Stimmungsbarometer 10/2016 2.0: Holt ein Drittkandidat Wahlmännerstimmen?

Die Fernsehdebatten sind Geschichte, der Wahlkampf biegt in die Zielgeraden ein. Hillary Clinton hat 18 Tage vor dem Wahltermin einen deutlichen Vorsprung auf Donald Trump. Den Bundesstaat Utah könnte sogar ein Drittkandidat für sich entscheiden – ermöglicht durch die Unbeliebtheit der Kandidaten der beiden großen Parteien.

Die Grundlage für die Umfragewerte im #Blog1600Penn-Stimmungsbarometer 10/2016 2.0 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 10.10. und 20.10.2016. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.


DER HAUPTWAHLKAMPF – NATIONALE UMFRAGEN

Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump exklusive Drittkandidaten
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Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump inklusive Drittkandidaten
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Wahlmännerprognose bei einem Duell Hillary Clinton vs. Donald Trump

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DER HAUPTWAHLKAMPF – UMFRAGEN IN WICHTIGEN STAATEN

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Der konservative Drittkandidat Evan McMullin holt im Mormonenstaat stark auf und liegt im RCP-Durchschnitt mittlerweile auf Rang 2. Die neuesten Umfragen kann der ehemalige Geheimdienstagent sogar anführen.


DER HAUPTWAHLKAMPF – BELIEBTHEITSWERTE

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DONALD TRUMP102bdjt

 


DER Kongresswahlkampf

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Stimmungsbarometer 10/2016: Momentum wieder bei Clinton

Das Momentum lag in den vergangenen Wochen bei Donald Trump, doch dann stimmte die erste TV-Debatte einen weiteren Umfragenumschwung und eine verheerende Woche für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten ein.

Im neuesten #Blog1600Penn-Stimmungsbarometer konnte Hillary Clinton folgerichtig ihren Vorsprung wieder ausbauen. Ob das zweite Fernsehduell am Sonntag einen weiteren Stimmungsumschwung herbeiführen wird?

Die Grundlage für die Umfragewerte im Stimmungsbarometer 10/2016 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 26.09. und 06.10.2016. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.


DER HAUPTWAHLKAMPF – NATIONALE UMFRAGEN

Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump exklusive Drittkandidaten
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Clinton konnte ihren Vorsprung um 2,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat ausbauen.

Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump inklusive Drittkandidaten
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Wahlmännerprognose bei einem Duell Hillary Clinton vs. Donald Trump

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Clinton konnte ebenso im Wahlmännergremium um elf Stimmen zulegen.


DER HAUPTWAHLKAMPF – UMFRAGEN IN WICHTIGEN STAATEN

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DER HAUPTWAHLKAMPF – BELIEBTHEITSWERTE

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Fernsehdebatten ohne Drittkandidaten – Die Demokratie verliert

Am Montag findet die mit Spannung erwartete erste TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten statt. Das Duell Clinton gegen Trump verspricht das Fernsehereignis des Jahres, wenn nicht sogar des Jahrzehnts, zu werden. Ein kurioser Wahlkampf steht vor seinem nächsten Höhepunkt.

Millionen US-Amerikaner werden an diesem Abend in der Hofstra University jedoch einmal mehr nur die Auswahl zwischen zweier unbeliebter Kandidaten haben. Clinton und Trump werden jeweils von der Wählerschaft mehrheitlich abgelehnt, stellen die unbeliebtesten Kandidaten in der Geschichte der Vereinigten Staaten dar.

Ein guter Nährboden für – vergleichsweise – erfolgreiche Kampagnen von Drittkandidaten. Und in der Tat stehen die Kandidaten der Libertarian Party und der Green Party vor den besten Wahlergebnissen seit Bestehen ihrer jeweiligen Parteien.

Um jedoch realistische Chancen auf den Gewinn von Wählmännern im November zu haben, ist eine landesweite Bekanntheit eine Grundvoraussetzung. Knapp Zweidrittel der US-Amerikaner wissen allerdings nicht, wer beispielsweise Gary Johnson, immerhin ehemaliger
– republikanischer – Gouverneur von New Mexico, ist.

Vor diesem Hintergrund sind die durchschnittlichen 9% in nationalen Umfragen für den libertären Kandidaten umso beachtenswerter. Und in der Tat haben die Hälfte der Wähler in repräsentativen Umfragen angegeben, dass die Drittkandidaten Johnson und Stein an den Debatten teilnehmen sollen. Lediglich ein Viertel der Bevölkerung lehnt diese Idee ab.

Neben prominenter Unterstützung aus der Politik, unter anderem sprach sich Mitt Romney für Johnson aus, und Wahlempfehlungen von Seiten einiger Zeitungen für die Libertarian Party sehnen sich auch die US-Amerikaner nach einer größeren Kandidatenauswahl.

Auf Grund fehlender Ressourcen sind kleine Parteien auf nationale Ereignisse, wie den TV-Debatten, angewiesen, um nationale Bekanntheit zu erlangen. Der Präsidentschaftswahlkampf 2016 wäre wie gemacht gewesen, für eine Debatte zwischen drei oder vier Kandidaten.

Die Commission on Presidential Debates hat eine große Chance verpasst. Eine Chance zur Stärkung der Demokratie in den USA. Eine Chance der steigenden gesellschaftlichen und politischen Polarisierung, die mit den Kandidaturen von Clinton und Trump weiter verstärkt wurde und wird, entgegenzuwirken.

Die Nichtbeachtung von Drittkandidaten bei den TV-Debatten ist eine Niederlage für die Vielfalt US-amerikanischer Demokratie.


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Bildquelle: qzprod.files.wordpress.com/2016/09/gjohnson.jpg

Stimmungsbarometer 09/2016: Trump holt auf

Donald Trump scheint sein Umfragetief überstanden zu haben. Im neuesten #Blog1600Penn-Stimmungsbarometer konnte der republikanischen Präsidentschaftskandidat Boden auf Hillary Clinton gutmachen. Kurz vor dem Start der TV-Debatten am 26. September ist das Rennen offener denn je.

Die Grundlage für die Umfragewerte im Stimmungsbarometer 09/2016 sind die durchschnittlichen Umfragewerte von Real Clear Politics für den Zeitraum zwischen dem 26.08. und 13.09.2016. Alle Angaben in Prozent und ohne Gewähr.


DER HAUPTWAHLKAMPF – NATIONALE UMFRAGEN

Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump exklusive Drittkandidaten
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Nationale Umfrage zu einem Duell
Hillary Clinton vs. Donald Trump inklusive Drittkandidaten
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Wahlmännerprognose bei einem Duell Hillary Clinton vs. Donald Trump

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DER HAUPTWAHLKAMPF – UMFRAGEN IN WICHTIGEN STAATEN

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DER HAUPTWAHLKAMPF – BELIEBTHEITSWERTE

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HIGH-FIVE mit Omid Nouripour: „Wahl Trumps wäre verheerend!“

Die US-Präsidentschaftswahl 2016 polarisiert – auch in Deutschland. Ungewöhnlich deutlich haben selbst hochrangige deutsche Politiker ihre Meinung zur Wahl des Jahres kundgetan.

Vor diesem Hintergrund hat im neuesten HIGH-FIVE-Interview #Blog1600Penn die Meinung des Bundestagsabgeordneten und außenpolitischen Sprechers von Bündnis 90/ Die Grünen, Omid Nouripour, eingeholt:

Sie haben sich, ebenso wie Bündnis 90/ Die Grünen, öffentlich gegen Donald Trump positioniert. Warum darf Trump aus ihrer Sicht nicht der nächste US-Präsident werden?

nouripour-presse_kleinOmid Nouripour: Wenn die amerikanischen WählerInnen sich für Donald Trump entscheiden sollten, dann ist das so, das nennt man Demokratie. Ich glaube aber, dass dies eine verheerende Entscheidung wäre.

Donald Trump hat sich rassistisch und frauenfeindlich geäußert und zeigt besorgniserregende antidemokratische Einstellungen. Diese Haltung zu belohnen, würde die amerikanische Gesellschaft weiter spalten und wäre ein fatales Signal im mächtigsten Land  der Welt.

Er hat einen höchst unsteten Charakter, der ihn zu politischen Entscheidungen mit unkalkulierbaren Risiken führen könnte. Seine Vorstellungen von Außenpolitik sind vage und oft brandgefährlich, sein Vorwissen geht gegen null. Das könnte vielerorts für große Unsicherheit sorgen, und das ist das Letzte, was die Welt heute braucht.

Auf demokratischer Seite tritt mit Hillary Clinton eine ebenso polarisierende wie unbeliebte Kandidatin an. Clintons aktivere Außenpolitik und traditionellen positiven Einstellung zu Freihandelsabkommen (abgesehen zu ihrer Positionierung im Vorwahlkampf) dürfte Ihnen jedoch auch nicht gefallen?

Nouripour: Hillary Clinton ist die Vertreterin des Establishments. Ihre Politik, besonders ihre Außenpolitik, entspricht an sehr vielen Punkten ganz sicher nicht Grüner Programmatik. Aber sie ist berechenbar, würde vieles nicht anders machen, als Barack Obama oder Bill Clinton.

Ich hoffe sehr, dass sie aus den Fehleinschätzungen ihrer Vergangenheit, vor allem hinsichtlich des Irakkriegs, gelernt hat. In jedem Falle aber ist sie nicht Trump. Und das ist das stärkste Argument für sie.

Beim Duell Clinton gegen Trump treten die unbeliebtesten Präsidentschaftskandidaten seit Beginn der Umfrageaufzeichnungen gegeneinander an. Drittparteien, wie die Libertarian Party und die Grünen, können mit ihrem historisch besten Ergebnis rechnen. Was erwarten Sie sich von der Kandidatur von Jill Stein?

Nouripour: Es ist begrüßenswert, dass eine Kandidatin mit einem klaren ökologischen Profil bei den Wahlen antritt. Ich finde, sie und die Grünen machen vor Ort eine großartige Arbeit. Das politische System der USA aber ist, wie es ist, und deshalb dürfte ein starkes Abschneiden Jill Steins nur einem nutzen, nämlich Donald Trump.

Wir haben im Jahr 2000 gesehen, wohin der große Erfolg Ralph Naders – den ich weiterhin sehr verehre – geführt hat. Ich bin sicher: mit Al Gore wäre die Welt  nach den verheerenden Anschlägen von 9/11 wesentlich besser gefahren als mit George W. Bush. Deswegen hoffe ich, dass die WählerInnen klug entscheiden und mit ihrer Stimme dazu beitragen, Donald Trump zu verhindern.

12743612_976652069091753_1844479622967722359_nWas erwarten beziehungsweise erhoffen Sie sich von den transatlantischen Beziehungen in den kommenden Jahren?

Nouripour: Ich hoffe, dass wir angesichts zahlreicher gemeinsamer Herausforderungen zu einer Verstetigung der engen Zusammenarbeit kommen. Auf der Grundlage einer Politik, die Frieden, Gerechtigkeit und Ökologie vorantreibt.

Ihre Einschätzung: Wer zieht nach Barack Obama in das Weiße Haus ein?

Nouripour: Hillary Rodham Clinton.

Vielen Dank für Ihre Meinung zur US-Präsidentschaftswahl 2016!

Das Interview führte Kai-Uwe Hülss.


Omid Nouripour rückte am 01.09.2006 für den ausgeschiedenen Joschka Fischer in den Bundestag nach. Seit 2013 ist Nouripour außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen. Aktuell ist er u.a. Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Weitere Infos zu Nouripour gibt es u.a. auf seiner Facebook-Seite


Bildquellen:
nouripour.de/index.php?option=com_content&view=article&id=618&Itemid=34
facebook.com/nouripour1/