Buchtipp: „Im Weißen Haus. Die Jahre mit Barack Obama“ (Ben Rhodes)

Ben Rhodes schildert mit „Im Weißen Haus. Die Jahre mit Barack Obama“ seine Erfahrungen aus seiner über acht jährigen beruflichen Laufbahn an der Seite des 44. US-Präsidenten. Das 576 Seiten starke Werk kommt fein geschliffen daher. Wenig verwunderlich, arbeitete Rhodes doch als Redenschreiber und Sicherheitsberater in 1600 Pennsylvania Avenue und war somit verantwortlich für die oftmals rhetorisch brillanten Reden von Präsident Obama.

Sodann gibt Rhodes auch Einblicke in die Entstehung von historischen Reden. Exemplarisch seien an dieser Stelle Obamas Ansprache an die muslimische Welt in Kairo oder die Rede des damals noch als Präsidentschaftskandidaten agierenden Demokraten an der Siegessäule in Berlin zu nennen.

Rhodes lässt es sich ebenso nicht nehmen Einblicke in seine eigene Gefühlswelt zu geben. Wie ist es 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen der Woche, im gesamten Jahr für den mächtigsten Mann der Welt erreichbar zu sein? Rhodes gibt seine subjektiven Antworten.

Zudem schildert Ben Rhodes interessante Details aus dem Innenleben der Präsidentschaft von Barack Obama, dessen Beziehungen zu Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt sowie zum Zustandekommen außenpolitischer Kehrtwenden wie beispielsweise dem Atomabkommen mit dem Iran oder der Annäherung mit Kuba.

Selbstkritik spart Rhodes jedoch aus. Vielmehr versucht Ben Rhodes mit seinem in deutscher Sprache im C.H. Beck Verlag erschienen Werk das Erbe der Ära Obama, das unter anderem durch seinen Nachfolger bedroht ist, in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Die offizielle Buchbeschreibung

Acht Jahre lang sah Ben Rhodes fast alles, was im Herzen von Barack Obamas Präsidentschaft passierte. In seinem rasant geschriebenen, aufrichtigen, klugen Buch berichtet er, was hinter den Kulissen wirklich geschah. Es ist die Erzählung von einem Ausnahmepolitiker, dessen Idealismus die Welt im Sturm eroberte, auf die Härten der Realität stieß, sich anpassen musste – und trotzdem überlebte.

Mit 29 Jahren und einem Sack voll Hoffnung stößt Ben Rhodes 2007 zum Team von Barack Obama und wird zu einem seiner engsten Vertrauten. Er ist mittendrin, als das Atomabkommen mit dem Iran ausgehandelt wird, als die Annäherung an Kuba eingeleitet wird, als die Entscheidung fällt, in Syrien nicht zu intervenieren, und als die Wahl von Donald Trump das Projekt Obama jäh beendet.

Ben Rhodes schildert grandios die Dramen dieser Präsidentschaft, die Konflikte, in die Obama geriet, und die Grenzen des Machbaren, auf die er traf – selten hat man einen so intimen, luziden Einblick in die inneren Gesetze der Politik bekommen. Wir sehen Barack Obama aus nächster Nähe, mit seiner großen Persönlichkeit, seinem scharfen Verstand, seinen Träumen und Zweifeln, seinem Charisma und Charme. Ein einzigartiges Zeitdokument und ein Lehrstück darüber, was in der Politik möglich ist.

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