Vom 15. bis 18.07.2024 hielten Republikaner ihren Nominierungsparteitag zur US-Präsidentschaftswahl 2024 im Fiserv Forum zu Milwaukee, Wisconsin, ab. Nach seiner gewonnenen Vorwahl wurde am ersten Tag Donald Trump von den Delegierten offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert. Der 45. Präsident ließ es sich trotz eines Attentatsversuchs auf ihn zwei Tage zuvor nicht nehmen, diesen Moment live vor Ort beizuwohnen. Trump erschien ungewohnt gerührt und sichtlich mitgenommen von den Ereignissen vom Wochenende zuvor.
Ebenso wurde am ersten Abend des Parteitag Trumps Vizepräsidentschaftskandidat verkündet. Die Wahl fiel auf den im Jahr 1984 geborenen und erst seit zwei Jahren amtierenden U.S. Senator J.D. Vance. Vance wuchs in einer Arbeiterfamilie im Südwesten Ohios in Armut auf. Doch ihm gelang der Aufstieg mit einem Studium an der Yale Law School und einer Anstellung als Kapitalmanager.
Im Jahr 2016 veröffentlichte Vance den Bestseller „Hillbilly Elegy“ – ein autobiographisches Werk über die Herausforderungen der weißen Arbeiterschaft. Am dritten Abend des Parteitags stellte sich Vance, der sich vom Trump-Kritiker zum Anhänger der Make America Great Again Bewegung gewandelt hat, erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor.
Tags zuvor stand der zweite Tag in Milwaukee ganz im Zeichen der Einheit innerhalb der Republikanischen Partei. Einstige Konkurrenten und Kritiker von Trump hielten Reden, bei der sie klarmachten, dass sie den Sieger der innerparteilichen Vorwahlen im Hauptwahlkampf unterstützen würden. Namentlich genannt seien an dieser Stelle U.S. Senator Ted Cruz, Gouverneur Ron DeSantis und die ehemalige Gouverneurin und US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Letztere wurde erst am Tag nach dem Attentat auf Trump zum Parteitag eingeladen.
Am vierten und letzten Tag des Republikanischen Nominierungsparteitags lag das Hauptaugenmerk auf der Dankesrede von Trump. Dabei sprach er in den ersten 15 Minuten seiner insgesamt 93-minütigen Rede wirkmächtig davon, wie er das Attentat auf ihn erlebt hatte: „Eigentlich sollte ich heute Abend nicht mehr hier sein“. Der Großteil von Trumps Rede brachte jedoch den typischen Wahlkampfsprech des Republikaners wieder, es wurden Migranten ebenso angegriffen wie Demokraten und Medien.

Bildquellen: Creative-Commons-Lizenzen (via Google); Canva.com; eigene Grafiken.
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