„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
Repräsentative Umfragen aus D.C.
Weitere repräsentative Umfragen
Repräsentative Umfragen rund um die #uswahl2024
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; The White House;
U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Tritt ein ehemaliger US-Vizepräsident bei den Präsidentschaftsvorwahlen seiner Partei an, nimmt dieser für gewöhnlich die Favoritenposition auf die Nominierung ein. Seitdem Donald Trump im Jahr 2015 die politische Bühne betrat ist jedoch nicht mehr vieles in der US-Politik gewöhnlich – und schon gar nicht innerhalb der Republikanischen Partei.
Vor diesem Hintergrund war es keine Überraschung, dass Mike Pence seine Teilnahme an den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen vorzeitig zurückzog. Erstaunlich war allerdings, dass Pence, von 2017 bis 2021 Vizepräsident, schon vor der ersten Vorwahl im Januar 2024 seine Kamapagne beendete. Im Wettstreit um die Alternative zu Trump sah Pence auf Grund mangelnder finanzieller Mittel und schlechter Umfragewerte keinen realistischen Weg mehr zur Nominierung.
Mit der Aufgabe von Pence gaben sodann nur noch fünf Republikaner ihre Aufwartung bei der dritten Fernsehdebatte. Die auf NBC News ausgestrahlte Debatte fokussierte sich primär auf außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen und mutierte zu einem Duell zwischen DeSantis und Haley. Im Adrienne Arsht Center for the Performing Arts zu Miami, FL, glänzte Trump erneut mit Abwesenheit.
Die Ausgangslage
Seit Beginn des Vorwahlkampfes führt Trump die Umfragewerte unter republikanischen Wählern deutlich an. Landesweit kommt Trump gegenwärtig laut den auf Real Clear Politics veröffentlichten durchschnittlichen Umfragewerte der wichtigsten Meinungsforschungsinstitute auf knapp 60%. Ron DeSantis folgt mit 14,4% auf Rang Zwei, 9% der Republikaner würden sich gegenwärtig für Nikki Haley als Präsidentschaftskandidatin entscheiden.
Im ersten Vorwahlstaat Iowa zeichnet sich ein ähnliches Bild. In New Hampshire hat Haley mittlerweile DeSantis auf dem zweiten Platz abgelöst. Die ehemalig Gouverneurin von South Carolina hat im Rennen um die Alternative zu Trump derzeit das Momentum inne. Dennoch bleibt Haley in der Beliebtheitsskala unter republikanischen Wählern weiterhin weit hinter Trump zurück.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 4% in zwei landesweiten Umfragen oder 4% in einer landesweiten Umfrage und 4% in zwei frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 70.000 unterschiedlichen Personen Spenden (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) erhielten.
Die Teilnehmer
Für die dritte TV-Debatte konnten sich nur noch sechs Republikaner qualifizieren. Trump verzichtete, wie schon bei den zwei vorherigen Fernsehdebatten, auf eine Teilnahme.
Als ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen kam Haley die außen- und sicherheitspolitische Schwerpunktsetzung der Debatte zugute. Haley stach durch ihr klassisches republikanische Profil heraus, indem sie für eine USA als Anführerin der freien Welt warb. Die zahlreichen Attacken von Ramaswamy wehrte Haley gekonnt ab. Haley stand im positiven Sinne im Mittelpunkt der Debatte.
Haleys Kontrahent um den gegenwärtigen zweiten Rang bei den republikanischen Vorwahlen, DeSantis, erlebte ebenso einen positiven Abend. Der Gouverneur von Florida kritisierte Trump ebenso deutlich wie Haley. DeSantis konnte zudem seine politische Einstellung in den debattierten Themenbereichen klar bewerben.
Gleichwohl er nicht an der Debatte teilnahm kann sich auch Trump zu den Gewinnern zählen. Die TV-Debatte wartete nämlich mit einer schlechten Einschaltquote auf. Nur noch 7,5 Millionen US-Amerikaner sahen dem Aufeinandertreffen der republikanischen Kandidaten zu – ein Minus von 21% im Vergleich zur zweiten Fernsehdebatte. Im Jahr 2015 schalteten noch 14 Millionen US-Amerikaner bei der dritten republikanischen TV-Debatte ein.
Laut einer repräsentativen Umfrage von Morning Consult sind zudem nur 40% der Republikaner der Meinung, dass die TV-Debatten sehr wichtig für die Wahlentscheidung sind. Zahlen, welche die Fernsehdebatte für den in Umfragen führenden Republikaner, ergo Trump, zu einem guten Abend werden ließen.
Die Verlierer des Abends
Chris Christie, Vivek Ramaswamy und Tim Scott konnten bei der dritten Fernsehdebatte wohl kaum neues Wählerpotential erschließen.
Die bemerkenswertesten Zitate
Donald Trump ist ein ganz anderer Typ als 2016. Er sagte, die Republikaner würden es leid sein, zu gewinnen. Nun, wir haben letzte Nacht gesehen – ich habe es satt, dass die Republikaner verlieren.
Ron DeSantis über Donald Trump und über die republikanischen Niederlagen bei regionalen Wahlen im November 2023.
Jemand, der die nächsten anderthalb Jahre seines Lebens damit verbringt, sich aus dem Gefängnis und aus Gerichtssälen herauszuhalten, kann weder diese Partei noch dieses Land führen.
Chris Christie über Donald Trump.
Netanyahu sollte den Job mit diesen Schlächtern der Hamas ein für allemal zu Ende zu bringen. Sie sind Terroristen. Sie massakrieren unschuldige Menschen. Sie würden jeden Juden von der Erde wischen, wenn sie könnten.
Ron DeSantis über die Reaktion Israels auf das durch die radikalislamische Hamas verübte Massaker vom 07.10.2023.
Das Letzte, was wir tun sollten, ist Israel zu sagen, was es tun sollte.
Nikki Haley über die Reaktion Israels auf das durch die radikalislamische Hamas verübte Massaker vom 07.10.2023.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Europäer ihren gerechten Teil beitragen.
Ron DeSantis über weitere Hilfen für die Ukraine.
Dick Cheney in sieben Zentimeter hohen Stöckelschuhen.
Vivek Ramaswamy mit einer herablassenden Äußerung über Nikki Haley.
Du bist einfach Abschaum.
Nikki Haley an Vivek Ramaswamy gerichtet.
Die nächste TV-Debatte
Die nächste Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten ist für den 06.12.2023 in Tuscaloosa, AL, geplant. Die Debatte soll von News Nation ausgerichtet und unter anderem von Megyn Kelly moderiert werden.
Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
„1600 Pennsylvania“ informiert über die aktuellsten repräsentativen Umfragen rund um US-amerikanische Politik (Pfeil nach oben/unten: Wert ist zum Vormonat gestiegen/hat abgenommen). Quellen, falls nicht anders angegeben, sind die auf Real Clear Politics veröffentlichten Durchschnittswerte der wichtigsten Umfrageinstitute.
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Nicht-repräsentative Umfrage auf X (ehemals Twitter)
.@realDonaldTrump hat in einer Rede die #Hamas und die #Hisbollah gelobt. Republikanische Wähler stehen hingegen deutlich auf der Seite Israels.
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U.S. Congress; eigene Grafiken. Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter.
Der Austragungsort der zweiten TV-Debatte zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen 2024 hätte kaum von größerer historischer Bedeutung sein können. Am 27.09.2023 bekamen nämlich in der Ronald Reagan Presidential Library zu Simi Valley, CA, die in Umfragen und bei Spendern beliebtesten Teilnehmer der republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen zum zweiten Mal die Möglichkeit sich einem landesweiten Publikum zu präsentieren.
Das Hauptaugenmerk der auf Fox Business und dem spanischsprachigen Sender Univision ausgestrahlten und von Ilia Calderón, Dana Perino und Stuart Varney moderierten Debatte lag auf den Themen Wirtschaft und Migration. Präsident Joe Biden und Donald Trump wurden von den republikanischen Kandidaten, teils stark, kritisiert.
Die Wiederwahlkampagne von Präsident Biden erwartete diesen Verlauf, so dass ein prominenter Werbeplatz für den Demokraten auf Fox Business reserviert wurde. Vor Beginn der Debatte wurde der Werbespot ausgestrahlt:
Die Ausgangslage
Trump konnte nach der ersten TV-Debatte, trotz Abwesenheit, seinen ohnehin schon großen Umfragevorsprung weiter ausbauen. Laut dem Stimmungsbarometer 09/2023 würden landesweit gesehen 56,6% der Republikaner ihre Stimme dem ehemaligen Präsidenten geben. Der Stern von Ron DeSantis sinkt hingegen weiter – gegenwärtig unterstützen nur 12,7% der Republikaner die Kampagne des Gouverneurs von Florida. Kein anderer Republikaner erreicht derzeit einen zweistelligen Zustimmungswert. Repräsentative Umfragen zu den frühen Vorwahlstaaten zeichnen ein ähnliches Bild.
Die Regeln zur Teilnahme
Zur Teilnahme waren nur Kandidaten berechtigt, die a) mindestens 3% in zwei landesweiten Umfragen oder 3% in einer landesweiten Umfrage sowie 3% in zwei Umfragen in frühen Vorwahlstaaten erreichten und b) von mindestens 50.000 unterschiedlichen Personen (darunter 200 Spender aus 20 unterschiedlichen Bundesstaaten) Spenden erhielten.
Die Teilnehmer
Für die zweite TV-Debatte zu den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen konnten sich acht Kandidaten qualifizieren (siehe nachfolgende Tabelle). Im Vergleich zur ersten Fernsehdebatte konnte sich somit nur Asa Hutchinson nicht für das zweite große TV-Event qualifizieren. Trump verzichtete erneut auf eine Teilnahme.
Wie schon bei der ersten TV-Debatte bevorzugte Trump einem anderen Event beizuwohnen. Nach seinem Online-Interview bei Tucker Carlson während der ersten Fernsehdebatte hielt Trump diesmal eine Rede vor streikenden Arbeitern der Automobilindustrie in Michigan. In dem er die Wähler eines Swing States direkt adressierte versuchte sich Trump erneut vom restlichen Teilnehmerfeld zu den republikanischen Vorwahlen abzusetzen. Der 45. US-Präsident führt weiterhin einen Wahlkampf, als wäre er schon der republikanische Präsidentschaftskandidat.
Die Gewinner des Abends
Als Gewinnerin des Abends gilt Haley. Die ehemalige Gouverneurin von South Carolina überzeugte durch ihr detailliertes Wissen in den unterschiedlichsten Themenbereichen. Des Weiteren zeigte sich Haley angriffslustig, insbesondere gegenüber Scott und Ramaswamay.
Ebenso stellte Christie als ehemaliger Generalstaatsanwalt bei der zweiten TV-Debatte einmal mehr unter Beweis, dass er zu den besten Diskutanten unter den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern gehört. Mit seinen Einzeilern sorgte er für die größten Schlagzeilen des Abends und ging auf Social Media viral.
Der Verlierer des Abends
Wie schon bei der ersten Debatte musste Ramaswamy einige Attacken von seinen Mitbewerbern über sich ergehen lassen. Allerdings konnte der junge Unternehmer dem diesmal kaum etwas entgegensetzen.
Die bemerkenswertesten Zitate
Du bist heute nicht hier, weil du Angst hast. Und wenn du so weitermachst, dann nennen wir dich nicht mehr Donald Trump, sondern Donald Duck.
Chris Christie an Donald Trump gerichtet, der erneut auf eine Teilnahme verzichtete. In der englischen Sprache bedeutet das Verb „to duck“ „sich wegducken“.
Hey Donald Duck.
We could have talked about this if you had the guts to show up.
Er hat mehr als sieben Billionen Dollar Schulden gemacht. Biden weitere fünf Milliarden. Biden versteckt sich in seinem Keller, Trump auf seinem Golfplatz.
Chris Christie über die Finanzpolitik der 46. und 45. US-Präsidenten.
Wenn Mexiko gewusst hätte, dass Trump nur 52 Meilen Mauer bauen würde, hätte es vermutlich für die Mauer bezahlt.
Ron DeSantis über Donald Trumps enttäuschende Bilanz im Hinblick auf die Befestigung der Grenze zu Mexiko.
Er [Trump; Anm. d. Verf.] ist es Ihnen schuldig, seine Bilanz zu verteidigen, in der er die Schulden um 7,8 Billionen Dollar erhöht und so die Voraussetzungen für die Inflation geschaffen hat.
Ron DeSantis über die Haushaltspolitik von Donald Trump.
Jedes Mal, wenn ich dir zuhöre, fühle ich mich etwas dümmer.
Nikki Haley, an Vivek Ramaswamy gerichtet.
Biden sollte sich an der Arbeitslosenschlange anstellen. Seine grüne Politik ist gut für China und schlecht für Detroit
Mike Pence mit Kritik an der Wirtschafts- und Energiepolitik von Präsident Joe Biden. Der Demokrat solidarisierte sich zuletzt mit der streikenden Arbeiterschaft, in dem er sich in deren Protestschlange einreihte.
Biden sollte nicht in Detroit sein, sondern an der Grenze zu Mexiko. Seit er im Weißen Haus ist, haben sechs Millionen Menschen die Grenze illegal überschritten.
Tim Scott mit Kritik an der Migrationspolitik von Präsident Joe Biden.
Die nächste TV-Debatte
Die nächste Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten ist für November 2023 geplant. Austragungsort soll Miami, FL, sein. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt.
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Präsidentschaftskandidatin @NikkiHaley fordert mentale Tests für gewählte Bundespolitiker ab einem Alter von 75 Jahren.
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