen Ron DeSantis und dem linksliberalen Gavin Newsom wie aus einer anderen Zeit an. Die Gouverneure von Florida und Kalifornien könnten dennoch mit ihrer Debatte auf Fox News eine Art Vorschau auf die Wahl 2028 gegeben haben.
Haley gewinnt einflussreiche Großspender
Die einflussreiche Organisation Americans for Prosperity Action von Charles Koch unterstützt offiziell die Präsidentschaftswahlkampagne von Nikki Haley. Des Weiteren versammeln sich die republikanischen Großspender Spencer Zwick, Eric Levine und Chad Walldorf hinter Haley. Sie sehen in der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen die größten Chancen Trump in den Vorwahlen zu besiegen. Der eigentlich den Demokraten nahestehende Großspender Reid Hoffmann hat Haleys Super PAC $ 250.000 zukommen lassen.
Prominente Unterstützung in Iowa für DeSantis
DeSantis wird hingegen im ersten Vorwahlstaat Iowa von der dortigen Gouverneurin Kim Reynolds sowie von dem gut vernetzten Bob van der Plaats unterstützt. DeSantis und Haley konkurrieren gegenwärtig um den zweiten Platz in Iowa.
Wie sich republikanische Gouverneure zu den Vorwahlen positionieren
Haley bekam jüngst eine Wahlempfehlung des Gouverneurs von New Hampshire. Bislang ist dies jedoch auch die einzige offizielle Unterstützung, welche Haley von einem republikanischen Gouverneur genießt. Die meisten Gouverneure (7) haben sich hinter Trump versammelt. Für DeSantis als republikanischen Präsidentschaftskandidaten haben sich bislang zwei Gouverneure ausgesprochen.
As of Dec. 13, 2023, Florida Gov. Ron DeSantis (R), former U.N. Ambassador Nikki Haley (R), and former President Donald Trump (R) each have endorsements from governors in early-voting states.
The map below shows an overview of each candidate’s gubernatorial endorsements. pic.twitter.com/fEqeJ7iu2X
Haley hat in den frühen Vorwahlstaaten Iowa und New Hampshire Werbespots im Wert von $10 Millionen schalten lassen. In ihrem ersten Werbespots wirbt Haley mit ihren außenpolitischen Erfahrungen und für einen konservativen Generationenwechsel. Die Werbespots wurden schon vor der Unterstützung des Koch-Netzwerks geschalten.
Zurückgezogene Kandidaturen: Scott, Burgum
In den vergangenen Wochen haben U.S. Senator Tim Scott sowie Gouverneur Doug Burgum ihre Teilnahmen an den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen zurückgezogen. Die Teilnehmer der republikanischen Vorwahlen in der Übersicht (Klick hier).
Weitere innerparteiliche TV-Debatten
CNN plant eine Fernsehdebatte zwischen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten am 10.01.2024 in Iowa sowie am 21.01.2024 in New Hampshire auszurichten. ABC hat eine TV-Debatte für den 18.01.2024, ebenso in New Hampshire, angesetzt. Eine endgültige Bestätigung der Termine steht noch aus. Die bisherigen TV-Debatten in der Übersicht (Klick hier).
Die Hauptwahl
Wichtige Wählergruppe wendet sich von Biden ab
Laut dem Arab American Institute unterstützten bei der Präsidentschaftswahl 2020 59% der arabisch-stämmigen US-Amerikaner die Kampagne von Biden. Für den Wahlsieg des Demokraten war dies mitentscheidend, ist genannte Kohorte insbesondere in den Swing States ansässig. In Arizona errang Biden beispielsweise 10.500 Stimmen mehr als Trump. Mindestens 55.000 arabisch-stämmige US-Amerikaner leben im Grand Canyon State. Für die Staaten Georgia und Michigan zeichnet sich ein ähnliches Bild.
Doch nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel wenden sich arabisch-stämmige US-Amerikaner von Präsident Biden ab. Der Grund: Das Weiße Haus solidarisierte sich mit Israel und unterstützt das angegriffene Land bei der Ausübung ihres Selbstverteidigungsrechts. Auch aus diesem wahltaktischen Grund hat die Biden-Administration zuletzt die humanitären Aspekte im Gazastreifen vermehrt öffentlich angesprochen sowie Druck auf die israelische Regierung ob einer temporären Feuerpause ausgeübt.
Termine für TV-Debatten stehen fest
Die Kommission für Präsidentschaftsdebatten hat die Termine für die drei Fernsehdebatten zur Hauptwahl bekanntgegeben. Erstmals stehen sich die Präsidentschaftskandidaten am 16.09.2024 an der Texas State University in San Marcos, TX, zu einem Schlagabtausch gegenüber. Am 01.10.2024 folgt die zweite TV-Debatte an der Virginia State University in Petersburg, VA. Den Abschluss der Fernsehdebatten macht am 09.10.2024 eine Auseinandersetzung an der University of Utah in Salt Lake City. Die Vizepräsidentschaftskandidaten treffen am 25.09.2024 am Lafayette College in Easton, PA, aufeinander.
Trump denkt schon über Vizepräsidentenkandidaten nach
Laut der Nachrichtenseite Axios denkt Trump schon über mögliche Vizepräsidentschaftskandidaten nach, sofern er die republikanischen Vorwahlen für sich entscheidet. Demnach sollen für diese Position schon U.S. Senator J.D. Vance, Gouverneurin Sarah Huckabee Sanders, Gouverneurin Kristi Noem sowie Kari Lake diskutiert worden sein. Melania Trump wirbt indes für den umstrittenen Moderator Tucker Carlson als VP-Kandidaten.
Trump liegt in Swing States in Führung
In neuesten repräsentativen Umfragen zur US-Präsidentschaftswahl 2024 von Bloomberg Politics und Morning Consult liegt Trump in allen sieben Swing States teils deutlich gegenüber Präsident Biden in Führung. Nimmt man alle Swing States zusammen, kommt Trump auf 47%, Biden auf lediglich 42%. Den größten Vorsprung genießt Trump in North Carolina (+9 Prozentpunkte) und Georgia (+6 Prozentpunkte).
Team Biden vergleicht Trump mit Hitler
Die Wiederwahlkampagne von Präsident Biden hat seine Attacken auf Trump intensiviert. Beispielsweise verglich Team Biden die von Trump gewählte Sprache mit der von Adolf Hitler. Trump sorgte zuletzt für einen Skandal, als er davon sprach, dass Einwanderer das „Blut des Landes“ zerstören würden.
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Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nahm sich Donald Trump seine politischen Konkurrenten ebenso aggressiv wie schlagkräftig vor. Der Immobilienmogul verschob mit seiner Art des Wahlkampfs die Grenzen des Sagbaren massiv. Auch die Fernsehmoderatorin Megyn Kelly machte ihre negativen Erfahrungen mit Trump, führte sie doch im Jahr 2015 während einer Vorwahldebatte einen denkwürdigen Schlagabtausch mit dem einstigen Immobilienmogul.
Am 06.12.2023 moderierte Kelly erneut eine TV-Debatte zwischen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Zu einem abermaligen Aufeinandertreffen zwischen Kelly und Trump kam es in Tuscaloosa, AL, allerdings nicht, da sich lediglich Trumps vier ärgste innerparteiliche Konkurrenten zu einem Wortgefecht auf dem TV-Sender News Nation einließen.
Die Ausgangslage
Knapp fünf Wochen vor der ersten Vorwahl in Iowa (15.01.2024; alle Termine klick hier) führt Trump weiterhin alle repräsentativen Umfragen zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen deutlich an. Laut den durchschnittlichen Umfragewerten der wichtigsten Institute sprechen sich gegenwärtig landesweit 61,0% aller Republikaner für Trump als Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November 2024 aus. Ron DeSantis und Nikki Haley folgen mit 13,5% beziehungsweise 10,3% abgeschlagen auf den Plätzen. In Iowa beträgt Trumps Vorsprung 30 Prozentpunkte auf DeSantis, in New Hampshire 27 Prozentpunkte auf Haley.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 6% in zwei landesweiten Umfragen oder 6% in einer landesweiten Umfrage und 6% in zwei frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 80.000 unterschiedlichen Personen Spenden (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) erhielten.
Die Teilnehmer
Für die vierte TV-Debatte qualifizierten sich nur noch fünf Republikaner. Trump verzichtete wie bei den vorherigen Fernsehdebatten auf eine Teilnahme. Der ehemalige US-Präsident nahm an einer Spendengala in eigener Sache in Florida teil.
Christie konnte seine Stärke als bester Diskutant unter den republikanischen Kandidaten ausspielen. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt zeigte sich dabei als Gentleman, als er Haley vor Ramaswamys Attacken leidenschaftlich verteidigte. Christie dürfte sich mit seinem Auftritt eine Tür für eine spätere Unterstützung der Kampagne von Haley und somit für eine Position in einem möglichen Kabinett Haley geöffnet haben.
Der Verlierer des Abends
Als klarer Verlierer der vierten TV-Debatte ging Ramaswamy hervor. Den Zuschauern wird von Ramaswamy an diesem Abend nämlich insbesondere seine niveaulosen Beleidigungen gegenüber Haley in Erinnerung bleiben. Mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien hatte es Ramaswamy auf die Anhänger von Trump abgesehen, die jedoch sicherlich dem Original treu bleiben werden.
Die bemerkenswertesten Zitate
Ich habe hier diese drei Leute, die alle mit Voldemort – dem, der nicht genannt werden darf – zu konkurrieren scheinen. Sie wollen einfach nicht über ihn reden.
Chris Christie mit Kritik an seinen Kontrahenten, welche sich zurückhaltend mit Kritik an Donald Trump (laut Christie „Voldemort“, der Bösewicht aus Harry Potter) zeigten.
Nikki wird den Großspendern nachgeben, wenn es darauf ankommt
Ron DeSantis mit Kritik an Nikki Haley, deren Kampagne zuletzt Unterstützung von zahlreichen Großspendern erfahren konnte.
Er ist wütend, weil die Geldgeber von der Wall Street ihn früher unterstützt haben und jetzt mich unterstützen.
Konter von Nikki Haley, gerichtet an Ron DeSantis.
Ich freue mich über die ganze Aufmerksamkeit, Jungs – vielen Dank dafür.
Nikki Haley über die ständigen Angriffe auf ihre Person durch ihre drei männlichen Mitkonkurrenten.
Das ist eine kluge, fähige Frau, die Sie nicht beleidigen sollten.
Chris Christie verteidigte Nikki Haley leidenschaftlich gegenüber den niveaulosen Attacken von Vivek Ramaswamy.
Du bist der widerwärtigste Aufschneider in Amerika.
Chris Christie mit Kritik an Vivek Ramaswamy.
Du hast mehr Antisemitismus in Deutschland als zu irgendeiner anderen Zeit seit Adolf Hitler. Warum? Weil sie eine Massenmigration von Leuten erlaubt haben, die ihre Kultur ablehnen.
Ron DeSantis mit Kritik an der deutschen Einwanderungspolitik.
Die nächste TV-Debatte
Bislang wurde noch keine weitere Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl in Iowa terminiert.
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