Die #uswahl16 kurz erklärt

Ein langer und harter US-Präsidentschaftswahlkampf neigt sich dem Ende entgegen. #Blog1600Penn macht euch fit für die lange Wahlnacht am Dienstag und beantwortet euch die wichtigsten Fragen!

Wie läuft die Wahl ab?

Der Kandidat mit der einfachen Mehrheit bekommt in einem Staat ALLE Wahlmänner. Je nach Einwohnerzahl variiert die Anzahl der Wahlmänner pro Staat. Zum Präsident gewählt ist, wer mindestens 270 Wahlmänner auf sich vereinen kann. Weitere Erklärungen zum Wahlprozess zeigen euch folgende Videos:

Welche Bundesstaaten sind umkämpft?

Bei US-Präsidentschaftswahlen sind traditionell nur wenige Staaten umkämpft. Die in der Wahlkarte blau eingezeichneten Staaten werden für den demokratischen und rote Staaten für den republikanischen Kandidaten abstimmen. Je dunkler die Farbe, desto sicherer ist der Staat für die jeweilige Partei.

Umkämpft sind im 2016er Wahlkampf folgende, in der Karte grau eingezeichneten, Staaten: Ohio, Florida, North Carolina, Pennsylvania, Colorado, Nevada, Iowa, New Hampshire, Virginia, Arizona und Maine. Damit wird in mehr Staaten Wahlkampf betrieben, als üblich.

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Wer geht favorisiert in den Wahltag/ die Wahlnacht?

Hillary Clinton war, ist und bleibt die Favoritin auf den Wahlsieg. Wie auch schon an der Wahlkarte zu erkennen, hat sie den „leichteren“ Weg zu den nötigen 270 Wahlmännerstimmen. Zudem kann die Demokratin auf eine sehr gute Wahlkampfoperation vor Ort bauen. Zuletzt konnte Donald Trump jedoch in nationalen Umfragen sowie in den einzelnen Staaten aufholen.

Ist es möglich, dass weder Clinton noch Trump eine WahlmännerMehrheit erreichen?

Theoretisch ja. Es ist möglich, dass Clinton und Trump jeweils nur 269 Wahlmänner erreichen beziehungsweise bei einem Sieg eines Drittkandidaten in einem Staat, zum Beispiel in Utah, sogar noch weniger Wahlmänner erzielen.

Würde dieser unwahrscheinliche Fall eintreten, geht die Präsidentschaftswahl in die Verlängerung. Das Repräsentantenhaus müsste dann den neuen Präsidenten wählen.

Was wird in den USA aktuell diskutiert?

Mit einer Ausnahme sind politische Themen in diesem Wahlkampf nur eine Randerscheinung. Wie kürzlich bekannt wurde, steigen die Beiträge für ObamaCare, Obamas Gesundheitsreform, im nächsten Jahr drastisch. Während Clinton weiterhin auf ObamaCare setzen will, setzen sich Republikaner für einen kompletten Neustart ein.

Davon abgesehen liegt der öffentliche Fokus bei der Wiederaufnahme der FBI-Ermittlungen gegen Hillary Clinton in der eMail-Affäre. Ebenso werden die WikiLeaks-Enthüllungen thematisiert. Demokraten versuchen das öffentliche Interesse auf Trumps Vergehen zu lenken.

Und was sind die Hauptunterschiede bei politischen Themen zwischen Clinton und Trump?

Dennoch geht es bei der Wahl auch um eine politische Richtungsentscheidung. Obamas Nachfolger muss einen neuen Verfassungsrichter, der auf Lebenszeit gewählt wird, vorschlagen. Während sich Clinton für einen liberalen Richter einsetzt, plädiert Trump für einen konservativen Verfassungsrichter.

Außenpolitisch steht Clinton für den Status Quo, wenngleich mit einer aktiveren Ausrichtung. Gemeinsam mit den NATO-Partnern will sie einen harten Kurs gegenüber Russland fahren. Trump hingegen setzt auf eine „Amerika Zuerst“-Strategie. Der Republikaner will die US-amerikanische Rolle als Weltpolizist zurückfahren.

Illegalen Einwanderern will Clinton einen Weg zur Einbürgerung aufzeigen. Trump hingegen fordert eine Ausweisung von illegal im Land lebenden Personen. Der Grenzschutz nimmt für beide Kandidaten einen wichtigen Stellenwert ein, wenngleich Trump mit seiner Forderung nach einem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko der Hardliner unter den beiden Kandidaten ist.


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