#Blog1600Penn Update: Senator Mitt Romney?

Präsident Trump ist in diesen Tagen auf seine fünfte internationale Reise aufgebrochen. Trump wird Japan, die Republik Korea, China, Vietnam und die Philippinen besuchen.

#Blog1600Penn bringt euch zudem über die wichtigsten Ereignisse rund um US-amerikanische Politik der vergangenen Wochen auf den aktuellen Stand:

Clinton manipulierte demokratische Vorwahlen

Schwere Anschuldigungen der ehemaligen demokratischen Parteivorsitzenden Donna Brazile: Hillary Clinton soll die Vorwahlen zur demokratischen Präsidentschaftskandidatur manipuliert haben. Nachdem Barack Obama der Partei einen Schuldenberg von $24 Millionen hinterließ, standen Demokraten kurz vor dem finanziellen Kollaps.

Die Kampagne von Hillary Clinton sprang jedoch als Geldgeber ein – ein Jahr vor ihrer offiziellen Nominierung und somit noch vor dem Vorwahlkampf. Im Gegenzug bekam Clinton von Seiten der Partei große Vorteile im Kampf gegen Bernie Sanders

Leseempfehlung: „Inside Hillary Clinton’s Secret Takeover of the DNC“ (Politico)

Terroranschlag in Manhattan

An Halloween hat sich ein Terroranschlag in der Nähe der 9/11-Gedenkstätte in New York City ereignet. Der 29-jährige Islamist Sayfullo Saipov, 2010 durch die Visa-Lotterie in die USA eingereist, fuhr mit einem Kleintransporter acht Fußgänger in den Tod.

Russland-Ermittlungen: Erste Anklagen

Im Rahmen der Ermittlungen um eine russische Einflussnahme bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 ist es zu ersten Anklagen gekommen. Trumps kurzzeitiger Wahlkampfmanager Paul Manafort und dessen Vertrauter Richard Gates stehen u.a. wegen Geldwäsche in der Ukraine unter Druck. Gegen Trumps ehemaligen außenpolitischen Berater George Papadopoulos wird hingegen wegen Falschaussagen ermittelt, die er mittlerweile zugegeben hat.

House of Cards wird eingestellt

Die viel umjubelte Politserie „House of Cards“ (Netflix) wird eingestellt. Vorausgegangen waren Anschuldigungen der sexuellen Belästigung durch Hauptdarsteller Kevin Spacey gegenüber einem 14-jährigen Jungen in der Vergangenheit.

Romney plant Senatskandidatur

Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney plant eine Kandidatur für den U.S. Senat im kommenden Jahr. Voraussetzung ist, dass sich der 83-jährige Senator Orrin Hatch wie erwartet in den Ruhestand verabschiedet.

Leseempfehlung: „Orrin Hatch Tells Friends He Plans to Retire“ (The Atlantic)

Nationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen

Präsident Trump hat auf Grund eines erheblichen Drogenmissbrauchs im Land einen nationalen Gesundheitsnotstand verhängt. Täglich sterben im Schnitt 91 Menschen an einer Überdosis an Medikamenten oder Drogen.

Leseempfehlung: „Nearly half of Americans have a family member or close friend who’s been addicted to drugs“ (Pew Research Center)

Innerparteilich Kritik an Trump reißt nicht ab

Neben Bob Corker wird auch der republikanische Politiker Jeff Flake nicht mehr für den Senat kandidieren. Bei dessen Ankündigung fand Flake deutliche Worte gegenüber Präsident Trump.

Leseempfehlung: „Trump konsolidiert seine Macht“ (NZZ)

Ehemalige Präsidenten bei Spendengala

Im Rahmen einer Spendengala trafen alle lebenden ehemaligen US-Präsidenten aufeinander:

Kirstjen Nielsen als Secretary of Homeland Security nominiert

Seit John F. Kelly zum neuen Stabschef des Weißen Hauses ernannt wurde, war der Posten des Secretary of Homeland Security vakant. Nun hat Präsident Trump die 45-jährige Kirstjen Nielsen als Nachfolgerin nominiert.

USA ziehen sich aus UNESCO zurück

Die Vereinigten Staaten verlassen ebenso wie Israel die UNESCO. Der Grund: anti-israelische Einstellung der Organisation.

Leseempfehlung: „Warum Trumps Entscheidung richtig ist“ (Cicero Online)

Neue Iranstrategie

Präsident Trump hat eine neue Strategie gegenüber dem Iran verkündet, um das Mullahregime als Terrorsponsor zu bekämpfen und als Nuklearmacht zu verhindern.

Leseempfehlung: „Iran verletzt das Atom-Abkommen“ (Basler Zeitung)


Leseempfehlungen

„Trotz alledem: Amerika. Ein transatlantisches Manifest in Zeiten von Donald Trump“
„In Trump’s first 100 days, news stories citing his tweets were more likely to be negative“ (Pew Research Center)

Bushs Abrechnung

Im Gegensatz zu seinem Nachfolger ergreift Ex-US-Präsident George W. Bush nur noch selten das Wort zu politischen Fragen. Folglich hat Bushs Grundsatzrede im Rahmen des Bush Institute Summit eine umso größere Tragweite.

In einer knapp 16-minütigen Rede hielt Bush ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Verschwörungstheorien, Abschottung, Rassismus und Nationalismus. Ebenso sprach sich der ehemalige Präsident für Freihandel und einen Multikulturalismus aus, der die USA aus- und stark gemacht habe.

Bushs Rede ist als Fundamentalkritik gegenüber den Radikalen in der eigenen republikanischen Partei und gegenüber Präsident Trump zu werten. Trump ist bekanntlich spätestens seit den innerparteilichen Vorwahlen, bei denen der Immobilienmogul unter anderem gegen Jeb Bush antrat, eine „persona non grata“.


Die Rede von Bush in voller Länge

Leseempfehlungen

„George W. Bush comes out of retirement to deliver a veiled rebuke of Trump“ (Washington Post)
„George W. Bush Launches Barely Veiled Rebuke of Trump’s Presidency“ (Bloomberg)
„George W. Bush slams Trumpism, without mentioning president by name“ (Politico)


 

#2020 is coming – Die demokratischen Favoriten

In den USA herrscht quasi ununterbrochen Wahlkampf. Präsident Trump wurde vor noch nicht einmal einem Jahr gewählt, doch ein Großteil der Kongressabgeordneten bereitet sich schon auf die Zwischenwahlen im Jahr 2018 vor.

Wer auf eine Präsidentschaftskandidatur 2020 schielt sollte bei diesen Wahlen gut abschneiden beziehungsweise sich für seine Kollegen gekonnt in Szene setzen. Zudem werden Spenden gesammelt – für 2018 wie 2020. Der Grundstein für die Präsidentschaftswahl wird schon jetzt gelegt.

#Blog1600Penn wirft in mehreren Teilen einen Blick auf potentielle Präsidentschaftskandidaten. Der Fokus des ersten Teils liegt auf den gegenwärtigen „Favoriten“ auf die demokratische Kandidatur.

Teil 1 – Die gegenwärtigen demokratischen Favoriten

Zwar ist bei der demokratischen Partei das Rennen zum jetzigen Zeitpunkt wenig überraschend völlig offen. Von jung bis alt, von politischen Neulingen bis zu erfahrenen Politikern ist jede Variante denkbar. Doch einen leichten Vorteil konnten sich schon einige Demokraten erarbeiten:

Joe Biden (*1942)

Schon 2016 hätte der ehemalige Vizepräsident gerne an den demokratischen Vorwahlen teilgenommen. Doch durch den Tod seines Sohnes sah sich Joe Biden hierzu nicht in der Lage. Mit einem politischen Ruhestand kann sich Biden noch nicht abfinden, sein Terminkalender ist randvoll. Spekulationen um eine Kandidatur wies der mittlerweile 74-Jährige zurück. Allerdings ist Biden beliebter denn je.

Senator Bernie Sanders (*1941)

Oftmals werden in den USA die Zweitplatzierten der vergangenen Vorwahlen beim nächsten Mal zum Präsidentschaftskandidaten gekürt. Demnach müsste 2020 Bernie Sanders die demokratische Partei in den Wahlkampf führen. Sein politisches Engagement mit Gründung eines Think Tanks und Reisen in wichtige Staaten bestärken dieses Vorhaben. Allerdings spricht Sanders Alter gegen eine erneute Kandidatur: Bei der Präsidentschaftswahl 2020 wäre Sanders 79 Jahre alt.

Senatorin Elizabeth Warren (*1949)

Würde Sanders nicht kandidieren, könnte der linke Flügel der Partei seine Hoffnungen in Senatorin Elizabeth Warren setzen. Die ehemalige Jura-Professorin sitzt seit 2012 für Massachusetts im U.S. Senat und sorgte durch ihre progressiven Vorschläge für Aufsehen. Ebenso gilt Warren als streitlustig und erbitterte Gegnerin von Präsident Trump („Er ist ein dünnhäutiger rassistischer Mobber“).

Gouverneur John Hickenlooper (*1952)

Nahezu unbemerkt von den oben genannten „großen Drei“ hat sich der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper, in eine aussichtsreiche Position für die demokratische Präsidentschaftskandidatur gebracht. Für viele demokratische Berater gilt Hickenlooper als Favorit sollte Biden nicht antreten, da er zudem wählbar für all diejenigen ist, denen Elizabeth Warren oder Kamala Harris zu linksliberal erscheinen. Weiterer Pluspunkt für Hickenlooper: Der 65-jährige ist zudem bei Republikanern beliebt – eine Seltenheit in der gegenwärtigen politischen Gemengelage.

Senatorin Kamala Harris (*1964)

Die ehemalige Attorney General von Kalifornien ist seit 2017 U.S. Senatorin. In ihrer kurzen Politikkarriere auf Bundesebene hat sich Harris schnell einen Ruf für höheres berufen zu sein erworben. Harris steht deutlich gegen die Einwanderungspolitik von Präsident Trump, was nicht zuletzt an den jamaikanischen und indischen Wurzeln der Senatorin liegen dürfte.


Das #Blog1600Penn-Spezial
Teil 1 – Die demokratischen Favoriten
Teil 2 – Demokraten in Lauerstellung

Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); U.S. Congress; frei verfügbare Bilder der jeweiligen Politiker; eigene Grafiken

#Blog1600Penn Update: Erneuter Amoklauf erschüttert USA

#Blog1600Penn bringt euch über die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen auf den aktuellen Stand:

Amoklauf in Las Vegas

Während eines Country-Konzertes in Las Vegas wurden von einem Amokläufer 59 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Die Reaktion von Präsident Trump:

Weitere Reaktionen:

Gesundheitsminister zurückgetreten

Dienstreisen im Privatjet auf Kosten des Steuerzahlers wurden Tom Price zum Verhängnis. Der Druck auf den Gesundheitsminister wurde zu groß und Price trat zurück.

STREIT ZWISCHEN TRUMP UND NFL ESKALIERT
Zunächst hatte Präsident Trump American Football Spieler kritisiert, die während der Nationalhymne niederknien um gegen Rassendiskriminierung zu demonstrieren. Am 3. Spieltag nahm der Protest nun stark zu – hunderte Spieler knieten, einige Teams erschienen gar nicht zur Hymne.
72. UN-Vollversammlung

Die Vereinten Nationen traten in New York City zu ihrer 72. Vollversammlung zusammen. Präsident Trump rief zu einer Reform der UN auf und fand harte Worte gegenüber Nordkorea und dem Iran. Seine vielbeachtete Rede in voller Länge:

Bilderstrecke: Präsident Trump bei den Vereinten Nationen (The White House)

Clinton bei Colbert

Hillary Clinton hat sich bei einem Auftritt in der Late Night Show von Stephen Colbert über die russische Einflussnahme in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und zur UN-Rede von Präsident Trump geäußert:

Spicer bei Emmys-Verleihung

Überraschung bei der Verleihung der diesjährigen Emmys: Der ehemalige Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, hatte einen humorvollen Auftritt:

Remember 9/11

Die islamistischen Anschläge von New York City, Washington D.C. und Pennsylvania jährten sich am 11. September 2017 zum 16. mal. Präsident Trump sprach im Rahmen der Gedenkzeremonien am Pentagon:


Leseempfehlung

„Democrats‘ DACA dishonesty“ (Real Clear Politics)
„The Partisan Divide on Political Values Grows Even Wider“ (Pew Research Center)
„America’s Complex Relationship With Guns“ (Pew Research Center)


Veranstaltungstipp

Donnerstag, 26.10.2017, 17:30 Uhr in der Kanadischen Botschaft zu Berlin:
„Die Startup-Szene im Transatlantischen Dialog. Wohin führt der Weg?“
Organisator: Initiative junger Transatlantiker