Wer schlägt Trump?

Nach den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire hat sich das republikanische Bewerberfeld ausgedünnt. Von einst 17 Kandidaten sind lediglich sechs Bewerber übrig geblieben. Wer von diesen die besten Aussichten auf die Nominierung hat, lest ihr nachfolgend!

Donald TrumpUnknown
Trump führt seit Monaten jegliche Umfragen an. Dennoch verlor er in Iowa seinen Unbesiegbarkeitsnimbus. Ted Cruz vermochte es besser seine Wähler zu mobilisieren. Wer jedoch mit einem frühen Aus des extravaganten Immobilienmoguls rechnete, wurde enttäuscht. Mit einem Erdrutschsieg triumphierte Trump in New Hampshire.

Zwar hat sich das republikanische Bewerberfeld schon signifikant verringert. Doch die Kandidaten des Establishments – Bush, Kasich, Rubio und bis vor kurzem Christie – nehmen sich weiterhin die Stimmen gegenseitig weg. Je länger dies so Bestand hat, desto höher liegen Trumps Chancen am Ende als republikanischer Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden.

Ted Cruz11051863_10153199023392464_554813328416569639_n
Eine starke Wahlkampforganisation hat sich für Ted Cruz mit einem Sieg in Iowa und einem guten dritten Platz in New Hampshire ausgezahlt. Seine langfristig angelegte Wahlkampagne ist ebenso finanziell gut ausgestattet. Der ultra-rechte Senator dürfte sich mit Trump und einem bis dato unklaren Kandidaten des Establishments einen Dreikampf um die Nominierung liefern.

Jeb BushCHdhg6eUMAELYPv
Trotz zuletzt stark verbesserter Debattenauftritte kam Jeb Bushs Kampagne noch nicht richtig in Schwung. Bei der nächsten Vorwahl wird Jeb abliefern müssen, handelt es sich doch mit South Carolina um einen traditionell gut gesinnten Staat für die Familie Bush. Zudem bekommt er nun von seinem Bruder George W. Wahlkampfhilfe, der sich in South Carolina nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Jebs Vorteil gegenüber Rubio und Kasich liegt in seiner prall gefüllten Wahlkampfkasse.

Marco Rubiologo-slogan
Marco Rubio hat sich sein Momentum nach einem starken dritten Rang in Iowa mit einer „gebrauchten“ TV-Debatte selbst zerstört. Die Folge: ein schlechtes Abschneiden in New Hampshire sowie ein weiterhin offenes Rennen der Establishment-Kandidaten.

John Kasich995612_10152883672425933_3198714034141800379_n
Der Überraschungs-Zweite in New Hampshire macht durch seine freundliche, unkonventionelle Art auf sich aufmerksam. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, versucht sich von seinen Konkurrenten durch einen Wahlkampf mit positiven Nachrichten abzusetzen. Gepaart mit einem aggressiven Super PAC an seiner Seite will Kasich langfristig der Kandidat des Establishments werden.

Dr. Ben Carsoncarson-logo
Die Kampagne von Dr. Ben Carson hat seit Wochen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Folgerichtig wurde sein Wahlkampfteam abermals um mehr als 50 Mitarbeiter reduziert. Dr. Carson setzt nun auf ein starkes Ergebnis in South Carolina. Sollte dies nicht eintreten, dürfte sein Wahlkampf ein baldiges Ende finden.



Bildquelle: http://i2.cdn.turner.com/cnnnext/dam/assets/160213211503-gop-debate-candidates-feb-13-full-169.jpg

Die Vorwahlen – New Hampshire: Große Siege für Sanders und Trump

New Hampshire hat sich für die Revolution entschieden. Ein Misstrauensvotum gegenüber den demokratischen und republikanischen Parteiestablishments. Mit überwältigenden Ergebnissen konnten Bernie Sanders und Donald J. Trump ihre ersten Vorwahlsiege einfahren.

NHSandersDass auf Seiten der Demokraten Sanders gewinnen würde, war vorherzusehen. Auf Grund der Wählerstruktur und der Nähe zu seinem Heimatstaat Vermont hatte Sanders sicherlich einen kleinen Vorteil auf seiner Seite. Diesen Staat musste der selbsterklärte demokratische Sozialist gewinnen – sonst wäre seine Kampagne schon frühzeitig zum Scheitern verurteilt gewesen.

Mit einem Sieg in diesem Ausmaße, 20 Prozentpunkte Vorsprung auf Hillary Clinton, konnte dennoch niemand rechnen. Insbesondere junge (83%) und weibliche Wähler votierten für Sanders. Ein Problem, der sich Hillary in den kommenden Tagen und Wochen stellen muss. Sich alleine auf Minderheiten in den Südstaaten zu verlassen, wäre zu riskant.

NHTrumpBei den Republikanern durfte sich Donald Trump gleich doppelt freuen. Nicht nur errang er einen deutlichen Sieg. Auch die Tatsache, dass sich die Kandidaten des Establishments weiterhin gegenseitig die Stimmen wegnehmen, ist für seine Kampagne hocherfreulich.

Zwar schaffte es der Gouverneur von Ohio, John Kasich, auf einen respektablen zweiten Platz. Doch auf einen gemeinsamen Kandidaten dürfte sich das Establishment weiterhin nicht einigen können. Zu nah lagen Kasich, Bush, Rubio und Christie beieinander.

Je länger sich an diesem Zustand nichts ändert, desto größer werden die Chancen auf die Nominierung von Donald Trump. Alleine Chris Christie überdenkt seine Kandidatur, der alle seine Hoffnungen auf New Hampshire setzte – und für seine Präsenz vor Ort und starken Debattenauftritte nicht belohnt wurde.

UPDATE: Carly Fiorina und Chris Christie haben ihre Kandidaturen am 10.02.2016 zurückgezogen!

5
6


Follow us – Stay up to date:
FACEBOOK.COM/BLOG1600PENNSYLVANIA

Hoffen und Bangen vor New Hampshire

Mit 90 Jahren wagt sich Barbara Bush noch einmal in den Wahlkampf. Vor wenigen Tagen erschien die ehemalige First Lady schon in einem Wahlwerbespot für ihren Sohn Jeb. Nun nimmt die allseits beliebte Frau des 41. US-Präsidenten sogar aktiv an Wahlveranstaltungen teil.

Unterstützt von einem Rollator, auf dem natürlich die „Jeb!“ Aufkleber nicht fehlen dürfen, nahm sie in Derry, New Hampshire, noch immer den Raum für sich ein. Es geht im Granite-State um viel für Jeb Bush, so dass ihm jede Unterstützung mehr als willkommen ist. Er will, er muss das Rennen der Establishment-Kandidaten gewinnen.

Hierfür müsste er Marco Rubio, der nach Iowa das Momentum auf seiner Seite weiß, möglichst in die Schranken verweisen. Bekommt Bush in New Hampshire eine „Klatsche“, wie er es selbst formulierte, wird er die Kampagne nicht fortsetzen.

War auf republikanischer Seite Iowa auf Grund der Wählerstruktur wichtig für konservativere Kandidaten, entscheidet New Hampshire über das Schicksal der Moderaten. Marco Rubio, John Kasich, Jeb Bush und Chris Christie – am Ende kann nur eine Kampagne „überleben“.

Doch bis dahin werden noch einige Wahlkampfveranstaltungen abgehalten, an Haustüren geklingelt und Bürger mit Werbeanrufen belästigt. Es steht viel auf dem Spiel bei dieser zweiten Vorwahl. Die $ 100 Millionen, die für Fernsehwerbespots ausgegeben wurden, sprechen für sich. Im Vergleich hierzu lag der Betrag im 2012er Wahlkampf, wenngleich nicht ganz vergleichbar, bei $ 2 Millionen.

Fährt SANDErS seinen ersten Vorwahlsieg ein?

Auf demokratischer Seite versucht Bernie Sanders in New Hampshire ein Ausrufezeichen zu setzen und möglichst deutlich gegenüber Hillary Clinton zu gewinnen. Es ist ein Staat, in dem Bernie auf Grund der Wählerstruktur und der Nachbarschaft zu seinem Heimatstaat Vermont gewinnen muss.

In den Umfragen liegt Bernie klar vor Clinton. Da die Bewohner des Granite-State jedoch bekannt für ihre kurzfristigen Entscheidungen sind, könnte es dennoch spannend werden. Zumal die Clintons schon gute Erfahrungen mit Vorwahlen in New Hampshire machen durften.

Derweil versucht Hillaryland den großen Rückstand zumindest zu minimieren. Neben Hillary tourt auch Tochter Chelsea durch den Granite-State. Ebenso wurden Wahlkampfhelfer aus dem ganzen Land nach New Hampshire abberufen. Ex-Präsident Bill konzentriert sich währenddessen auf Veranstaltungen in Nevada und South Carolina, um in den nächsten beiden Staaten nichts anbrennen zu lassen.

Wegweisende Wahl

Das Präsidentschaftsbewerberfeld hat sich nach der ersten Vorwahl in Iowa erwartungsgemäß ausgedünnt. Martin O’Malley (D), Mike Huckabee (R), Rick Santorum (R) und Rand Paul (R) sahen für ihre Kampagnen keine Zukunft mehr.

Eine ähnlich hohe Bedeutung hat New Hampshire für den weiteren Verlauf der Vorwahlen. Welche Kandidaten verschaffen sich eine gute Ausgangsposition für die Wahlen in Nevada und South Carolina? Welche Wahlkampagnen werden schon frühzeitig aufgeben müssen?

Ob Barbara Bush noch einmal an ihre einstige Aussage erinnert werden wird, dass „zwei Bushs im Weißen Haus schon genug waren“?


pf_1444742766

 

Welche Kandidaten gehen als Favoriten in die Vorwahl in New Hampshire? Die durchschnittlichen Umfragewerte von RCP geben Aufschluss!

Demokraten

DNCNH

Republikaner

GOPNH


Weitere Neuigkeiten:

Dr. Ben Carson hat mehr als 50 Mitarbeiter seiner Kampagne entlassen.

John Kasich hat mit Arnold Schwarzenegger prominente Wahlkampfunterstützung erhalten.

Bernie Sanders konnte erstmals mehr Spenden einsammeln als Hillary Clinton. Auf Bernie entfielen im Januar $ 20 Millionen, auf HRC fünf Millionen weniger.

Bernie war zudem am Wochenende zu Gast bei Saturday Night Live in New York City.


TV-HIGHLIGHTS:

New Hampshire Demokraten Town Hall

TV-Debatte der Republikaner


Bildquelle: http://www.npr.org/2016/02/05/465672072/barbara-bush-draws-a-crowd-in-new-hampshire-campaigning-for-jeb

Die Vorwahlen – Iowa: Cruz, Rubio und Sanders holen sich das Momentum

Die größte Gewinnerin der ersten Vorwahl in Iowa: die Demokratie. Die Wahl im Hawkeye-State erfreute sich einer hohen Wahlbeteiligung, allein am republikanischen „caucus“ nahmen knapp 60.000 mehr Bürger teil, als noch im Jahr 2012. Mit nunmehr 180.000 Wählern wurde eine Rekordwahlbeteiligung auf Seiten der GOP verzeichnet. Insbesondere evangelikale Christen und erstmalige Vorwahlteilnehmer konnten mobilisiert werden.

Iowa versprach schon im Vorfeld eine enorme Spannung, die am Wahlabend noch einmal gesteigert werden konnte. Zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders entwickelte sich ein dramatischer Kampf um jede einzelne Stimme. Letztendlich setzte sich Clinton hauchdünn durch.

Cruz1Die Gewinner des Abends

Ted Cruz. Der junge Senator aus Texas hatte sich in Iowa nicht nur eine starke Wahlkampfstruktur aufgebaut, sondern bereiste auch jedes noch so abgelegene Städtchen. Mit kleinen, kontinuierlichen Schritten baute er somit ein fast schon persönliches Verhältnis mit den Bewohner des HRC1Hawkeye-States auf. Der Lohn: ein schon nahezu unverhoffter Sieg in Iowa und die Hoffnung auf ein ebenso gutes Abschneiden am Super Tuesday, an dem insbesondere in Südstaaten gewählt wird. Cruz kann dort eine nahezu ebenso gute Wahlkampforganisation vorweisen.

Marco Rubio. Das Ergebnis des Se
nators aus Florida war die Überraschung des republikanischen Wahlabends. Dass Rubio auf dem dritten Rang in das Ziel kommen wi
rd, hatte sich zwar in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet. Mit 23,1% der Wählerstimmen liegt er jedoch weit über den Erwartungen – und rückte sogar noch Donald Trump gefährlich nahe. Ein gutes Abschneiden von Rubio in einer Woche in New Hampshire, und das Establishment könnte sich überraschend schnell auf den 44-jährigen als gemeinsamen Kandidaten gegen Cruz und Trump einigen.

Bernie Sanders. Wer vor einigen Wochen gedacht hätte, dass nur Zehntelprozentpunkte den 74-jährigen Senator aus Vermont von Hillary Clinton am Wahlabend trennen würden, wäre als Fantast betrachtet worden. Sanders machte den demokratischen „caucus“ in Iowa zu einem wahren Krimi und dürfte nun das sogenannte Momentum auf seiner Seite haben. Doch kann er diesen Rückenwind auch noch über New Hampshire hinaus für sich nutzen?

Die Verlierer des Abends

Donald Trump. Der Immobilienmogul hat die USA in den vergangenen Monaten in Atem gehalten, Umfragen unangefochten angeführt. Doch Trump hat es nicht vermocht, seine Umfragewerte in reale Wählerstimmen umzumünzen. Insbesondere die Kampagne von Cruz hat es besser verstanden, Anhänger an die Urne zu bringen. Der New Yorker führt zwar weiterhin deutlich in allen Umfragen zu den nächsten Vorwahlen, doch hat er nun seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren.

Mike Huckabee und Rick Santorum. 2008 beziehungsweise 2012 konnten Huckabee und Santorum noch die Vorwahl in Iowa für sich entscheiden. Diesmal hatten sie keine Chance. Huckabee hat seine Kandidatur, wie Martin O’Malley auf demokratischer Seite, bereits zurückgezogen.

Update 03.02.2016: Nach seinem fünften Platz hat Rand Paul nicht genug Momentum für seine Kampagne gesehen und diese beendet. Paul will sich nun auf seine Wiederwahl als US-Senator konzentrieren.

GOPIowa1115

Gesucht: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten

In einem Gastbeitrag für USA Tipps hat #Blog1600Penn alles Wissenswerte rund um den Beginn der US-Präsidentschaftswahlen zusammengestellt. 

Das größte, teuerste und längste Wahlspektakel des Planeten tritt in die heiße Phase: Amerika wählt! Gesucht: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Mit dem Beginn der Vorwahlen zum US-Präsidentschaftswahlkampf wird nämlich zugleich das Ende der Präsidentschaft Barack Obamas eingeläutet. Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten.

Doch wer wird sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin im Weißen Haus? Die Wahl verspricht eine enorme Spannung. Die Medienaufmerksamkeit ist so groß wie selten, die Einschaltquoten der Vorwahl-Debatten haben schon jetzt alle Rekorde gebrochen!

Wahlkampf läuft schon seit einem Jahr

Schon seit einem Jahr sind die Kandidaten im aktiven Wahlkampfmodus. Im Jahr 2015 wurden Kandidaturen ausgelotet, verkündet oder gar verworfen, wie es Vizepräsident Joe Biden tat. Die vergangenen 365 Tage standen im Zeichen, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die Vorwahlen zu verschaffen.

Mit anderen Worten ausgedrückt: Spenden sammeln und seinem Namen nationale Bekanntheit verleihen. Eine Phase, in der es primär um Aufmerksamkeit und weniger um konkrete politische Inhalte geht.

Weiterlesen auf USA Tipps…


Bildquelle: http://www.elections.saccounty.net/PublishingImages/voters-free-3.jpg