Die Vorwahlen – Indiana: Trumps Krönung

„Als Erdbeben werden messbare Erschütterungen des Erdkörpers bezeichnet. Sie entstehen durch Masseverschiebungen, zumeist als tektonische Beben infolge von (…) großen Erdrutschen.“ Soweit der Lexikon-Eintrag für Erdbeben.

Neben diesem Naturphänomen gibt es auch politische Erdbeben. Hat sich ein solches seit knapp einem Jahr schon angekündigt, kam es nun von Dienstag auf Mittwoch MEZ tatsächlich zu einem großen Beben. Die tektonischen Platten der republikanischen Partei haben sich radikal verschoben.

Die letzten beiden verbliebenen Herausforderer von Donald Trump, Ted Cruz und John Kasich, haben die Vorwahl in Indiana zur Firewall zur Verhinderung einer absoluten Delegiertenmehrheit für den Immobilienmogul ausgerufen. Ein Sieg für Cruz in diesem Staat und eine umkämpfte Nominierungsveranstaltung wäre zum Greifen nahe gewesen.

Doch es kam ganz anders. Trump gewann. Haushoch. Die nötige absolute Delegiertenmehrheit ist ihm nach Indiana nur noch schwerlich zu nehmen. Cruz zog – überraschend – die Konsequenz und beendete mit einer emotionalen Rede seine Kampagne. Kasich folgte dessen Beispiel und hat am Folgetag seine Kandidatur zurückgezogen.

Die Anti-Trump-Bewegung hat den Kampf verloren. Das republikanische Establishment schaut rat- und hilflos in die Zukunft. Der im Politikgeschäft lange Zeit viel belächelte Multimilliardär Donald Trump wird die ruhmreiche republikanische Partei in die Präsidentschaftswahl im November führen. Ausgang ungewiss. Weitere politische Erdbeben wahrscheinlich.


Die gesamte Rede von Ted Cruz zur Beendigung seiner Wahlkampagne:

Donald Trump über Ted Cruz:

Hillary Clinton über Donald Trump:

Rückblick – mit seinem Gebet für die Opfer der Pariser Terroranschläge hatte sich Ted Cruz bei Republikanern viel Anerkennung erworben:


Trump BS

Die Vorwahlen – 26. April: Fünf Vorwahlen, fünf Trump-Siege

Hillary Clinton und Donald Trump wurden ihren Favoritenrollen bei den Vorwahlen vom 26. April  mehr als gerecht. Mit größtenteils deutlichen Siegen liegen die in ihren jeweiligen Parteien führenden Kandidaten weiterhin unangefochten in Front.

Für Trump bleibt somit nach wie vor die Möglichkeit bestehen, eine für die Nominierung benötigte absolute Mehrheit zu erreichen. Gleichwohl wird es für den New Yorker nicht einfacher werden, da die kommenden Vorwahlen aufgrund der Sozialstruktur der Wählerschaft seinen Herausforderern mehr liegen dürften, als die Staaten im Nordosten des Landes.

Zudem haben Ted Cruz und John Kasich beschlossen ihre Wahlkämpfe zu koordinieren. In Indiana (Vorwahl am 3. Mai) hat Cruz die besseren Erfolgsaussichten, so dass Kasich im Hoosier-State keinen Wahlkampf betreiben wird. Währenddessen konzentriert sich die Kampagne von Kasich auf die Staaten New Mexico und Oregon.

Diese Koordination wurde vom republikanischen Establishment schon seit längerem gefordert. Die lose Zusammenarbeit erfolgt spät – vielleicht zu spät um Donald Trump die absolute Delegiertenmehrheit zu verwehren.

Unterdessen lässt Hillary Clinton keine Zweifel mehr aufkommen, dass sie zur Kandidatin der demokratischen Partei nominiert wird. Mit vier weiteren Siegen hat sie nicht nur ihren Vorsprung auf Bernie Sanders weiter ausgebaut. Auch rechnerisch hat der 74-jährige Senator aus Vermont nahezu keine Chance mehr auf einen erfolgreichen Vorwahlausgang seinerseits.

ERGÄNZUNG 27.04.16, 19:50 Uhr: Sollte Ted Cruz zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten nominiert werden, wird Carly Fiorina seine Vizepräsidentschaftskandidatin!


Alle Ergebnisse der demokratischen Vorwahlen vom 26. April findest du hier…

Und die Ergebnisse der republikanischen Vorwahlen vom 26. April sind hier einsehbar…


Die Vorwahlen – 26. März (D): Hattrick für Sanders

BSStimmen in der demokratischen Partei werden lauter, dass Bernie Sanders seine Präsidentschaftskandidatur aufgeben oder zumindest seine Kritik an Hillary Clinton mildern soll.  Für das Establishment der Demokraten führt an der Nominierung von Clinton kein Weg vorbei, so dass Sanders mit seinem engagierten und offensiven Wahlkampf eine potentielle Bedrohung für die Gewinnchancen der demokratischen BSPartei im November darstellt.

Der Senator aus Vermont lässt sich jedoch nicht beirren und glaubt weiterhin an seine Erfolgschancen. Mit deutlichen Siegen in allen drei Vorwahlen am Samstag behält er damit – zumindest theoretisch – Recht.

Sanders hat sich das Momentum zuBSrückgeholt. Neben seinem Delegiertenstand profitiert seine Wahlkampfkasse am meisten davon. Der Kritik des Establishments zum Trotz: Sanders
kämpft weiter. Der Blick des 74-jährigen richtet sich nun auf die Vorwahl in Wisconsin am 05. April.


Alle Sieger, Ergebnisse und Delegiertenverteilung der demokratischen Vorwahlen vom 26. März (online nach Beendigung der Auszählungen)

Der aktuelle Zwischenstand der demokratischen Vorwahl


Die Vorwahlen – 22. März: Im Westen wenig Neues

Die Vorwahlen vom Dienstag haben kaum Veränderungen im Rennen um die jeweiligen Präsidentschaftskandidaturen gebracht. Während Bernie Sanders auf zwei Vorwahlsiege kam, sahen sich Hillary Clinton, Donald Trump und Ted Cruz in jeweils einem Staat als Gewinner.

Nach einem schlechten Abschneiden bei den Vorwahlen der letzten Woche kann Sanders also doch noch gewinnen. In Idaho und Utah lag der 74-jährige vor Clinton, die mit Arizona die Wahl im delegiertenreichsten Staat des Abends für sich entschied.

Im republikanischen Vorwahlkampf fuhr Ted Cruz einen wichtigen Sieg im Mormonenstaat Utah ein. Mit prominenter Unterstützung durch Mitt Romney und des Gouverneurs Gary Herbert kam Cruz auf knapp 70% der Stimmen, so dass der texanischer Senator alle 40 Delegierte auf sein Konto verbuchen konnte.

Cruz‘ Sieg ist umso bedeutender angesichts der Tatsache, dass alle 58 Delegierte aus Arizona an Donald Trump gehen.

Die nächsten Wahlen finden am Samstag in Alaska, Hawaii und Washington statt – jedoch lediglich auf demokratischer Seite.


Bernie Sanders gibt sich weiterhin kampfeslustig:

Im Vorfeld der Vorwahl in Utah hat John Kasich mit Mitt Romney geworben:


Trump HRC

BS BS

Cruz

Die Vorwahlen – Super Tuesday #2: Rubio gibt auf

Der zweite Super Tuesday hat wie erwartet die Richtung für den weiteren Verlauf der Vorwahlen vorgegeben. Während Hillary Clinton die Nominierung nach ihren fünf Siegen am Dienstag kaum noch zu nehmen ist, bleibt es bei Republikanern trotz der vier Vorwahlsiege von Trump spannend.

Weitere Neuigkeiten des Wahlabends mit Blick auf die kritischen Vorwahlen in Ohio und Florida:

Florida (R): Debakel für Rubio in seinem Heimatstaat

Nach bisher enttäuschenden Vorwahlen hat Marco Rubio seine letzten Hoffnungen in seinen Heimatstaat Florida gesetzt. Doch Donald Trump bescherte dem jungen Senator ein Wahldebakel in kaum vorstellbarem Ausmaße. CNN-Moderator Jake Tapper nannte es gar ein „Massaker“. Rubio hat die Konsequenzen gezogen und noch am Wahlabend mit einer eindrucksvollen Rede seine Kandidatur zurückgezogen. Da im Sunshine State das „The-Winner-Takes-It-All“-System angewendet wird, verbucht Trump alle 99 Delegierte auf seinem Konto.

Florida (D): Clinton wird Favoritenrolle gerecht

Hillary Clinton hat erwartungsgemäß die demokratische Vorwahl in Florida klar für sich entschieden. Knapp Zweidrittel aller Stimmen entfielen auf die ehemalige Außenministerin.

Ohio (R): Kasich stoppt Trump – vorerst

John Kasich konnte bis zum zweiten Super Tuesday keinen einzigen Staat für sich entscheiden. Dies hat sich nun mit seinem Vorwahlsieg in Ohio geändert. Ein enorm wichtiges Ergebnis für Kasich und das republikanische Establishment, handelt es sich doch einerseits um den Heimatstaat, in dem der 63-jährige auch Gouverneur ist. Andererseits besteht durch Kasichs Sieg weiterhin die Hoffnung des Establishments, dass Trump keine absolute Delegiertenmehrheit erreicht.


Alle Sieger der demokratischen Vorwahlen am Super Tuesday #2 findest du hier…

Alle Sieger der republikanischen Vorwahlen am Super Tuesday #2 findest du hier…

Aktuelle (Zwischen-) Ergebnisse von allen Vorwahlen auf CNN (Klick hier)